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Währungsanleihen: Mix als Schutz vor Euro-Krise
13.08.12 10:14
Fuchsbriefe
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" haben in ihrer aktuellen Ausgabe das Segment der Währungsanleihen näher beleuchtet.
Bei der inzwischen zweieinhalb Jahren andauernden Schuldenkrise in der Währungsunion sei wieder der klassische Nord-Süd-Konflikt aufgebrochen, den die Politik mit den Maastricht-Verträgen unter Kontrolle gebracht geglaubt habe. Doch in der an Intensität zunehmenden Krise würden etliche Akteure zu alten Überzeugungsmustern zurückkehren. Auch der den Bürgern und dem Markt präsentierte einzige Ausweg, dass jeder für die Schulden der anderen geradestehen solle erkläre die deutlichen Absetzbewegungen aus dem Euro. Der EUR habe bspw. gegen USD in den vergangenen zwölf Monaten rund 14% eingebüßt. Nach Einschätzung der Experten werde das Szenario nicht ohne Folgen für Investoren und Notenbanken bleiben. Absehbar bleibe, dass der Euro weiter an Wert verlieren werde. Das führe zu der Empfehlung, sich unter Renditeaspekten in anderen Währungen zu engagieren. Dabei böten sich einige Währungen als "Fluchtburgen" besonders an.
Wenngleich man dem USD langfristig ebenfalls skeptisch begegne, vorerst bleibe die amerikanische Währung erste Wahl. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus seien weniger Fest- oder Tagesgeld von Interesse, sondern bspw. höher verzinste Unternehmensanleihen. Hier werde seitens der Experten die Unternehmensanleihe (ISIN US617482V925 / WKN MS0KHR) von Morgan Stanley als Beispiel genannt. Die Anleihe trage einen Kupon von 6,375% und werde am 24.07.2024 zur Rückzahlung fällig. Bei einem Kurs von 98,15% ergebe sich für das zu 1.000 USD gestückelte Papier eine Rendite von 6,62%.
Australische Dollar (AUD) seien eine weitere Alternative. Trotzdem, dass Australien bei der Bonität immer noch über die Bestnote "AAA" verfüge, böten sich hier deutlich höhere Renditen. Die höheren Zinsen würden das erhöhte Risiko der Abhängigkeit von der Weltkonjunktur widerspiegeln, da bei der australischen Wirtschaft der Fokus auf den Rohstoffen liege. Als Anlagebeispiel werde die 5,75%ige Unternehmensanleihe (ISIN XS0227149969 / WKN A0GDU4) der Rabobank (austrl. Branch) aufgeführt. Das zu 1.000 AUD gestückelte Papier notiere aktuell bei 103,475% und bei der Fälligkeit zum 23.02.2017 ergebe sich eine Rendite von 5,10%.
Als dritte Währung im Bunde werde der polnische Zloty (PLN) genannt, was zunächst exotisch klinge. Aber hier seien zwei Aspekte zu nennen. Einerseits gehöre Polen der EU, aber nicht der Währungsunion an, zum anderen zeichne sich Polen volkswirtschaftlich trotz der Krisenjahre immer durch eine überdurchschnittlich robuste Verfassung aus. Das bilde auch die Grundlage für den aktuellen Aufwertungstrend des Zloty gegenüber dem Euro. Als Anlagebeispiel diene die 5%ige Staatsanleihe (ISIN PL0000106340 / WKN A1A2N9) der Republik Polen, die am 25.04.2016 fällig werde. Für das zu 1.000 PLN gestückelte Papier seien derzeit 102,15% zu zahlen, was zu einer Rendite von 4,34% führe.
Die Experten von "Fuchsbriefe" raten Anlegern, schrittweise Fremdwährungspositionen aufzubauen um so die Schwäche des Euro für sich zu nutzen. Sinnvoll sei eine Gewichtung von rund 30% des Vermögens in Währungen außerhalb des Euro. (Ausgabe 32 vom 10.08.2012) (13.08.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Bei der inzwischen zweieinhalb Jahren andauernden Schuldenkrise in der Währungsunion sei wieder der klassische Nord-Süd-Konflikt aufgebrochen, den die Politik mit den Maastricht-Verträgen unter Kontrolle gebracht geglaubt habe. Doch in der an Intensität zunehmenden Krise würden etliche Akteure zu alten Überzeugungsmustern zurückkehren. Auch der den Bürgern und dem Markt präsentierte einzige Ausweg, dass jeder für die Schulden der anderen geradestehen solle erkläre die deutlichen Absetzbewegungen aus dem Euro. Der EUR habe bspw. gegen USD in den vergangenen zwölf Monaten rund 14% eingebüßt. Nach Einschätzung der Experten werde das Szenario nicht ohne Folgen für Investoren und Notenbanken bleiben. Absehbar bleibe, dass der Euro weiter an Wert verlieren werde. Das führe zu der Empfehlung, sich unter Renditeaspekten in anderen Währungen zu engagieren. Dabei böten sich einige Währungen als "Fluchtburgen" besonders an.
Wenngleich man dem USD langfristig ebenfalls skeptisch begegne, vorerst bleibe die amerikanische Währung erste Wahl. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus seien weniger Fest- oder Tagesgeld von Interesse, sondern bspw. höher verzinste Unternehmensanleihen. Hier werde seitens der Experten die Unternehmensanleihe (ISIN US617482V925 / WKN MS0KHR) von Morgan Stanley als Beispiel genannt. Die Anleihe trage einen Kupon von 6,375% und werde am 24.07.2024 zur Rückzahlung fällig. Bei einem Kurs von 98,15% ergebe sich für das zu 1.000 USD gestückelte Papier eine Rendite von 6,62%.
Als dritte Währung im Bunde werde der polnische Zloty (PLN) genannt, was zunächst exotisch klinge. Aber hier seien zwei Aspekte zu nennen. Einerseits gehöre Polen der EU, aber nicht der Währungsunion an, zum anderen zeichne sich Polen volkswirtschaftlich trotz der Krisenjahre immer durch eine überdurchschnittlich robuste Verfassung aus. Das bilde auch die Grundlage für den aktuellen Aufwertungstrend des Zloty gegenüber dem Euro. Als Anlagebeispiel diene die 5%ige Staatsanleihe (ISIN PL0000106340 / WKN A1A2N9) der Republik Polen, die am 25.04.2016 fällig werde. Für das zu 1.000 PLN gestückelte Papier seien derzeit 102,15% zu zahlen, was zu einer Rendite von 4,34% führe.
Die Experten von "Fuchsbriefe" raten Anlegern, schrittweise Fremdwährungspositionen aufzubauen um so die Schwäche des Euro für sich zu nutzen. Sinnvoll sei eine Gewichtung von rund 30% des Vermögens in Währungen außerhalb des Euro. (Ausgabe 32 vom 10.08.2012) (13.08.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 108,981 $ | 108,33 $ | 0,651 $ | +0,60% | 17.04./21:44 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US617482V925 | MS0KHR | 114,59 $ | 103,79 $ | |
Werte im Artikel



