Erweiterte Funktionen
Wer kauft eigentlich noch italienische Staatsanleihen?
27.08.19 11:00
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Regierungskrisen sind in Italien nichts Ungewöhnliches - 65 Regierungen hat das Land seit 1946 gesehen, so die Experten von "FONDS professionell".
In der Regel würden die Turbulenzen in der Politik jedoch ihre Spuren im Finanzsystem hinterlassen. Diesmal sei das anders: Obwohl die populistische Regierung seit August zerbreche, würden sich die italienischen Anleihemärkte erstaunlich ruhig präsentieren: "Nach einem kurzen Ausreißer handeln die Zehnjährigen wieder mit 200 Basispunkten Renditeaufschlag gegenüber deutschen Bundesanleihen, dem gleichen Stand wie zu Monatsbeginn", sage DWS-Chefanlagestratege, Stefan Kreuzkamp.
Diese Stabilität hätten Bond-Investoren vor allem den erneuten Anleihekäufen der Zentralbanken zu verdanken. Seit Juni würden sich die Hinweise mehren, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Kaufprogramm wieder aufnehmen könnte. "Damit sollte sich der Anteil der Staatsanleihebestände, die von der italienischen Zentralbank gehalten werden, weiter erhöhen", prognostiziere Kreuzkamp.
Wenig gefragt seien die italienischen Staatspapiere bei ausländischen Investoren. Hätten sie Ende 2009 noch knapp 50 Prozent der Bonds gehalten, seien es heute nur noch knapp über 30 Prozent. Auch der von italienischen Privatanlegern direkt gehaltene Anteil sei von knapp 20 Prozent auf aktuell nur noch fünf Prozent zurückgegangen. Aufgestockt hätten die heimischen Banken und besonders die Zentralbank: Deren Anteil sei von 4 Prozent auf aktuell fast 20 Prozent gestiegen. (27.08.2019/alc/a/a)
In der Regel würden die Turbulenzen in der Politik jedoch ihre Spuren im Finanzsystem hinterlassen. Diesmal sei das anders: Obwohl die populistische Regierung seit August zerbreche, würden sich die italienischen Anleihemärkte erstaunlich ruhig präsentieren: "Nach einem kurzen Ausreißer handeln die Zehnjährigen wieder mit 200 Basispunkten Renditeaufschlag gegenüber deutschen Bundesanleihen, dem gleichen Stand wie zu Monatsbeginn", sage DWS-Chefanlagestratege, Stefan Kreuzkamp.
Diese Stabilität hätten Bond-Investoren vor allem den erneuten Anleihekäufen der Zentralbanken zu verdanken. Seit Juni würden sich die Hinweise mehren, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Kaufprogramm wieder aufnehmen könnte. "Damit sollte sich der Anteil der Staatsanleihebestände, die von der italienischen Zentralbank gehalten werden, weiter erhöhen", prognostiziere Kreuzkamp.
Wenig gefragt seien die italienischen Staatspapiere bei ausländischen Investoren. Hätten sie Ende 2009 noch knapp 50 Prozent der Bonds gehalten, seien es heute nur noch knapp über 30 Prozent. Auch der von italienischen Privatanlegern direkt gehaltene Anteil sei von knapp 20 Prozent auf aktuell nur noch fünf Prozent zurückgegangen. Aufgestockt hätten die heimischen Banken und besonders die Zentralbank: Deren Anteil sei von 4 Prozent auf aktuell fast 20 Prozent gestiegen. (27.08.2019/alc/a/a)


