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Zinsen gesenkt - und nun?
18.09.24 11:00
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Einige Notenbanken haben bereits den Senkungszyklus begonnen, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.
Die größte Aufmerksamkeit gelte jedoch auf der US-Notenbank. Ihre Entscheidungen hätten weltweite Auswirkungen und entsprechend groß sei das Interesse. Auch viele private Anleger interessiere, wie die Aktienmärkte auf Zinssenkungen reagieren würden.
Für Christoph Mertens, Mitglied im Managementgremium der Vermögensverwaltung der Fürst Fugger Privatbank, gebe es auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort. Vielmehr müssten die Notenbank-Entscheidungen im jeweiligen Kontext gesehen und eingeordnet werden: "Der Kampf gegen die Inflation war erfolgreich und als direkte Folge kann die FED die Zinsen senken. Dieser Zusammenhang wird positiv wahrgenommen." Anders sehe die Statistik aus, wenn ohnehin schon niedrige Zinsen aufgrund massiver Verwerfungen gesenkt werden müssten, wie etwa in der Finanzkrise. In der Regel sähen die Märkte Stützungsmaßnahmen der FED in Richtung der Wirtschaft nicht so gerne, wie Mertens erläutere: "Zinssenkungen können kurzfristig durchaus einen Anschub für die Aktienmärkte geben. Mittelfristig entscheidend ist jedoch, wie es den Unternehmen geht." Und da sei derzeit festzuhalten, dass die Vielzahl der dominierenden US-Unternehmen stark positioniert sei und ein stetiges Umsatz- und Gewinnwachstum aufzeigen würden. In der Differenz zwischen Inflation und Zinsniveau sei eine weitere Brücke in Richtung einer positiven Entwicklung zu sehen, wie Christoph Mertens meine: "Die Notenbank verfügt über weiteren deutlichen Spielraum für Zinssenkungen."
Im Vorfeld auf die anstehende Entscheidung seien die Märkte erkennbar unentschlossen gewesen. Investoren hätten sichere Häfen und defensive Titel bevorzugt, worunter der Technologie-Sektor deutlich gelitten habe, sage Mertens: "Der Markt versucht herauszufinden, wie deutlich sich die Wirtschaft verlangsamen könnte." Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und mögliche Entlassungen würden dabei ebenso aufmerksam verfolgt, wie die Inflation und ob sie unter Kontrolle sei. Dann könnte die FED die Zinsen aggressiver senken. Für Christoph Mertens werde die aktuelle Zinssenkung nicht dauerhaft den Markt bestimmen und die Richtung für die kommenden Monate vorgeben: "Entscheidend für einen positiven Impuls an den Aktienmärkten sind der wirtschaftliche Kontext, die weitere Vorgehensweise der Notenbank und die zukünftige wirtschaftliche Stabilität."
Zitate Christoph Mertens, Mitglied im Managementgremium der Vermögensverwaltung der Fürst Fugger Privatbank:
- "Der Kampf gegen die Inflation war erfolgreich und als direkte Folge kann die FED die Zinsen senken. Dieser Zusammenhang wird positiv wahrgenommen."
- "Zinssenkungen können kurzfristig durchaus einen Anschub für die Aktienmärkte geben. Mittelfristig entscheidend ist jedoch, wie es den Unternehmen geht."
- "Die Notenbank verfügt über weiteren deutlichen Spielraum für Zinssenkungen."
- "Der Markt versucht herauszufinden, wie deutlich sich die Wirtschaft verlangsamen könnte."
- "Entscheidend für einen positiven Impuls an den Aktienmärkten sind der wirtschaftliche Kontext, die weitere Vorgehensweise der Notenbank und die zukünftige wirtschaftliche Stabilität." (18.09.2024/alc/a/a)
Die größte Aufmerksamkeit gelte jedoch auf der US-Notenbank. Ihre Entscheidungen hätten weltweite Auswirkungen und entsprechend groß sei das Interesse. Auch viele private Anleger interessiere, wie die Aktienmärkte auf Zinssenkungen reagieren würden.
Für Christoph Mertens, Mitglied im Managementgremium der Vermögensverwaltung der Fürst Fugger Privatbank, gebe es auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort. Vielmehr müssten die Notenbank-Entscheidungen im jeweiligen Kontext gesehen und eingeordnet werden: "Der Kampf gegen die Inflation war erfolgreich und als direkte Folge kann die FED die Zinsen senken. Dieser Zusammenhang wird positiv wahrgenommen." Anders sehe die Statistik aus, wenn ohnehin schon niedrige Zinsen aufgrund massiver Verwerfungen gesenkt werden müssten, wie etwa in der Finanzkrise. In der Regel sähen die Märkte Stützungsmaßnahmen der FED in Richtung der Wirtschaft nicht so gerne, wie Mertens erläutere: "Zinssenkungen können kurzfristig durchaus einen Anschub für die Aktienmärkte geben. Mittelfristig entscheidend ist jedoch, wie es den Unternehmen geht." Und da sei derzeit festzuhalten, dass die Vielzahl der dominierenden US-Unternehmen stark positioniert sei und ein stetiges Umsatz- und Gewinnwachstum aufzeigen würden. In der Differenz zwischen Inflation und Zinsniveau sei eine weitere Brücke in Richtung einer positiven Entwicklung zu sehen, wie Christoph Mertens meine: "Die Notenbank verfügt über weiteren deutlichen Spielraum für Zinssenkungen."
Im Vorfeld auf die anstehende Entscheidung seien die Märkte erkennbar unentschlossen gewesen. Investoren hätten sichere Häfen und defensive Titel bevorzugt, worunter der Technologie-Sektor deutlich gelitten habe, sage Mertens: "Der Markt versucht herauszufinden, wie deutlich sich die Wirtschaft verlangsamen könnte." Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und mögliche Entlassungen würden dabei ebenso aufmerksam verfolgt, wie die Inflation und ob sie unter Kontrolle sei. Dann könnte die FED die Zinsen aggressiver senken. Für Christoph Mertens werde die aktuelle Zinssenkung nicht dauerhaft den Markt bestimmen und die Richtung für die kommenden Monate vorgeben: "Entscheidend für einen positiven Impuls an den Aktienmärkten sind der wirtschaftliche Kontext, die weitere Vorgehensweise der Notenbank und die zukünftige wirtschaftliche Stabilität."
- "Der Kampf gegen die Inflation war erfolgreich und als direkte Folge kann die FED die Zinsen senken. Dieser Zusammenhang wird positiv wahrgenommen."
- "Zinssenkungen können kurzfristig durchaus einen Anschub für die Aktienmärkte geben. Mittelfristig entscheidend ist jedoch, wie es den Unternehmen geht."
- "Die Notenbank verfügt über weiteren deutlichen Spielraum für Zinssenkungen."
- "Der Markt versucht herauszufinden, wie deutlich sich die Wirtschaft verlangsamen könnte."
- "Entscheidend für einen positiven Impuls an den Aktienmärkten sind der wirtschaftliche Kontext, die weitere Vorgehensweise der Notenbank und die zukünftige wirtschaftliche Stabilität." (18.09.2024/alc/a/a)


