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Weiterhin zögerliche EZB
08.04.22 10:30
Merck Finck
München (www.anleihencheck.de) - Obwohl das gestern veröffentlichte Protokoll zur letzten EZB-Sitzung zeigt, dass eine größere Anzahl von Ratsmitgliedern mittlerweile für eine Normalisierung der Geldpolitik ist, sehen wir in den nächsten Monaten noch keine Leitzinsanhebung, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank im aktuellen "Wochenausblick".
"Die EZB dürfte bei ihrer Sitzung am Donnerstag außer hinsichtlich der möglichen Nennung eines Zeitpunkts für die Beendigung der Nettoanleihekäufe vage bleiben", erwarte Robert Greil. "Worte wie unsicher, datenabhängig und flexibel beherrschen das EZB-Vokabular wohl weiter", so der Chefstratege von Merck Finck - und: "Letztendlich dürfte die EZB - wenn überhaupt - ihren sogenannten Leitzins erst gegen Ende des Jahres anheben, falls die Wirtschaft im Euroraum dann noch auf Wachstumskurs ist." Allerdings verweise Greil in diesem Zusammenhang darauf, dass mit einer Rückführung des Einlagenzinssatzes in Richtung Null wohl erst die Voraussetzung dafür geschaffen wäre, den eigentlichen Leitzinssatz, nämlich den Hauptrefinanzierungssatz, von seinem anhaltenden Null-Niveau aus anzuheben.
Neben der EZB-Sitzung am Donnerstag stünden kommende Woche in Europa am Dienstag die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen und die finalen Inflationszahlen für März sowie am Mittwoch Industriedaten für die Eurozone und die britische Inflation im Fokus. Zuvor würden diesen Sonntag aber auch Börsianer nach Frankreich blicken, wo in Umfragen für die erste Runde der Präsidentschaftswahl der Vorsprung des Amtsinhabers Emanuel Macron vor seiner erneut wichtigsten Herausforderin Marine Le Pen zuletzt geschrumpft sei.
In den USA sei das klare Makrodaten-Highlight der nächsten Woche die Veröffentlichung der Inflationszahlen für März am Dienstagnachmittag. Tags darauf würden dann die Produzentenpreise, am Donnerstag die Einzelhandelsumsätze für März sowie das vorläufige Michigan-Verbrauchervertrauen bereits für April und am Karfreitag noch die Industrieproduktion für März folgen. Und auch in Asien würden Preisdaten dominieren: Am Montag die Inflations- und Produzentenpreisdaten Chinas sowie am Dienstag die japanischen Fabrikpreise jeweils für März. (08.04.2022/alc/a/a)
"Die EZB dürfte bei ihrer Sitzung am Donnerstag außer hinsichtlich der möglichen Nennung eines Zeitpunkts für die Beendigung der Nettoanleihekäufe vage bleiben", erwarte Robert Greil. "Worte wie unsicher, datenabhängig und flexibel beherrschen das EZB-Vokabular wohl weiter", so der Chefstratege von Merck Finck - und: "Letztendlich dürfte die EZB - wenn überhaupt - ihren sogenannten Leitzins erst gegen Ende des Jahres anheben, falls die Wirtschaft im Euroraum dann noch auf Wachstumskurs ist." Allerdings verweise Greil in diesem Zusammenhang darauf, dass mit einer Rückführung des Einlagenzinssatzes in Richtung Null wohl erst die Voraussetzung dafür geschaffen wäre, den eigentlichen Leitzinssatz, nämlich den Hauptrefinanzierungssatz, von seinem anhaltenden Null-Niveau aus anzuheben.
Neben der EZB-Sitzung am Donnerstag stünden kommende Woche in Europa am Dienstag die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen und die finalen Inflationszahlen für März sowie am Mittwoch Industriedaten für die Eurozone und die britische Inflation im Fokus. Zuvor würden diesen Sonntag aber auch Börsianer nach Frankreich blicken, wo in Umfragen für die erste Runde der Präsidentschaftswahl der Vorsprung des Amtsinhabers Emanuel Macron vor seiner erneut wichtigsten Herausforderin Marine Le Pen zuletzt geschrumpft sei.
In den USA sei das klare Makrodaten-Highlight der nächsten Woche die Veröffentlichung der Inflationszahlen für März am Dienstagnachmittag. Tags darauf würden dann die Produzentenpreise, am Donnerstag die Einzelhandelsumsätze für März sowie das vorläufige Michigan-Verbrauchervertrauen bereits für April und am Karfreitag noch die Industrieproduktion für März folgen. Und auch in Asien würden Preisdaten dominieren: Am Montag die Inflations- und Produzentenpreisdaten Chinas sowie am Dienstag die japanischen Fabrikpreise jeweils für März. (08.04.2022/alc/a/a)


