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Zinsen: Allmählich aufwärts
29.12.17 09:00
Berenberg Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die Entwicklung am Anleihemarkt war 2017 von den politischen Ereignissen sowie der Inflation und den Inflationserwartungen bestimmt, so Cornelia Koller von der Privatbank Berenberg.
Auf der einen Seite hätten die von US-Präsident Trump angekündigten kreditfinanzierten Infrastrukturinvestitionen die Inflationserwartungen und die Zinsen zu Jahresanfang vor allem in den USA spürbar steigen lassen. Auch in der Eurozone hätten die Renditen wegen höherer Ölpreise und guter Konjunktur angezogen. Einen zusätzlichen Schub hätten die proeuropäisch verlaufenen Wahlen in den Niederlanden und vor allem die Wahl Macrons zum neuen Staatspräsidenten Frankreichs gebracht. Auf der anderen Seite sei der Renditeanstieg durch Zweifel an der Durchsetzbarkeit der Trump-Politik sowie durch die nur zögerlich zurückkehrende Inflation gedämpft worden.
Auch 2018 dürften sich die Zinsen im Spiegelbild der Inflationsentwicklung und des politischen Geschehens in den USA und Europa bewegen. Gute Konjunkturdaten, höhere Leitzinsen in den USA sowie das Auslaufen der Anleihekäufe der EZB würden für etwas höhere Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks sprechen. In den USA würden die Analysten auch mit Blick auf den konjunkturellen Impuls der Steuerreform per Jahresende 2018 Renditen von 3,00% für zehnjährige Staatsanleihen erwarten. Diesseits des Atlantiks würden die Zinsen im Windschatten des US-Rentenmarkts und der weiter florierenden Eurokonjunktur nach oben tendieren. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2018 könnten das Ende des Anleiheankaufprogramms der EZB und sich verfestigende Erwartungen über Leitzinsanhebungen im Jahr 2019 für höhere Renditen sorgen.
Allerdings würden geopolitische Risiken wie der Nordkorea-Konflikt oder anhaltende Spannungen im Nahen Osten Bundesanleihen weiter als sicheren Anlagehafen erscheinen lassen. Die Analysten würden erwarten, dass die Zinsen im Laufe des Jahres 2018 maßvoll steigen würden, und per Jahresende Renditen um 1,10% für zehnjährige Bundesanleihen prognostizieren. Deutlich höhere Zinsen, die die Konjunktur belasten könnten, würden sich somit bislang nicht abzeichnen. (Ausblick 2018) (29.12.2017/alc/a/a)
Auf der einen Seite hätten die von US-Präsident Trump angekündigten kreditfinanzierten Infrastrukturinvestitionen die Inflationserwartungen und die Zinsen zu Jahresanfang vor allem in den USA spürbar steigen lassen. Auch in der Eurozone hätten die Renditen wegen höherer Ölpreise und guter Konjunktur angezogen. Einen zusätzlichen Schub hätten die proeuropäisch verlaufenen Wahlen in den Niederlanden und vor allem die Wahl Macrons zum neuen Staatspräsidenten Frankreichs gebracht. Auf der anderen Seite sei der Renditeanstieg durch Zweifel an der Durchsetzbarkeit der Trump-Politik sowie durch die nur zögerlich zurückkehrende Inflation gedämpft worden.
Auch 2018 dürften sich die Zinsen im Spiegelbild der Inflationsentwicklung und des politischen Geschehens in den USA und Europa bewegen. Gute Konjunkturdaten, höhere Leitzinsen in den USA sowie das Auslaufen der Anleihekäufe der EZB würden für etwas höhere Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks sprechen. In den USA würden die Analysten auch mit Blick auf den konjunkturellen Impuls der Steuerreform per Jahresende 2018 Renditen von 3,00% für zehnjährige Staatsanleihen erwarten. Diesseits des Atlantiks würden die Zinsen im Windschatten des US-Rentenmarkts und der weiter florierenden Eurokonjunktur nach oben tendieren. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2018 könnten das Ende des Anleiheankaufprogramms der EZB und sich verfestigende Erwartungen über Leitzinsanhebungen im Jahr 2019 für höhere Renditen sorgen.
Allerdings würden geopolitische Risiken wie der Nordkorea-Konflikt oder anhaltende Spannungen im Nahen Osten Bundesanleihen weiter als sicheren Anlagehafen erscheinen lassen. Die Analysten würden erwarten, dass die Zinsen im Laufe des Jahres 2018 maßvoll steigen würden, und per Jahresende Renditen um 1,10% für zehnjährige Bundesanleihen prognostizieren. Deutlich höhere Zinsen, die die Konjunktur belasten könnten, würden sich somit bislang nicht abzeichnen. (Ausblick 2018) (29.12.2017/alc/a/a)


