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Wohlfühlportfolios für entspannte Anleger
22.02.16 10:37
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - 6 Prozent Ertrag mit einem diversifizierten, aktiv gemanagten Anleihefonds sind in diesem Jahr im Bereich des Möglichen, so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
"Es ist Zeit damit aufzuhören, sich um Dinge zu sorgen, die Sie nicht ändern können." Iggo sei der Meinung, dass Investoren sich ein Portfolio zusammenstellen sollten, mit dem sie sich wohl fühlen würden und dessen Risiken sie einschätzen könnten.
"Als Anleger werden Sie dafür entweder durch Performance belohnt - oder eben nicht", so Iggo. Der Anleihemarkt biete derzeit wieder attraktive Renditen, die Investoren nutzen sollten. "Was heute noch Rendite ist, kann morgen schon Erträge bedeuten, solange das Portfolio gut diversifiziert ist und die Investoren die Bewertung relativ zum Ausfall- und Marktrisiko im Auge behalten", erkläre Iggo. "Die Zinsen werden noch länger niedrig bleiben, Anleihen mit Kreditrisiko sind inzwischen oftmals überverkauft, und die Inflation ist nicht hinreichend bepreist. 6 Prozent Ertrag mit einem diversifizierten, aktiv gemanagten Anleihefonds sind in diesem Jahr im Bereich des Möglichen."
Doch welche Portfoliobausteine kämen dafür infrage? Chris Iggo habe sechs Ideen für Investoren ausgewählt.
1. Staatsanleihen mit langer Laufzeit: "Die Zinsen könnten noch länger niedrig bleiben - warum dann nicht einfach am langen Ende der Zinskurve mit Staatsanleihen Rendite aufsammeln?", frage Iggo. Die Rendite der US-Staatsanleihen mit 30 Jahren Restlaufzeit liege derzeit bei 2,6 Prozent. "Im historischen Vergleich scheint das wenig, aber sofern die Federal Reserve sich mit der Straffung der Geldpolitik Zeit lässt, gibt es keinen Grund dafür, dass die Kurve wesentlich steiler werden sollte."
2. Inflationsindexierte Anleihen mit kurzer Laufzeit: Eigentümer von inflationsindexierten Anleihen bekämen dieselbe Inflationsrate ausbezahlt, unabhängig davon, welche Laufzeit sie halten würden. "Angesichts dieser Tatsache scheint es attraktiv, Inflationsanleihen mit kurzer Laufzeit und weniger Zinsrisiko aber der gleichen Sensibilität für die Inflationsentwicklung zu kaufen", erläutere Iggo. Die Break-Even-Inflationsraten von Kurzläufern hätten zudem sensibler auf die Entwicklung des Ölpreises reagiert, sodass sie von einer möglichen Erholung besonders stark profitieren könnten.
3. Titel von Rohstoffkonzernen: Ein weiterer Weg für Investoren, auf eine Verbesserung der Lage an den Rohstoffmärkten zu setzen, sei der Kauf von Unternehmensanleihen aus dem Öl- oder Minensektor. Beide Branchen hätten zuletzt üble Prügel einstecken müssen, so Iggo. Andererseits befänden sich die Kurse inzwischen auf einem Niveau, das bereits eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit im großen Maßstab vorwegnehme, erkläre der Experte. "Zugleich bauen die Unternehmen aber Schulden ab und unternehmen weitere aggressive Schritte, um ihre Bilanzen aufzupolieren." Für den Fall, dass sich die Lage an den Rohstoffmärkten und in China nicht weiter verschlechtere, böten sich in diesem Sektor daher Chancen.
4. Hochzinsanleihen aus den USA: Ähnlich funktioniere Iggos Argumentation für den Kauf von Hochzinsanleihen aus den USA. "Der High-Yield-Markt preist Ausfallraten ein wie zuletzt in den Jahren 1997 und 2008", erkläre er. "Abseits des Öl- und Gassektors sollten die Stabilität der US-amerikanischen Inlandsnachfrage, steigende Einkommen und günstigere Refinanzierungsbedingungen den Markt allerdings stützen."
5. Nachrangige Anleihen von Banken: Iggo zufolge stünden Banken heute deutlich besser da als in der Vergangenheit. Dennoch seien nachrangige Anleihen der Branche zum Jahresbeginn teils deutlich im Kurs gefallen. Zwar hätten sich die Kurse inzwischen erholt, doch die Titel seien nach wie vor attraktiv: "Europäische Anleihen bieten immer noch Renditen, die doppelt so hoch sind wie der Marktdurchschnitt. Taktisch sollte es daher weiteren Raum für eine kurzfristige Outperformance geben." Als herausfordernd könnten sich jedoch Negativzinsen und faule Kredite in den Bilanzen erweisen.
6. Schwellenländeranleihen: Schließlich empfehle Iggo die Aufnahme von Anleihen aus den Schwellenländern ins Portfolio. Die drei großen Risiken - steigende Zinsen in den USA, fallende Rohstoffpreise und die schwache Konjunktur in China - seien inzwischen so weit eingepreist, dass viele Anleihen hohe Renditen böten. "Wie auf den meisten Kreditmärkten macht der Credit Spread auch bei Schwellenländeranleihen den Großteil der Rendite aus. Und eine Gesamtrendite zwischen 5,5 und 6 Prozent ist attraktiv", erkläre Iggo. (22.02.2016/alc/a/a)
"Es ist Zeit damit aufzuhören, sich um Dinge zu sorgen, die Sie nicht ändern können." Iggo sei der Meinung, dass Investoren sich ein Portfolio zusammenstellen sollten, mit dem sie sich wohl fühlen würden und dessen Risiken sie einschätzen könnten.
"Als Anleger werden Sie dafür entweder durch Performance belohnt - oder eben nicht", so Iggo. Der Anleihemarkt biete derzeit wieder attraktive Renditen, die Investoren nutzen sollten. "Was heute noch Rendite ist, kann morgen schon Erträge bedeuten, solange das Portfolio gut diversifiziert ist und die Investoren die Bewertung relativ zum Ausfall- und Marktrisiko im Auge behalten", erkläre Iggo. "Die Zinsen werden noch länger niedrig bleiben, Anleihen mit Kreditrisiko sind inzwischen oftmals überverkauft, und die Inflation ist nicht hinreichend bepreist. 6 Prozent Ertrag mit einem diversifizierten, aktiv gemanagten Anleihefonds sind in diesem Jahr im Bereich des Möglichen."
Doch welche Portfoliobausteine kämen dafür infrage? Chris Iggo habe sechs Ideen für Investoren ausgewählt.
2. Inflationsindexierte Anleihen mit kurzer Laufzeit: Eigentümer von inflationsindexierten Anleihen bekämen dieselbe Inflationsrate ausbezahlt, unabhängig davon, welche Laufzeit sie halten würden. "Angesichts dieser Tatsache scheint es attraktiv, Inflationsanleihen mit kurzer Laufzeit und weniger Zinsrisiko aber der gleichen Sensibilität für die Inflationsentwicklung zu kaufen", erläutere Iggo. Die Break-Even-Inflationsraten von Kurzläufern hätten zudem sensibler auf die Entwicklung des Ölpreises reagiert, sodass sie von einer möglichen Erholung besonders stark profitieren könnten.
3. Titel von Rohstoffkonzernen: Ein weiterer Weg für Investoren, auf eine Verbesserung der Lage an den Rohstoffmärkten zu setzen, sei der Kauf von Unternehmensanleihen aus dem Öl- oder Minensektor. Beide Branchen hätten zuletzt üble Prügel einstecken müssen, so Iggo. Andererseits befänden sich die Kurse inzwischen auf einem Niveau, das bereits eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit im großen Maßstab vorwegnehme, erkläre der Experte. "Zugleich bauen die Unternehmen aber Schulden ab und unternehmen weitere aggressive Schritte, um ihre Bilanzen aufzupolieren." Für den Fall, dass sich die Lage an den Rohstoffmärkten und in China nicht weiter verschlechtere, böten sich in diesem Sektor daher Chancen.
4. Hochzinsanleihen aus den USA: Ähnlich funktioniere Iggos Argumentation für den Kauf von Hochzinsanleihen aus den USA. "Der High-Yield-Markt preist Ausfallraten ein wie zuletzt in den Jahren 1997 und 2008", erkläre er. "Abseits des Öl- und Gassektors sollten die Stabilität der US-amerikanischen Inlandsnachfrage, steigende Einkommen und günstigere Refinanzierungsbedingungen den Markt allerdings stützen."
5. Nachrangige Anleihen von Banken: Iggo zufolge stünden Banken heute deutlich besser da als in der Vergangenheit. Dennoch seien nachrangige Anleihen der Branche zum Jahresbeginn teils deutlich im Kurs gefallen. Zwar hätten sich die Kurse inzwischen erholt, doch die Titel seien nach wie vor attraktiv: "Europäische Anleihen bieten immer noch Renditen, die doppelt so hoch sind wie der Marktdurchschnitt. Taktisch sollte es daher weiteren Raum für eine kurzfristige Outperformance geben." Als herausfordernd könnten sich jedoch Negativzinsen und faule Kredite in den Bilanzen erweisen.
6. Schwellenländeranleihen: Schließlich empfehle Iggo die Aufnahme von Anleihen aus den Schwellenländern ins Portfolio. Die drei großen Risiken - steigende Zinsen in den USA, fallende Rohstoffpreise und die schwache Konjunktur in China - seien inzwischen so weit eingepreist, dass viele Anleihen hohe Renditen böten. "Wie auf den meisten Kreditmärkten macht der Credit Spread auch bei Schwellenländeranleihen den Großteil der Rendite aus. Und eine Gesamtrendite zwischen 5,5 und 6 Prozent ist attraktiv", erkläre Iggo. (22.02.2016/alc/a/a)


