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Zinserhöhung in den USA ist nicht auszuschließen
14.03.25 13:37
RBC BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn der vergangenen Woche lösten die gesunkenen US-Aktienkurse eine Flucht in Qualität aus, so Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Die Wirtschaftsdaten seien zwar weiterhin relativ gut. Bedenken über die Auswirkungen von Zöllen und Stellenstreichungen der US-Regierung auf die Wirtschaftstätigkeit hätten aber zu einer gewissen Besorgnis hinsichtlich der zukünftigen Aktienmarktentwicklung geführt.
Es sei schwierig, Argumente für eine zeitnahe Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve (FED) zu finden. Trotz der etwas besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisindices bestünden im Zusammenhang mit der Zollpolitik weiterhin Inflationsrisiken.
Die Einführung von Zöllen in der US-Wirtschaft stelle so etwas wie einen negativen Angebotsschock dar. Die Zinspolitik sei jedoch kein so hilfreiches Instrument im Zusammenhang mit Angebotsschocks, wie wir während der Corona-Krise erlebt hätten.
Die Terminmärkte würden für den Rest des Jahres 2025 Zinssenkungen der FED um 75 Basispunkte einpreisen. Aus Sicht von RBC BlueBay Asset Management sei dies zu viel. Es sei immer noch schwer auszuschließen, dass die FED im nächsten Schritt eine Zinserhöhung vornehme, auch wenn die Zinssätze über ihrer Einschätzung des langfristigen neutralen Niveaus lägen.
Die Währungshüter hätten den Anstieg der Inflation im Jahr 2021 fälschlicherweise unterschätzt und würden einen solchen Fehler nicht wiederholen wollen. RBC BlueBay Asset Management denke daher, dass es eine Schmerzgrenze bei 4,0 Prozent für den Kern-Verbraucherpreisindex (3,5 Prozent für die Kernrate der persönlichen Konsumausgaben) geben könnte, ab der sich die FED unter Druck gesetzt fühlen könnte, die Zinsen anzuheben.
Auf unserer Seite des Atlantiks stünden weiterhin die potenziellen Auswirkungen der geplanten finanzpolitischen Kehrtwende in Deutschland im Fokus der Marktteilnehmer. RBC BlueBay Asset Management gehe davon aus, dass sie das Wachstum auf 1,5 Prozent forcieren könnte. Auch die Inflation sehe RBC BlueBay Asset Management höher als zuvor: Der Verbraucherpreisindex dürfte sich auf etwa 2,5 Prozent belaufen, während er zuvor bei knapp unter 2 Prozent gelegen habe. Da auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Prognosen revidiere, bedeute dies nach Meinung von RBC BlueBay Asset Management, dass wir die letzte Zinssenkung im aktuellen Lockerungszyklus gesehen haben könnten. Vor diesem Hintergrund sei RBC BlueBay Asset Management der Meinung, dass die Marktteilnehmer immer noch zu viel zusätzliche geldpolitische Lockerung erwarten würden.
RBC BlueBay Asset Management denke, dass der politische Lärm aus Washington nach ein paar turbulenten Wochen etwas nachlassen könnte. Die makro- und geopolitische Neuausrichtung könne sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen auf die Volkswirtschaften und die Preise von Vermögenswerten haben. Kurzfristig könnten für Risikoanlagen weiterhin Abwärtsrisiken bestehen, weshalb RBC BlueBay Asset Management bei einer vorsichtigen Haltung bleibe. RBC BlueBay Asset Management sei jedoch der Meinung, dass die Ängste vor einer Konjunkturabschwächung nicht überbewertet werden sollten. Eine Rezession in den USA in diesem Jahr halte RBC BlueBay Asset Management weiterhin für unwahrscheinlich. (14.03.2025/alc/a/a)
Die Wirtschaftsdaten seien zwar weiterhin relativ gut. Bedenken über die Auswirkungen von Zöllen und Stellenstreichungen der US-Regierung auf die Wirtschaftstätigkeit hätten aber zu einer gewissen Besorgnis hinsichtlich der zukünftigen Aktienmarktentwicklung geführt.
Es sei schwierig, Argumente für eine zeitnahe Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve (FED) zu finden. Trotz der etwas besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisindices bestünden im Zusammenhang mit der Zollpolitik weiterhin Inflationsrisiken.
Die Einführung von Zöllen in der US-Wirtschaft stelle so etwas wie einen negativen Angebotsschock dar. Die Zinspolitik sei jedoch kein so hilfreiches Instrument im Zusammenhang mit Angebotsschocks, wie wir während der Corona-Krise erlebt hätten.
Die Währungshüter hätten den Anstieg der Inflation im Jahr 2021 fälschlicherweise unterschätzt und würden einen solchen Fehler nicht wiederholen wollen. RBC BlueBay Asset Management denke daher, dass es eine Schmerzgrenze bei 4,0 Prozent für den Kern-Verbraucherpreisindex (3,5 Prozent für die Kernrate der persönlichen Konsumausgaben) geben könnte, ab der sich die FED unter Druck gesetzt fühlen könnte, die Zinsen anzuheben.
Auf unserer Seite des Atlantiks stünden weiterhin die potenziellen Auswirkungen der geplanten finanzpolitischen Kehrtwende in Deutschland im Fokus der Marktteilnehmer. RBC BlueBay Asset Management gehe davon aus, dass sie das Wachstum auf 1,5 Prozent forcieren könnte. Auch die Inflation sehe RBC BlueBay Asset Management höher als zuvor: Der Verbraucherpreisindex dürfte sich auf etwa 2,5 Prozent belaufen, während er zuvor bei knapp unter 2 Prozent gelegen habe. Da auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Prognosen revidiere, bedeute dies nach Meinung von RBC BlueBay Asset Management, dass wir die letzte Zinssenkung im aktuellen Lockerungszyklus gesehen haben könnten. Vor diesem Hintergrund sei RBC BlueBay Asset Management der Meinung, dass die Marktteilnehmer immer noch zu viel zusätzliche geldpolitische Lockerung erwarten würden.
RBC BlueBay Asset Management denke, dass der politische Lärm aus Washington nach ein paar turbulenten Wochen etwas nachlassen könnte. Die makro- und geopolitische Neuausrichtung könne sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen auf die Volkswirtschaften und die Preise von Vermögenswerten haben. Kurzfristig könnten für Risikoanlagen weiterhin Abwärtsrisiken bestehen, weshalb RBC BlueBay Asset Management bei einer vorsichtigen Haltung bleibe. RBC BlueBay Asset Management sei jedoch der Meinung, dass die Ängste vor einer Konjunkturabschwächung nicht überbewertet werden sollten. Eine Rezession in den USA in diesem Jahr halte RBC BlueBay Asset Management weiterhin für unwahrscheinlich. (14.03.2025/alc/a/a)


