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Wie wird der Abbau der Bilanz der FED konkret aussehen?
20.09.17 08:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Tagung des FOMC mit anschließender Pressekonferenz wird das wichtigste Ereignis des Tages werden, so die Analysten der National-Bank AG.
Schließlich werde heute nicht nur über die FED Funds Zielzone entschieden sondern auch über den Abbau der Bilanzsumme der Notenbanken. Zugleich würden turnusgemäß die aktualisierten Prognosen für Wachstum, Preis- und Arbeitsmarktentwicklung veröffentlich. Diese würden auch das Jahr 2020 umfassen. Größere Überraschungen würden nicht zu erwarten sein. Die US-Notenbanker würden über den gesamten Zeitraum Vollbeschäftigung prognostizieren. Die Preise dürften sich ebenso wie das Wirtschaftswachstum in Richtung 2% bewegen. Interessanter sei, wie der Dot Plot, also die Leitzinserwartungen der einzelnen Notenbanker, sich entwickelt habe. Ein weiterer Zinsschritt im laufenden Jahr dürfte immer noch wahrscheinlich bleiben. Die Preisentwicklung dürfte jedoch dazu beitragen, dass die Erwartungen etwas flacher verlaufen würden, der Dot Plot sich also leicht nach unten schieben könnte.
Man dürfe bei dieser Betrachtung jedoch zweierlei nicht aus den Augen verlieren. Die Notenbanker würden erstens keine fiskalischen Maßnahmen durch die US-Regierung in ihrer Betrachtung berücksichtigen. Sollte es doch dazu kommen, dass es der US-Administration gelinge, etwas von der Agenda in signifikantem Umfang umzusetzen, dürften sich die Dot Plots ändern. Und zweitens könnten viele Überlegungen und Einschätzungen der FED im kommenden Jahr Makulatur sein, weil sich das geldpolitische Gremium und insbesondere das im FOMC immer stimmberechtigte Board of Governors völlig anders zusammensetzen könne. Schließlich seien derzeit drei Positionen unbesetzt, Mitte Oktober komme eine vierte hinzu, und an der FED-Spitze könne sich ebenfalls noch etwas tun, sodass es durchaus fünf neue Mitglieder ab März 2018 geben könnte. Dazu müsse es jedoch der US-Administration gelingen, geeignete Kandidaten zu finden, die dann auch durch den Kongress bestätigt würden.
Ansonsten dürften heute Morgen die Erzeugerpreisdaten aus Deutschland etwas Beachtung finden. Sie sollten sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation als robust erweisen. Auch die Aussagen des US-Präsidenten vor der UN-Vollversammlung könnten noch Nachwirkungen haben. Schließlich habe er die Tonlage in Richtung Pjöngjangs noch einmal verschärft. Dass diese Aussagen ohne Reaktion der nordkoreanischen Führung bleiben würden, sei unwahrscheinlich. Man dürfe sich an den Kapitalmärkten auf die nächste Provokation einstellen, wobei das vermutlich aufgrund des Gewöhnungseffekts und der Einstellung, es werde schon nichts passieren, keine Reaktionen nach sich ziehen werde.
Die Anleger würden sich in Zurückhaltung üben. Es habe allerdings schon deutlich bessere Zeitpunkte gegeben, um eine neue 30-jährige Bundesanleihe zu platzieren. Es sei davon auszugehen, dass ein Kupon von 1,25% heute kaum auf großes Interesse stoßen werde. Das dürfte bereits heute Morgen auf den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) drücken, sodass er mit leichten Kursverlusten in den Tags starten werde. Die Aktivität werde vor der FOMC-Tagung und der Pressekonferenz sowieso unterdurchschnittlich ausfallen. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 160,40 und 161,80 bewegen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,15 und 2,31% schwanken. (20.09.2017/alc/a/a)
Schließlich werde heute nicht nur über die FED Funds Zielzone entschieden sondern auch über den Abbau der Bilanzsumme der Notenbanken. Zugleich würden turnusgemäß die aktualisierten Prognosen für Wachstum, Preis- und Arbeitsmarktentwicklung veröffentlich. Diese würden auch das Jahr 2020 umfassen. Größere Überraschungen würden nicht zu erwarten sein. Die US-Notenbanker würden über den gesamten Zeitraum Vollbeschäftigung prognostizieren. Die Preise dürften sich ebenso wie das Wirtschaftswachstum in Richtung 2% bewegen. Interessanter sei, wie der Dot Plot, also die Leitzinserwartungen der einzelnen Notenbanker, sich entwickelt habe. Ein weiterer Zinsschritt im laufenden Jahr dürfte immer noch wahrscheinlich bleiben. Die Preisentwicklung dürfte jedoch dazu beitragen, dass die Erwartungen etwas flacher verlaufen würden, der Dot Plot sich also leicht nach unten schieben könnte.
Ansonsten dürften heute Morgen die Erzeugerpreisdaten aus Deutschland etwas Beachtung finden. Sie sollten sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation als robust erweisen. Auch die Aussagen des US-Präsidenten vor der UN-Vollversammlung könnten noch Nachwirkungen haben. Schließlich habe er die Tonlage in Richtung Pjöngjangs noch einmal verschärft. Dass diese Aussagen ohne Reaktion der nordkoreanischen Führung bleiben würden, sei unwahrscheinlich. Man dürfe sich an den Kapitalmärkten auf die nächste Provokation einstellen, wobei das vermutlich aufgrund des Gewöhnungseffekts und der Einstellung, es werde schon nichts passieren, keine Reaktionen nach sich ziehen werde.
Die Anleger würden sich in Zurückhaltung üben. Es habe allerdings schon deutlich bessere Zeitpunkte gegeben, um eine neue 30-jährige Bundesanleihe zu platzieren. Es sei davon auszugehen, dass ein Kupon von 1,25% heute kaum auf großes Interesse stoßen werde. Das dürfte bereits heute Morgen auf den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) drücken, sodass er mit leichten Kursverlusten in den Tags starten werde. Die Aktivität werde vor der FOMC-Tagung und der Pressekonferenz sowieso unterdurchschnittlich ausfallen. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 160,40 und 161,80 bewegen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,15 und 2,31% schwanken. (20.09.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,7118 € | 125,3577 € | 0,3541 € | +0,28% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


