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Wandelanleihen sind in 2015 bisher mehr als konkurrenzfähig


06.10.15 10:32
Fisch Asset Management

Zürich (www.anleihencheck.de) - Der August mit dem Aktienmarkteinbruch hinterließ sowohl im dritten Quartal als auch im Gesamtjahr hinsichtlich der Performance bei zahlreichen Anlageklassen Spuren, so die Experten von Fisch Asset Management.

Auch Wandelanleihen seien naturgemäß davon betroffen gewesen. Das Segment der Investment Grade Wandler habe 1,6 Prozent in Q3/2015 eingebüßt, während Aktien im Schnitt 8,3 Prozent verloren hätten. "Damit erfüllten Wandelanleihen die Erwartungen der Investoren, die genau diese geringere Partizipation an Aktienmarktrückschlägen von Wandlern erwarten. Nach neun Monaten liegen Wandelanleihen mit Investment Grade Rating immerhin noch ein Prozent im Plus, während Aktien ein Minus von knapp über vier Prozent ausweisen. Auch gegenüber High Yield-Bonds und Corporates sind Wandelanleihen im bisherigen Jahresverlauf mehr als konkurrenzfähig", sage Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management.

Die Performance europäischer und japanischer Wandelanleihen liege aufgrund der expansiven Notenbankpolitik in beiden Märkten über dem Durchschnitt. Bemerkenswert sei generell, dass Wandelanleihen eine bessere Rendite als Aktien geliefert hätten bei deutlich geringerer Volatilität.

"Neben diesem Faktor dürfte bei der aktuellen allgemeinen Marktlage wieder der Kapitalschutz der Wandelanleihen als Hauptargument für den Einstieg in diese Anlageklasse dienen. Denn momentan sind die Anleger unsicher, ob weitere Tiefs im Aktienmarkt getestet werden oder ob die Erholung naht. Aufgrund der Kursrückgänge bei Wandlern befinden sich viele Papiere auf einem ausgewogenen Niveau, sodass ein Einstieg weniger Risiko birgt als vor zwei Monaten", so Thoma.

Während Thoma mit dem gezeigten Schutzverhalten der Wandler im dritten Quartal zufrieden sei, hinke die Entwicklung beim Neuemissionsvolumen seinen Erwartungen hinterher: "Nach Berechnungen von Thomson Reuters beträgt das Volumen in 2015 bisher erst 63 Milliarden USD. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr wären dies 84 Milliarden USD und damit nach zwei Jahren mit jeweils fast 100 Milliarden USD Volumen ist dies nicht besonders erfreulich. Insbesondere der August mit der Aktienmarktkorrektur und der schlechteren Marktstimmung hielt die Emittenten fern. 1,4 Milliarden USD Volumen war ein extrem niedriger Wert. An der Nachfrage liegt es sicher nicht, denn die ist ungebrochen hoch aufgrund der interessanten Eigenschaften der Papiere." (06.10.2015/alc/a/a)