Erweiterte Funktionen
Wird EZB-Chef heute neue Botschaften verkünden?
27.04.17 09:54
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die gestern verkündeten Steuerpläne der US-Administration hatten vor allem die Inhalte des Wahlprogramms von Donald Trump zum Inhalt, berichten die Analysten der National-Bank AG.
Der Unternehmenssteuersatz solle auf 15% gesenkt werden. Die Einkommensteuersätze sollten 10%, 25% und 35% betragen. Die Erbschaftsteuer solle abgeschafft, das Steuersystem vereinfacht und Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Zu einem Steuersatz für repatriierte Gewinne habe es keine Aussagen gegeben. Abgesehen von dem Schließen von Steuerschlupflöchern und der Wiederholung der Einschätzung, die Steuerreform würde sich auch über höheres Wirtschaftswachstum refinanzieren, seien keine konkreteren Aussagen zur Gegenfinanzierung gemacht worden.
Die Kapitalmärkte hätten sich von diesen Aussagen nicht beindrucken lassen. Dass sich diese Pläne nämlich mit dem Kongress umsetzen lassen würden, sei nahezu ausgeschlossen. Immerhin scheine es innerhalb der republikanischen Partei Fortschritte zum Thema Ablösung von Obamacare zu geben. Allerdings sei eine Abstimmung darüber im Repräsentantenhaus zurzeit noch unwahrscheinlich, da unklar bleibe, ob die Republikaner die für eine Verabschiedung notwendige Zahl an Stimmen zusammenbekommen würden. Fortschritte scheine es in der Haushaltsfrage mit der Erhöhung der Schuldenobergrenze zu geben. Demokraten und Republikaner seien an zahlreichen Stellen zu einer Übereinkunft gekommen. Es seien jedoch noch weitere Gesprächsrunden notwendig, sodass es darauf hinauslaufen könnte, dass man so viele finanzielle Mittel genehmige, die den Betrieb der öffentlichen Verwaltung für eine weitere Woche ermöglichen würden, sodass der shut down Freitagnacht vermieden werde.
Die endgültigen Stimmungsindikatoren der Europäischen Kommission dürften die positiven wirtschaftlichen Perspektiven des Euroraums bestätigen. Von den übrigen Konjunkturdaten, die heute veröffentlicht würden, seien besonders die deutschen Preisdaten von Interesse. Im Monatsvergleich sollten die Verbraucherpreise zwar gesunken sein, sich im Jahresvergleich jedoch wieder der 2% deutlich angenähert haben. Sollte das tatsächlich so kommen, wären Mario Draghi einige Fragen sicher. Grundsätzlich werde er allerdings nichts Neues zu berichten haben, obwohl zahllose Fragen zum Thema Rückführung des QE-Programms gestellt würden. Selbst mit einem optimistischeren Grundton werde er nach den Erfahrungen von der vergangenen Pressekonferenz vorsichtig sein. Schließlich möchte die EZB nicht, dass die Aussagen falsch interpretiert würden. Es sei also wahrscheinlich, dass die EZB-Pressekonferenz zu einem non-event werde.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte behauptet in den Tag starten. Die Investoren würden sich jedoch erst einmal in Zurückhaltung üben und die Pressekonferenz der EZB abwarten. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 160,60 und 162,00 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,26% und 2,41% schwanken. (27.04.2017/alc/a/a)
Der Unternehmenssteuersatz solle auf 15% gesenkt werden. Die Einkommensteuersätze sollten 10%, 25% und 35% betragen. Die Erbschaftsteuer solle abgeschafft, das Steuersystem vereinfacht und Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Zu einem Steuersatz für repatriierte Gewinne habe es keine Aussagen gegeben. Abgesehen von dem Schließen von Steuerschlupflöchern und der Wiederholung der Einschätzung, die Steuerreform würde sich auch über höheres Wirtschaftswachstum refinanzieren, seien keine konkreteren Aussagen zur Gegenfinanzierung gemacht worden.
Die endgültigen Stimmungsindikatoren der Europäischen Kommission dürften die positiven wirtschaftlichen Perspektiven des Euroraums bestätigen. Von den übrigen Konjunkturdaten, die heute veröffentlicht würden, seien besonders die deutschen Preisdaten von Interesse. Im Monatsvergleich sollten die Verbraucherpreise zwar gesunken sein, sich im Jahresvergleich jedoch wieder der 2% deutlich angenähert haben. Sollte das tatsächlich so kommen, wären Mario Draghi einige Fragen sicher. Grundsätzlich werde er allerdings nichts Neues zu berichten haben, obwohl zahllose Fragen zum Thema Rückführung des QE-Programms gestellt würden. Selbst mit einem optimistischeren Grundton werde er nach den Erfahrungen von der vergangenen Pressekonferenz vorsichtig sein. Schließlich möchte die EZB nicht, dass die Aussagen falsch interpretiert würden. Es sei also wahrscheinlich, dass die EZB-Pressekonferenz zu einem non-event werde.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte behauptet in den Tag starten. Die Investoren würden sich jedoch erst einmal in Zurückhaltung üben und die Pressekonferenz der EZB abwarten. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 160,60 und 162,00 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,26% und 2,41% schwanken. (27.04.2017/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,2182 € | 125,3206 € | -0,1024 € | -0,08% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


