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Wer hat Recht? Mister US-Arbeitsmarkt oder Mister US-Konsum?
01.10.25 11:00
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Schwächerer Arbeitsmarkt vs. ermutigender Konsum: Wer für das Wachstum in den USA wichtiger ist, erläutert Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management.
Eine der rätselhaftesten Fragen, mit denen man derzeit auf Makroebene konfrontiert sei, sei, wie man die Signale vom Arbeitsmarkt mit denen aus den Konsumausgaben in Einklang bringen könne. Denn sie würden ein unterschiedliches Bild zeichnen.
Es gebe Anzeichen dafür, dass sich der US-Arbeitsmarkt abschwäche. Nicht nur die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft, sondern auch der 4-Wochen-Durchschnitt der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung würden einen negativen Trend zeigen. Normalerweise sollte sich ein schwächeres Beschäftigungsumfeld in den Konsumausgaben widerspiegeln. Das sei aber aktuell nicht der Fall. Die Verbraucher würden sich weiterhin sehr widerstandsfähig zeigen, was letztendlich für das Wachstum entscheidend sei. In der Debatte darüber, wer Recht habe - Mister Arbeitsmarkt oder Mister Konsum - sollte man sich uns darüber im Klaren sein, dass die Arbeitslosendaten tendenziell hinterherhinken würden.
Die jüngsten Daten zu den Konsumausgaben seien recht ermutigend. Zwar bestehe nach wie vor die Befürchtung, dass die Auswirkungen der Zölle spürbar würden, aber bisher sehe es gut aus. In der jüngsten Revision des BIP für das zweite Quartal seien die Daten zum privaten Konsum nach oben korrigiert worden. Vor kurzem sei bestätigt worden, dass diese Widerstandsfähigkeit der Verbraucher auch in den Sommermonaten angehalten habe, da die neu veröffentlichten Daten zum privaten Konsum für Juli und August im Durchschnitt eine annualisierte Rate von über 3% aufweisen würden.
Mit Blick auf die Zukunft gehe Benoit Anne davon aus, dass die Aussichten für die US-Wirtschaft robust bleiben würden, was zum großen Teil auf die Stärke der US-Verbraucher zurückzuführen sei. Aus Sicht der makroökonomischen Fundamentaldaten sei dies eine gute Nachricht, die sich positiv auf risikoreiche Anlagen auswirke. Gleichzeitig spreche diese Widerstandsfähigkeit des Wachstums nicht unbedingt für eine aggressive Lockerung der Geldpolitik durch die Fed. Tatsächlich seien die Erwartungen hinsichtlich künftiger Zinssenkungen in der vergangenen Woche nach unten korrigiert worden. All dies bedeute, dass Argumente für eine lange Duration in der kommenden Zeit eher schwierig sein dürften. (01.10.2025/alc/a/a)
Eine der rätselhaftesten Fragen, mit denen man derzeit auf Makroebene konfrontiert sei, sei, wie man die Signale vom Arbeitsmarkt mit denen aus den Konsumausgaben in Einklang bringen könne. Denn sie würden ein unterschiedliches Bild zeichnen.
Die jüngsten Daten zu den Konsumausgaben seien recht ermutigend. Zwar bestehe nach wie vor die Befürchtung, dass die Auswirkungen der Zölle spürbar würden, aber bisher sehe es gut aus. In der jüngsten Revision des BIP für das zweite Quartal seien die Daten zum privaten Konsum nach oben korrigiert worden. Vor kurzem sei bestätigt worden, dass diese Widerstandsfähigkeit der Verbraucher auch in den Sommermonaten angehalten habe, da die neu veröffentlichten Daten zum privaten Konsum für Juli und August im Durchschnitt eine annualisierte Rate von über 3% aufweisen würden.
Mit Blick auf die Zukunft gehe Benoit Anne davon aus, dass die Aussichten für die US-Wirtschaft robust bleiben würden, was zum großen Teil auf die Stärke der US-Verbraucher zurückzuführen sei. Aus Sicht der makroökonomischen Fundamentaldaten sei dies eine gute Nachricht, die sich positiv auf risikoreiche Anlagen auswirke. Gleichzeitig spreche diese Widerstandsfähigkeit des Wachstums nicht unbedingt für eine aggressive Lockerung der Geldpolitik durch die Fed. Tatsächlich seien die Erwartungen hinsichtlich künftiger Zinssenkungen in der vergangenen Woche nach unten korrigiert worden. All dies bedeute, dass Argumente für eine lange Duration in der kommenden Zeit eher schwierig sein dürften. (01.10.2025/alc/a/a)


