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Welche Staatsanleihen zählen zu den renditestärksten?
26.09.19 10:30
WisdomTree Europe
London (www.anleihencheck.de) - Die Markterholung am US-Treasury-Markt hat einen recht interessanten Anlagehintergrund geschaffen, so Kevin Flanagan, Head of Fixed Income Strategy von WisdomTree.
Mit den fallenden Renditen über das gesamte Laufzeitspektrum seien die Kurven entweder abgeflacht oder hätten sich invertiert, sodass die Anleger vor wichtigen Entscheidungen hinsichtlich ihrer festverzinslichen Anlageportfolios stünden. Vor der Beschäftigung mit dem Investment-Aspekt des Prozesses gelte der Blick zunächst der aktuellen Fälligkeiten von Staatsanleihen.
Zweifellos seien die Renditen der zwei- bis zehnjährigen Laufzeiten sehr breit gestreut. Die FRN-Rendite liege ungefähr 40 bis 50 Basispunkte über dem für diesen Sektor geltenden Niveau. Der Spread gegenüber der 3-Monats-Rechnung liege über 20 Basispunkte und selbst im Vergleich zur 30-jährigen Anleihe würden die FRN-Renditen nur 6 Basispunkte weniger zählen als diese länger datierte Laufzeit.
Der bemerkenswerteste Unterschied bestehe zu Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS). Hier sei der Spread sowohl für die fünf- als auch für die zehnjährige Laufzeit der TIPS um 200 Basispunkte angestiegen. Tatsächlich hätten diese TIPS-Renditen etwas oberhalb von null gelegen.
Vor dem Hintergrund des Investitionsumfelds zurück zur Form der Renditenstrukturkurve für Staatsanleihen und dazu, wofür Anleger entschädigt würden: Angesichts der flachen/invertierten Kurve würden Anleger nicht für das Eingehen eines zu hohen Durationrisikos belohnt. Dies gelte insbesondere im Bereichen der TIPs. Obwohl es ziemlich weit hergeholt erscheine, zu diesem Zeitpunkt zu glauben, dass die Zinsen wieder steigen würden, sollten Anleger dennoch das Rendite/Risiko festverzinslicher Wertpapiere in Betracht ziehen. Treasury-Renditen würden wenig Raum für Überraschungen lassen. Mit Ausnahme der langfristigen Anleihe würden variabel verzinste US-Staatsanleihen (FRN) mit einer Laufzeit von einer Woche derzeit die renditestärksten Wertpapiere im Bereich der Staatsanleihen darstellen. Sie würden Anlegern in einem historisch niedrigen Zinsumfeld sowohl ein Ertragspotenzial als auch eine Absicherung gegen festverzinsliche Wertpapiere bieten, insbesondere wenn die Federal Reserve nicht derart aggressive Zinssenkungen durchführe, wie es der Markt derzeit erwarte. (Ausgabe vom 25.09.2019) (26.09.2019/alc/a/a)
Mit den fallenden Renditen über das gesamte Laufzeitspektrum seien die Kurven entweder abgeflacht oder hätten sich invertiert, sodass die Anleger vor wichtigen Entscheidungen hinsichtlich ihrer festverzinslichen Anlageportfolios stünden. Vor der Beschäftigung mit dem Investment-Aspekt des Prozesses gelte der Blick zunächst der aktuellen Fälligkeiten von Staatsanleihen.
Der bemerkenswerteste Unterschied bestehe zu Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS). Hier sei der Spread sowohl für die fünf- als auch für die zehnjährige Laufzeit der TIPS um 200 Basispunkte angestiegen. Tatsächlich hätten diese TIPS-Renditen etwas oberhalb von null gelegen.
Vor dem Hintergrund des Investitionsumfelds zurück zur Form der Renditenstrukturkurve für Staatsanleihen und dazu, wofür Anleger entschädigt würden: Angesichts der flachen/invertierten Kurve würden Anleger nicht für das Eingehen eines zu hohen Durationrisikos belohnt. Dies gelte insbesondere im Bereichen der TIPs. Obwohl es ziemlich weit hergeholt erscheine, zu diesem Zeitpunkt zu glauben, dass die Zinsen wieder steigen würden, sollten Anleger dennoch das Rendite/Risiko festverzinslicher Wertpapiere in Betracht ziehen. Treasury-Renditen würden wenig Raum für Überraschungen lassen. Mit Ausnahme der langfristigen Anleihe würden variabel verzinste US-Staatsanleihen (FRN) mit einer Laufzeit von einer Woche derzeit die renditestärksten Wertpapiere im Bereich der Staatsanleihen darstellen. Sie würden Anlegern in einem historisch niedrigen Zinsumfeld sowohl ein Ertragspotenzial als auch eine Absicherung gegen festverzinsliche Wertpapiere bieten, insbesondere wenn die Federal Reserve nicht derart aggressive Zinssenkungen durchführe, wie es der Markt derzeit erwarte. (Ausgabe vom 25.09.2019) (26.09.2019/alc/a/a)


