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Vivendi-Anleihe: Mischkonzern bietet stressfreie knapp 3% Rendite
06.09.12 09:21
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN FR0010830034 / WKN A1AQKC) von Vivendi für eine interessante Alternative für den europäischen Corporate Bonds-Sektor.
Die Unternehmensanleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 4,875% ausgestattet, laufe noch bis zum 02.12.2019 und weise eine Stückelung von 50.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 112,43% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,93%. Die Anleihe werde durch die Ratingagentur Moody's mit "Baa2" bewertet, was im unteren Investment-Grade-Bereich liege.
Vivendi sei ein Mischkonzern aus Frankreich, der über seine Töchter in den Bereichen Videospiele, Telekom- und Mobilfunkdienste, Musik und Pay-TV vertreten sei. Activision Blizzard sei zum Beispiel der weltweit führende Videospieleanbieter, die Universal Music Group sei das weltweit führende Musiklabel, Maroc Telecom Group sei der führende Telekomanbieter Marokkos, SFR sei der führende alternative Telekomanbieter in Frankreich, GVT sei der führende Telekom-Provider Brasiliens und die Canal+ Group der führende Pay-TV-Anbieter in Frankreich.
Der Konzern habe Ende August seine Zahlen für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht. Demnach sei es zu einem leichten Umsatzrückgang um 1,5% auf 6,97 Mrd. Euro gekommen und das bereinigte EBITA sei um 20,6% auf 1,32 Mrd. Euro gesunken. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen habe sich auf 463 Mio. Euro belaufen, im Vergleich zu 824 Mio. Euro im Vorjahr. Der bereinigte Nettogewinn habe 706 Mio. Euro erreicht, gegenüber 884 Mio. Euro im Vorjahr.
Die einzelnen Töchter hätten sich erneut unterschiedlich entwickelt. Lediglich bei GVT (+27,9%) und der Canal+ Group (+3,5%) sei es auf wechselkursbereinigter Basis zu Umsatzverbesserungen gekommen. Auch seien es die Sparten, bei denen das EBITA, ebenfalls wechselkursbereinigt, gestiegen sei. Bei GVT um 18,4% und bei der Canal+ Group um 8,5%. Enttäuschend sei abermals die Geschäftsentwicklung bei Activision Blizzard verlaufen. Hier habe sich der Umsatz um 6,2% verringert und das EBITA sei um 52,3% auf 177 Mio. Euro gesunken. Auch beim größten Geschäftsbereich, SFR, sei es zu größeren Umsatz- und Ergebniseinbußen gekommen.
Die Guidance für das laufende Geschäftsjahr sei bekräftigt worden. So stelle der Vorstand von Vivendi weiterhin ein bereinigtes Nettoergebnis von mehr als 2,5 Mrd. Euro in Aussicht.
Nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research ist die Geschäftsentwicklung von Vivendi im zweiten Quartal 2012 durchwachsen gewesen. Positiv sehe man die wieder zunehmende Zahl der Mobilfunkkunden bei SFR. Doch aufgrund der starken Konkurrenz auf dem heimischen Markt, u.a. durch Iliad, würden die Margen weiter unter Druck stehen. Dagegen rechne man bei Activision Blizzard, Maroc Telecom Group und GVT künftig mit einer stabilen Ergebnisentwicklung, so dass die negativ zu erwartende Ergebnisentwicklung bei SFR kompensiert werden könnte. Grundsätzlich erwarte man für Vivendi eine stabile Geschäftsentwicklung für den weiteren Jahresverlauf.
Zuletzt seien verstärkt Gerüchte um einen Verkauf der GVT-Sparte aufgekommen. Diese könnte ersten Schätzungen zufolge einen Wert zwischen 6 und 7 Mrd. Euro haben. Damit würde zwar auf der einen Seite die Verschuldung deutlich gesenkt, auf der anderen Seite verlöre der Konzern damit einen seiner aktuellen Wachstumstreiber.
Grundsätzlich halten die Analysten von Anleihencheck Research Vivendi für einen solventen Schuldner, womit sich das Unternehmen für ein Anleihe-Investment gut eignet. Immerhin biete die o.a. Anleihe eine relativ sichere Rendite von knapp 3%. Zuletzt hätten die Ratingagenturen nochmal ihr "BBB"- bzw. "Baa2"-Rating bei einem stabilen Ausblick bekräftigt. (Analyse vom 06.09.2012) (06.09.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Unternehmensanleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 4,875% ausgestattet, laufe noch bis zum 02.12.2019 und weise eine Stückelung von 50.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 112,43% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,93%. Die Anleihe werde durch die Ratingagentur Moody's mit "Baa2" bewertet, was im unteren Investment-Grade-Bereich liege.
Vivendi sei ein Mischkonzern aus Frankreich, der über seine Töchter in den Bereichen Videospiele, Telekom- und Mobilfunkdienste, Musik und Pay-TV vertreten sei. Activision Blizzard sei zum Beispiel der weltweit führende Videospieleanbieter, die Universal Music Group sei das weltweit führende Musiklabel, Maroc Telecom Group sei der führende Telekomanbieter Marokkos, SFR sei der führende alternative Telekomanbieter in Frankreich, GVT sei der führende Telekom-Provider Brasiliens und die Canal+ Group der führende Pay-TV-Anbieter in Frankreich.
Der Konzern habe Ende August seine Zahlen für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht. Demnach sei es zu einem leichten Umsatzrückgang um 1,5% auf 6,97 Mrd. Euro gekommen und das bereinigte EBITA sei um 20,6% auf 1,32 Mrd. Euro gesunken. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen habe sich auf 463 Mio. Euro belaufen, im Vergleich zu 824 Mio. Euro im Vorjahr. Der bereinigte Nettogewinn habe 706 Mio. Euro erreicht, gegenüber 884 Mio. Euro im Vorjahr.
Die einzelnen Töchter hätten sich erneut unterschiedlich entwickelt. Lediglich bei GVT (+27,9%) und der Canal+ Group (+3,5%) sei es auf wechselkursbereinigter Basis zu Umsatzverbesserungen gekommen. Auch seien es die Sparten, bei denen das EBITA, ebenfalls wechselkursbereinigt, gestiegen sei. Bei GVT um 18,4% und bei der Canal+ Group um 8,5%. Enttäuschend sei abermals die Geschäftsentwicklung bei Activision Blizzard verlaufen. Hier habe sich der Umsatz um 6,2% verringert und das EBITA sei um 52,3% auf 177 Mio. Euro gesunken. Auch beim größten Geschäftsbereich, SFR, sei es zu größeren Umsatz- und Ergebniseinbußen gekommen.
Nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research ist die Geschäftsentwicklung von Vivendi im zweiten Quartal 2012 durchwachsen gewesen. Positiv sehe man die wieder zunehmende Zahl der Mobilfunkkunden bei SFR. Doch aufgrund der starken Konkurrenz auf dem heimischen Markt, u.a. durch Iliad, würden die Margen weiter unter Druck stehen. Dagegen rechne man bei Activision Blizzard, Maroc Telecom Group und GVT künftig mit einer stabilen Ergebnisentwicklung, so dass die negativ zu erwartende Ergebnisentwicklung bei SFR kompensiert werden könnte. Grundsätzlich erwarte man für Vivendi eine stabile Geschäftsentwicklung für den weiteren Jahresverlauf.
Zuletzt seien verstärkt Gerüchte um einen Verkauf der GVT-Sparte aufgekommen. Diese könnte ersten Schätzungen zufolge einen Wert zwischen 6 und 7 Mrd. Euro haben. Damit würde zwar auf der einen Seite die Verschuldung deutlich gesenkt, auf der anderen Seite verlöre der Konzern damit einen seiner aktuellen Wachstumstreiber.
Grundsätzlich halten die Analysten von Anleihencheck Research Vivendi für einen solventen Schuldner, womit sich das Unternehmen für ein Anleihe-Investment gut eignet. Immerhin biete die o.a. Anleihe eine relativ sichere Rendite von knapp 3%. Zuletzt hätten die Ratingagenturen nochmal ihr "BBB"- bzw. "Baa2"-Rating bei einem stabilen Ausblick bekräftigt. (Analyse vom 06.09.2012) (06.09.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
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