Wacker Chemie: Strategien für Zinssammler - Anleihenanalyse


10.10.19 09:00
ZertifikateReport

Gablitz (www.anleihencheck.de) - Thorsten Welgen vom "ZertifikateReport" stellt in seiner aktuellen Ausgabe zwei Anleihen der HypoVereinsbank auf die Aktie von Wacker Chemie vor.

Die Münchner Wacker Chemie gehöre in vielen Aktivitäten ihrer vier Geschäftsbereiche Silicone, Polymere, Polysilicone und Biosolutions zu den Weltmarktführern - dennoch habe sich die Aktie in den beiden letzten Jahren unterdurchschnittlich entwickelt: Vom Allzeithoch bei 163 Euro (Januar 2018) habe sie bis heute fast zwei Drittel ihres Wert verloren - aktuell würden 59 Euro bezahlt. Auf diesem Niveau, bei dem das Unternehmen mit nur noch 3 Mrd. Euro bewertet werde, lägen die pessimistischsten 12-Monats-Kursziele der Analysten, während die Optimisten von 63 bis 105 Euro ausgehen würden. Mit Aktienanleihen und Express-Zertifikaten könnten insbesondere einkommensorientierte Anleger von der Volatilität der Aktie profitieren.

Wer davon ausgehe, dass die Aktie in den nächsten zwölf Monaten nicht mehr als 20 Prozent verliere, könne bis zum 25.10.2019 die neue Aktienanleihe der HypoVereinsbank ohne Ausgabeaufschlag zeichnen: Der Basispreis werde am 28.10.2019 bei 80 Prozent des Schlusskurses definiert. Auf aktuellem Niveau entspreche das 47,20 Euro - damit liege der Basispreis noch 10 Prozent unter dem 5-Jahres-Tief vom Februar 2016 (52,60 Euro). Die Aktienanleihe zahle unabhängig von der Aktienkursentwicklung einen Kupon von 6,95 Prozent p.a.

Die Express-Aktienanleihe der HypoVereinsbank, Zeichnung bis 24.10.2019 mit 1 Prozent Ausgabeaufschlag, zahle einen jährlich fixen Kupon von 5,5 Prozent p.a. Sie könne vorzeitig fällig werden, wenn die Aktie an den jährlichen Bewertungstagen, erstmals am 22.10.2020, auf oder über dem Basispreis (Schlusskurs von 25.10.19) liege. Komme es zu keiner vorzeitigen Fälligkeit, werde der Aktienkurs am finalen Bewertungstag (24.10.2022) mit der 50-prozentigen Barriere verglichen.

Für beide Produkte gelte: Unterschreite der Aktienkurs am finalen Bewertungstag den Basispreis bzw. die Barriere, dann würden Anleger anstelle des Nominalbetrags die Lieferung von Aktien gemäß Bezugsverhältnis erhalten (1.000 Euro dividiert durch Basispreis, Bruchteile in bar).

Sowohl die Aktienanleihe als auch die Express-Aktienanleihe würden sich für einkommensorientierte und defensive Aktienanleger eignen, die das aktuelle Kursniveau zum Einstieg nutzen und bereits bei leicht sinkenden und seitwärts tendierenden Kursen attraktive Zinskupons kassieren möchten. (10.10.2019/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.