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Vorträge der Vorsitzenden von EZB und FED geben den Ton an


23.05.19 09:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gestern lieferte das Protokoll der letzten FED-Sitzung einen tieferen Einblick in die Diskussionen innerhalb der FED zur wirtschaftlichen Lage der USA sowie der Inflationsentwicklung, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Eine aktuellere Einschätzung, was die Währungshüter zu beiden Seiten des Atlantiks derzeit beschäftige, würden jedoch die aktuellen Vorträge der Vorsitzenden von EZB und FED ermöglichen. Dabei habe FED-Chef Powell zuletzt vor dem 1,2 Billionen US-Dollar großen Markt für hochriskante Bankkredite an Unternehmen in den USA gewarnt. Aufgrund des schnellen Anstiegs der Verschuldung bei Unternehmen mit schlechter Kreditbonität komme vermehrt der Vergleich zu den für die Finanzkrise verantwortlichen Hypothekenkrediten auf. Powell habe jedoch versichert, dass die FED die Entwicklung genau beobachte und aufgrund des stabileren Bankensektors von keiner Bedrohung für die Finanzmärkte ausgehe.

Auch EZB-Präsident Draghi habe gestern mahnende Worte gefunden und von mangelnden Fortschritten in der Eurozone gesprochen. Die Hängepartie der Mitgliedsstaaten bei der Aufteilung und Reduzierung der gemeinsamen wirtschaftlichen Risiken behindere wichtige Projekte wie die Bankenunion und die intensivere Koordination der Fiskalpolitik. Dadurch würde die Geldpolitik in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt. (23.05.2019/alc/a/a)