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Wandelanleihen bisher mit lehrbuchmäßigem Verhalten in 2020
27.08.20 09:30
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Die Leiterin Convertibles bei Fisch Asset Management, Stephanie Zwick, äußert sich zur aktuellen Situation des Wandelanleihenmarkts.
Nach knapp zwei Dritteln des Anlagejahrs 2020 könne konstatiert werden: Wandelanleihen hätten ein lehrbuchmäßiges Verhalten an den Tag gelegt. Sowohl das defensive Verhalten in der scharfen Krise im Februar und März als auch die Partizipation an den Kursgewinnen in der bis heute andauernden Erholungsphase hätten wie gewünscht funktioniert. Dies habe sogar zu einer deutlichen Outperformance des breiten Wandelanleihenmarkts seit Jahresanfang im Vergleich zu den meisten bekannten Aktienindices geführt. Die Hauptgründe seien der traditionell hohe Anteil des Wandelanleihenmarkts in Nordamerika, wo die Erholung deutlicher ausgefallen sei, sowie die Sektoren zyklischer Konsum und Technologie, welche einen stärkeren Anteil in der Anlageklasse Wandelanleihen aufweisen würden als bei Aktienmarktindices.
Sehr interessant seien die Entwicklungen im Wandelanleihenuniversum in punkto Neuemissionen, die die Vorjahre deutlich übertreffen würden. Im aktuellen Umfeld hätten besonders krisengeschüttelte Unternehmen die Wandelanleihe als attraktives Finanzierungsinstrument (wieder)entdeckt. Dazu hätten beispielsweise Kreuzfahrtgesellschaften, Hersteller und Händler von Sport- und Freizeitausrüstung sowie Fluggesellschaften gezählt. Aus Investorensicht sei dies eine willkommene Entwicklung. Denn diese Emissionen würden es dem Investor ermöglichen, sich auch direkt in den stark getroffenen Branchen zu engagieren und an einer potenziell überdurchschnittlichen Erholung zu partizipieren. Zudem würden Emissionen aus diesen Sektoren eine weitere Diversifikationsmöglichkeit bieten, da diese Segmente bisher weniger stark repräsentiert gewesen seien im Wandelanleihenuniversum. Erfreulicherweise seien neben den neuen Emittenten auch bewährte Unternehmen an den Markt gegangen und hätten so für ein Gleichgewicht gesorgt.
Die momentane Faktenlage bedeute für Investoren die Kreditqualität noch intensiver zu beleuchten, um in diesen bezüglich Covid-19 unsicheren Zeiten Ausfälle möglichst zu vermeiden. Den Wandelanleihenmarkt sähen die Experten von Fisch Asset Management fundamental positiv und auch die Liquidität sei gut. Die Bewertungen in den USA seien mittlerweile durchaus hoch und europäische Papiere würden nach Einschätzung der Experten aktuell mehr Raum für weitere Kurszuwächse bieten. Dennoch seien Wandelanleihen kein Trading Tool, um kurzfristige Markterwartungen umzusetzen. Im Gegenteil: Ihr Nutzen komme vor allem langfristig als strategischer, defensiver Baustein eines globalen Portfolios zum Tragen. Sie hätten in den vergangenen 25 Jahren gezeigt, dass sie die Stabilität erhöhen würden, ohne dass der Anleger dies über einen Aktienmarktzyklus hinweg mit einer spürbar niedrigeren Rendite habe erkaufen müssen. (27.08.2020/alc/a/a)
Nach knapp zwei Dritteln des Anlagejahrs 2020 könne konstatiert werden: Wandelanleihen hätten ein lehrbuchmäßiges Verhalten an den Tag gelegt. Sowohl das defensive Verhalten in der scharfen Krise im Februar und März als auch die Partizipation an den Kursgewinnen in der bis heute andauernden Erholungsphase hätten wie gewünscht funktioniert. Dies habe sogar zu einer deutlichen Outperformance des breiten Wandelanleihenmarkts seit Jahresanfang im Vergleich zu den meisten bekannten Aktienindices geführt. Die Hauptgründe seien der traditionell hohe Anteil des Wandelanleihenmarkts in Nordamerika, wo die Erholung deutlicher ausgefallen sei, sowie die Sektoren zyklischer Konsum und Technologie, welche einen stärkeren Anteil in der Anlageklasse Wandelanleihen aufweisen würden als bei Aktienmarktindices.
Sehr interessant seien die Entwicklungen im Wandelanleihenuniversum in punkto Neuemissionen, die die Vorjahre deutlich übertreffen würden. Im aktuellen Umfeld hätten besonders krisengeschüttelte Unternehmen die Wandelanleihe als attraktives Finanzierungsinstrument (wieder)entdeckt. Dazu hätten beispielsweise Kreuzfahrtgesellschaften, Hersteller und Händler von Sport- und Freizeitausrüstung sowie Fluggesellschaften gezählt. Aus Investorensicht sei dies eine willkommene Entwicklung. Denn diese Emissionen würden es dem Investor ermöglichen, sich auch direkt in den stark getroffenen Branchen zu engagieren und an einer potenziell überdurchschnittlichen Erholung zu partizipieren. Zudem würden Emissionen aus diesen Sektoren eine weitere Diversifikationsmöglichkeit bieten, da diese Segmente bisher weniger stark repräsentiert gewesen seien im Wandelanleihenuniversum. Erfreulicherweise seien neben den neuen Emittenten auch bewährte Unternehmen an den Markt gegangen und hätten so für ein Gleichgewicht gesorgt.
Die momentane Faktenlage bedeute für Investoren die Kreditqualität noch intensiver zu beleuchten, um in diesen bezüglich Covid-19 unsicheren Zeiten Ausfälle möglichst zu vermeiden. Den Wandelanleihenmarkt sähen die Experten von Fisch Asset Management fundamental positiv und auch die Liquidität sei gut. Die Bewertungen in den USA seien mittlerweile durchaus hoch und europäische Papiere würden nach Einschätzung der Experten aktuell mehr Raum für weitere Kurszuwächse bieten. Dennoch seien Wandelanleihen kein Trading Tool, um kurzfristige Markterwartungen umzusetzen. Im Gegenteil: Ihr Nutzen komme vor allem langfristig als strategischer, defensiver Baustein eines globalen Portfolios zum Tragen. Sie hätten in den vergangenen 25 Jahren gezeigt, dass sie die Stabilität erhöhen würden, ohne dass der Anleger dies über einen Aktienmarktzyklus hinweg mit einer spürbar niedrigeren Rendite habe erkaufen müssen. (27.08.2020/alc/a/a)


