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Unwahrscheinlich, aber nötig: Zinssenkung unter 3 Prozent
05.03.24 11:38
Neuberger Berman
New York (www.anleihencheck.de) - Die EZB-Sitzung am Donnerstag wird wichtige Richtlinien für die zukünftige Währungspolitik setzen, so Patrick Barbe, Head of European Investment Grade Fixed Income bei dem US-amerikanischen Vermögensverwalter Neuberger Berman.
Angesichts der aktuellen Wirtschaftsdaten könnte eine Senkung der Leitzinsen auf unter 3 Prozent früher als erwartet angebracht sein, um das Wachstum der Eurozone zu unterstützen, während das Ziel, die Nachfrage zu dämpfen, beibehalten werde. Trotz schwacher Nachfrage in den letzten Quartalen und Sorgen über steigende öffentliche Ausgaben werde erwartet, dass das öffentliche Defizit der Eurozone dieses Jahr unter 3 Prozent falle. Dadurch wäre eine strenge Geldpolitik möglicherweise gar nicht mehr nötig. Zudem könnte eine restriktive Geldpolitik das Risiko einer höheren Inflation durch geringere Investitionen und ein reduziertes inländisches Angebot erhöhen, was vor allem den Immobiliensektor belaste.
Es sei unwahrscheinlich, dass die EZB diese Woche Zinssenkungen beschließe. Sie warte auf deutlichere Anzeichen, dass die Inflation sich nachhaltig dem 2-Prozent-Ziel annähere. Entscheidend hierfür seien Frühindikatoren wie Produktivitätsverbesserungen, die es Unternehmen ermöglichen könnten, Lohnsteigerungen ohne Preiserhöhungen zu unterstützen. Oder eine mögliche Zunahme der Arbeitslosenquote, die Lohn- und Haushaltsnachfragedruck mindern könnte. Diese Faktoren seien entscheidend für einen anhaltenden Rückgang der Inflationsrate, wobei relevante Daten erst Ende April erwartet würden.
Obwohl die Experten keine frühzeitige Änderung in der Geldpolitik oder bei den APP- und PEPP-Programmen rechnen würden, verspreche die EZB-Sitzung am Donnerstag spannend zu werden. Im Fokus stünden die überarbeiteten EZB-Prognosen, die erstmals den schnellen Rückgang der Inflation berücksichtigen würden, ohne dass Energiepreise über den Winter Druck ausüben würden. Es werde erwartet, dass die Prognosen eine anhaltend schwache Wachstumsphase vorhersagen würden, mit Inflationsprognosen für 2025 und 2026 nahe am 2-Prozent-Ziel, beeinflusst durch schwache Kreditvergabe und Rezession im Wohnungsbau. (05.03.2024/alc/a/a)
Angesichts der aktuellen Wirtschaftsdaten könnte eine Senkung der Leitzinsen auf unter 3 Prozent früher als erwartet angebracht sein, um das Wachstum der Eurozone zu unterstützen, während das Ziel, die Nachfrage zu dämpfen, beibehalten werde. Trotz schwacher Nachfrage in den letzten Quartalen und Sorgen über steigende öffentliche Ausgaben werde erwartet, dass das öffentliche Defizit der Eurozone dieses Jahr unter 3 Prozent falle. Dadurch wäre eine strenge Geldpolitik möglicherweise gar nicht mehr nötig. Zudem könnte eine restriktive Geldpolitik das Risiko einer höheren Inflation durch geringere Investitionen und ein reduziertes inländisches Angebot erhöhen, was vor allem den Immobiliensektor belaste.
Es sei unwahrscheinlich, dass die EZB diese Woche Zinssenkungen beschließe. Sie warte auf deutlichere Anzeichen, dass die Inflation sich nachhaltig dem 2-Prozent-Ziel annähere. Entscheidend hierfür seien Frühindikatoren wie Produktivitätsverbesserungen, die es Unternehmen ermöglichen könnten, Lohnsteigerungen ohne Preiserhöhungen zu unterstützen. Oder eine mögliche Zunahme der Arbeitslosenquote, die Lohn- und Haushaltsnachfragedruck mindern könnte. Diese Faktoren seien entscheidend für einen anhaltenden Rückgang der Inflationsrate, wobei relevante Daten erst Ende April erwartet würden.
Obwohl die Experten keine frühzeitige Änderung in der Geldpolitik oder bei den APP- und PEPP-Programmen rechnen würden, verspreche die EZB-Sitzung am Donnerstag spannend zu werden. Im Fokus stünden die überarbeiteten EZB-Prognosen, die erstmals den schnellen Rückgang der Inflation berücksichtigen würden, ohne dass Energiepreise über den Winter Druck ausüben würden. Es werde erwartet, dass die Prognosen eine anhaltend schwache Wachstumsphase vorhersagen würden, mit Inflationsprognosen für 2025 und 2026 nahe am 2-Prozent-Ziel, beeinflusst durch schwache Kreditvergabe und Rezession im Wohnungsbau. (05.03.2024/alc/a/a)


