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In der Zins und Schuldenfalle
09.04.18 11:15
StarCapital
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach langen Jahren exzessiver Geldpolitik der Notenbanken und der Untätigkeit der Regierungen bei der Lösung ihrer Schuldenprobleme sitzen die Zentralbanken in der Zins- und Schuldenfalle, schreiben die Investmentexperten der StarCapital in ihrer aktuellen Ausgabe der "StarInvest".
Die Schuldendynamik sei nach wie vor ungebrochen, was für sich betrachtet zunächst einmal kein Problem wäre, wenn sich die Phase rekordtiefer Zinsen nicht dem Ende zuneigen würde.
Die US-Notenbank habe bereits mehrmals die Geldmarktsätze erhöht und weitere Zinserhöhungen angekündigt. Außerdem entziehe die FED dem Markt durch das Ausbleiben von weiteren Staatsanleihekäufen Liquidität. Diese Gemengelage sei brandgefährlich. Denn das Schuldenproblem ließe sich nur über eine Finanzrepression in den Griff bekomme, wenn also die Zinsen unter der Inflationsrate blieben und dadurch der reale Wert der Schulden sinke. Ein schönes Beispiel sei Deutschland, wo die Inflationsrate im März von 1,4 auf 1,6 Prozent angestiegen sei, während die Rendite zweijähriger Bundesanleihen bei minus 0,625 Prozent verharre und dadurch die reale Schuldenlast jährlich um 2 Prozent sinke.
Die Oberurseler Investmentexperten sähen die USA, wie bereits von ihnen prognostiziert, vor einer prekären Situation. Denn erstmals seit Jahren würden derzeit T-Bonds mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren mit 2,27 Prozent rentieren und lägen damit erstmals über der Inflationsrate von 2,2 Prozent. Verschärft werde die Situation dadurch, dass die Staatsverschuldung durch neue Zwillingsdefizite (Steuersenkungen und Infrastrukturprogramme) weiter steigen werde sowie so genannte "Zombieunternehmen", Unternehmen ohne tragfähiges Modell, die sich durch niedrige Zinsen noch über Wasser halten würden, in ihrer Existenz gefährdet seien. Es bleibe also nur zu hoffen, dass die Inflationsraten steigen würden, sonst sei eine erneute Finanzkrise nicht weit entfernt.
Die restriktivere US-Notenbankpolitik, gepaart mit einem eskalierenden Handelskrieg, berge aus Sicht der StarCapital-Experten kurz- und mittelfristig durchaus die Gefahr nachlassender Konjunkturerwartungen und weiterer Börsenkorrekturen. Dies stehe jedoch in keinem Verhältnis zu dem enormen langfristigen Kurspotenzial der Aktienmärkte. Deshalb würden die Portfoliomanager von StarCapital nicht zu defensiv agieren und gemäß ihrer antizyklischen Investmentstrategie Korrekturen für Zukäufe nutzen. (09.04.2018/alc/a/a)
Die Schuldendynamik sei nach wie vor ungebrochen, was für sich betrachtet zunächst einmal kein Problem wäre, wenn sich die Phase rekordtiefer Zinsen nicht dem Ende zuneigen würde.
Die Oberurseler Investmentexperten sähen die USA, wie bereits von ihnen prognostiziert, vor einer prekären Situation. Denn erstmals seit Jahren würden derzeit T-Bonds mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren mit 2,27 Prozent rentieren und lägen damit erstmals über der Inflationsrate von 2,2 Prozent. Verschärft werde die Situation dadurch, dass die Staatsverschuldung durch neue Zwillingsdefizite (Steuersenkungen und Infrastrukturprogramme) weiter steigen werde sowie so genannte "Zombieunternehmen", Unternehmen ohne tragfähiges Modell, die sich durch niedrige Zinsen noch über Wasser halten würden, in ihrer Existenz gefährdet seien. Es bleibe also nur zu hoffen, dass die Inflationsraten steigen würden, sonst sei eine erneute Finanzkrise nicht weit entfernt.
Die restriktivere US-Notenbankpolitik, gepaart mit einem eskalierenden Handelskrieg, berge aus Sicht der StarCapital-Experten kurz- und mittelfristig durchaus die Gefahr nachlassender Konjunkturerwartungen und weiterer Börsenkorrekturen. Dies stehe jedoch in keinem Verhältnis zu dem enormen langfristigen Kurspotenzial der Aktienmärkte. Deshalb würden die Portfoliomanager von StarCapital nicht zu defensiv agieren und gemäß ihrer antizyklischen Investmentstrategie Korrekturen für Zukäufe nutzen. (09.04.2018/alc/a/a)


