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Wandelanleiheninvestoren mit geringem Handlungsdruck
16.12.14 10:46
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Kurz vor dem Jahresende kam noch einmal eine große Neuemission auf den Markt, so die Experten von Fisch Asset Management.
Fiat Chrysler Automobiles wolle 2,5 Milliarden US-Dollar mit der Ausgabe einer Wandelanleihe einsammeln. Damit könnte das globale Neuemissionsvolumen dieses Jahr die Marke der 100 Milliarden US-Dollar knacken. Letztmals sei dies im Jahr 2010 gelungen. Danach sei das Neuemissionsvolumen etwas eingebrochen, ehe 2013 die Tätigkeit deutlich zugenommen habe und nur knapp unter 100 Milliarden US-Dollar geblieben sei.
"Die erhöhte Emissionstätigkeit setzte sich dieses Jahr erfreulicherweise fort und gab Wandelanleiheninvestoren interessante Investitionsmöglichkeiten. Besonders in Japan nahmen die Emissionen deutlich zu aufgrund der allgemeinen Rahmenbedingungen, ausgelöst von der Notenbankpolitik. Einziger Wermutstropfen in Beziehung Neuemissionen ist die Tatsache, dass wir über das gesamte Jahr zu wenig Papiere im Segment Investment Grade gesehen haben", sage Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management in Zürich.
Doch genau Wandelanleihen im Segment Investment Grade hätten 2014 Stärke gezeigt und lägen bis dato mit einer Performance von rund 6 bis 7 Prozent vorne, während niedriger geratete Wandler bei etwa 2 bis 3 Prozent lägen. "Der enorme Rückgang der impliziten Volatilität (das Maß für den Preis des Wandelrechts) führte zu merkbaren Einbußen bei der Kursentwicklung. Aber hinsichtlich der zum Teil heftigen Aktienmarktkorrekturen bewiesen Wandelanleihen wieder ihre Schutzfunktion und gaben weitaus weniger nach als Aktien. Generell sehen wir aktuell ein attraktives Einstiegsniveau bei Wandlern, insbesondere Asien erscheint günstig bewertet", so Thoma.
Für das kommende Jahr erwarte der Wandelanleihen-Experte die Fortsetzung der Achterbahnfahrt an den Aktienmärkten: "Diese unangenehme Abfolge von neuen Hochs und darauf folgenden Zwischentiefs ist gerade für Momentuminvestoren problematisch. Sie erzeugen jeweils einen Handlungsdruck. Dieser ist für Wandelanleiheninvestoren deutlich niedriger. Aufgrund der Kapitalschutzfunktion und dem asymmetrischen Kursverhalten kann man mit Wandlern Rückschläge, die weniger extrem als bei Aktien ausfallen, besser aussitzen. Und falls es sogar zu einem Bärenmarkt kommt, sind Wandelanleiheninvestoren deutlich im Vorteil."
Nach Jahren der expansiven Geldpolitik stehe 2015 Unsicherheit ins Haus. Aus Euphorie könne rasch eine Überhitzung werden und es besteht im kommenden Jahr die Gefahr einer Aktien- und Anleihenblase. "Und wie immer bleibt es das Geheimnis der Finanzmärkte, wann und wie heftig es zu bestimmten Reaktionen kommt. Wer weiter an Aktien glaubt und einen Risikopuffer wünscht, sollte mit Wandlern das Risiko eindämmen. Zu Jahresbeginn empfiehlt sich eine Übergewichtung asiatischer Wandler, angeführt von japanischen Papieren. Doch auch in den USA und in Europa finden sich immer wieder interessante Chancen. Auch weiterhin werden die Notenbanken zu einem großen Teil bestimmen, wo die Musik spielt", sage Thoma. (16.12.2014/alc/a/a)
Fiat Chrysler Automobiles wolle 2,5 Milliarden US-Dollar mit der Ausgabe einer Wandelanleihe einsammeln. Damit könnte das globale Neuemissionsvolumen dieses Jahr die Marke der 100 Milliarden US-Dollar knacken. Letztmals sei dies im Jahr 2010 gelungen. Danach sei das Neuemissionsvolumen etwas eingebrochen, ehe 2013 die Tätigkeit deutlich zugenommen habe und nur knapp unter 100 Milliarden US-Dollar geblieben sei.
Doch genau Wandelanleihen im Segment Investment Grade hätten 2014 Stärke gezeigt und lägen bis dato mit einer Performance von rund 6 bis 7 Prozent vorne, während niedriger geratete Wandler bei etwa 2 bis 3 Prozent lägen. "Der enorme Rückgang der impliziten Volatilität (das Maß für den Preis des Wandelrechts) führte zu merkbaren Einbußen bei der Kursentwicklung. Aber hinsichtlich der zum Teil heftigen Aktienmarktkorrekturen bewiesen Wandelanleihen wieder ihre Schutzfunktion und gaben weitaus weniger nach als Aktien. Generell sehen wir aktuell ein attraktives Einstiegsniveau bei Wandlern, insbesondere Asien erscheint günstig bewertet", so Thoma.
Für das kommende Jahr erwarte der Wandelanleihen-Experte die Fortsetzung der Achterbahnfahrt an den Aktienmärkten: "Diese unangenehme Abfolge von neuen Hochs und darauf folgenden Zwischentiefs ist gerade für Momentuminvestoren problematisch. Sie erzeugen jeweils einen Handlungsdruck. Dieser ist für Wandelanleiheninvestoren deutlich niedriger. Aufgrund der Kapitalschutzfunktion und dem asymmetrischen Kursverhalten kann man mit Wandlern Rückschläge, die weniger extrem als bei Aktien ausfallen, besser aussitzen. Und falls es sogar zu einem Bärenmarkt kommt, sind Wandelanleiheninvestoren deutlich im Vorteil."
Nach Jahren der expansiven Geldpolitik stehe 2015 Unsicherheit ins Haus. Aus Euphorie könne rasch eine Überhitzung werden und es besteht im kommenden Jahr die Gefahr einer Aktien- und Anleihenblase. "Und wie immer bleibt es das Geheimnis der Finanzmärkte, wann und wie heftig es zu bestimmten Reaktionen kommt. Wer weiter an Aktien glaubt und einen Risikopuffer wünscht, sollte mit Wandlern das Risiko eindämmen. Zu Jahresbeginn empfiehlt sich eine Übergewichtung asiatischer Wandler, angeführt von japanischen Papieren. Doch auch in den USA und in Europa finden sich immer wieder interessante Chancen. Auch weiterhin werden die Notenbanken zu einem großen Teil bestimmen, wo die Musik spielt", sage Thoma. (16.12.2014/alc/a/a)


