Erweiterte Funktionen
Weltwirtschaft: Wachstum verlangsamt sich, Inflation rückläufig, Geldpolitik im "Higher for Longer"-Modus
28.09.23 08:30
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr nur mit einer Rate von 2,9% expandieren und im nächsten Jahr dürfte sich das Expansionstempo weiter auf 2,6% abschwächen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Letzteres habe vor allem damit zu tun, dass sowohl China als auch die Vereinigten Staaten gemäß der Analysten-Prognose deutlich langsamer wachsen würden als in diesem Jahr. Die von ihnen erwartete Erholung der Eurozone 2024, dessen BIP im zweiten Halbjahr 2023 schrumpfen dürfte, reiche nicht aus, um die Schwäche Chinas und der USA zu kompensieren.
Die Inflation gehe weltweit zurück, bewege sich aber insbesondere in der Eurozone relativ langsam nach unten und sei somit auch noch entfernt davon, das Inflationsziel von 2% zu erreichen. Möglicherweise werde dieses in den nächsten Jahren gar nicht erreicht. Den Grund dafür würden die Analysten vor allem in einer global zu beobachtenden Knappheit an Arbeitskräften sehen. Dadurch würden die Arbeitnehmer mehr Verhandlungsmacht erhalten und könnten historisch gesehen überdurchschnittliche Lohnzuwächse durchsetzen. Die Konjunkturabschwächung dürfte nicht stark genug ausfallen, um die Arbeitskräfteknappheit zu beseitigen.
Die FED und die EZB würden beide davon ausgehen, dass das Inflationsziel auch 2024 nicht erreicht werde. Sie hätten daher in ihren jüngsten Stellungnahmen signalisiert, dass sie die Zinsen in den nächsten Quartalen auf dem erhöhten Niveau lassen würden. In Kurzform könne man die Strategie "higher for longer" nennen. In der Eurozone werde der Einlagezinssatz gemäß der Analysten-Prognose daher bei 4,0% verharren (Hauptrefinanzierungssatz bei 4,5%), in den USA in der Bandbreite 5,25 bis 5,5%.
Die Wachstumsschwäche sei besonders stark im Verarbeitenden Gewerbe festzustellen. Entsprechend habe auch das Handelsvolumen in den vergangenen Monaten deutlich nachgegeben und dürfte im Gesamtjahr im Vergleich zu 2022 stagnieren. Im Juli sei der Containerumschlag 3,4% niedriger als im Vorjahr gewesen. Der gesamte internationale Handel (zu Wasser, Luft und Land) sei im selben Monat um 2,5% geschrumpft. Lasse man das Coronajahr 2020 außen vor, sei dies der stärkste Rückgang seit 2009.
Die Analysten würden von einer Erholung des Verarbeitenden Gewerbes im kommenden Jahr ausgehen, gestützt durch den Wiederaufbau der in den vergangenen Monaten reduzierten Lagerbestände. Einen Boom würden sie allerdings nicht erwarten, auch weil Chinas Wachstum wohl erneut enttäuschen dürfte. Entsprechend dürfte auch der Welthandel nur moderat wachsen. (Finanzmarkttrends September 2023) (28.09.2023/alc/a/a)
Letzteres habe vor allem damit zu tun, dass sowohl China als auch die Vereinigten Staaten gemäß der Analysten-Prognose deutlich langsamer wachsen würden als in diesem Jahr. Die von ihnen erwartete Erholung der Eurozone 2024, dessen BIP im zweiten Halbjahr 2023 schrumpfen dürfte, reiche nicht aus, um die Schwäche Chinas und der USA zu kompensieren.
Die FED und die EZB würden beide davon ausgehen, dass das Inflationsziel auch 2024 nicht erreicht werde. Sie hätten daher in ihren jüngsten Stellungnahmen signalisiert, dass sie die Zinsen in den nächsten Quartalen auf dem erhöhten Niveau lassen würden. In Kurzform könne man die Strategie "higher for longer" nennen. In der Eurozone werde der Einlagezinssatz gemäß der Analysten-Prognose daher bei 4,0% verharren (Hauptrefinanzierungssatz bei 4,5%), in den USA in der Bandbreite 5,25 bis 5,5%.
Die Wachstumsschwäche sei besonders stark im Verarbeitenden Gewerbe festzustellen. Entsprechend habe auch das Handelsvolumen in den vergangenen Monaten deutlich nachgegeben und dürfte im Gesamtjahr im Vergleich zu 2022 stagnieren. Im Juli sei der Containerumschlag 3,4% niedriger als im Vorjahr gewesen. Der gesamte internationale Handel (zu Wasser, Luft und Land) sei im selben Monat um 2,5% geschrumpft. Lasse man das Coronajahr 2020 außen vor, sei dies der stärkste Rückgang seit 2009.
Die Analysten würden von einer Erholung des Verarbeitenden Gewerbes im kommenden Jahr ausgehen, gestützt durch den Wiederaufbau der in den vergangenen Monaten reduzierten Lagerbestände. Einen Boom würden sie allerdings nicht erwarten, auch weil Chinas Wachstum wohl erneut enttäuschen dürfte. Entsprechend dürfte auch der Welthandel nur moderat wachsen. (Finanzmarkttrends September 2023) (28.09.2023/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


