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Warten auf die Zentralbanken


07.12.20 13:30
Berenberg

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Nach dem Kursfeuerwerk im November haben sich im Dezember viele Aktienregionen bislang nicht spürbar bewegt - was nach einer so starken Kursbewegung allerdings relativ normal ist, so Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg.

Außerdem wollten viele Investoren erst einmal die Zentralbanksitzungen in den kommenden beiden Wochen abwarten. Bewegung habe es zuletzt vor allem bei britischen Aktien gegeben. Die Hoffnung auf einen baldigen Brexit-Deal gepaart mit der Zulassung eines Impfstoffs für Großbritannien, das stark vom Dienstleistungssektor abhänge, hätten britische Aktien beflügelt.

Unterstützend sei hinzugekommen, dass die Sektorstruktur (viele zyklische Sektoren) britischer Aktienindices momentan besonders vom aufkeimenden Konjunkturoptimismus profitiere. In das neue Jahr hinein würden die Experten konstruktiv für Aktien bleiben. Zum einen würden bei den nun stattfindenden großen Investment Komitees die Weichen für 2021 gestellt, was zu Zuflüssen bei Aktien führen dürfte. Zum anderen dürften das starke Momentum und die fallende Volatilität systematische Anleger noch mehr in den Markt drängen.

Am 10.12. treffe sich die EZB, am 16.12. die FED und am 17.12. die BoE. Von der EZB erwarte der Markt eine Ausweitung der Unterstützungsprogramme (PEPP/TLTRO). Am 10./11. Dezember treffe sich der Europäische Rat, um über die Themen COVID-19, Klimawandel, Sicherheit und Außenbeziehungen zu beraten. In den USA stehe die Deadline für das Haushaltsbudget (11.12.) an und bis Mitte Dezember dürften mehrere FDA-Impfstoffüberprüfungen abgeschlossen sein.

Brexit: Am 31.12. ende die Übergangszeit zwischen Großbritannien und der EU. Morgen würden für Deutschland die ZEW-Konjunkturerwartungen (Dez.) bekannt gegeben. Am Mittwoch würden die japanischen Maschinenbauaufträge (Okt.), die deutschen Exporte (Okt.) sowie die chinesischen Inflationsdaten (Nov.) folgen. Die Industrieproduktionsdaten (Okt.) von Frankreich und Großbritannien sowie die US-Inflationsdaten (Nov.) würden am Donnerstag veröffentlicht. Die italienische Industrieproduktion sowie das US-Verbrauchervertrauen würden dann am Freitag folgen. (07.12.2020/alc/a/a)