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Unternehmensanleihen: Freundliche Marktentwicklung
16.08.21 09:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Juli war eine allgemein abwärts gerichtete Renditeentwicklung zu beobachten, so die Experten von Union Investment.
Zehnjährige Bundesanleihen hätten sich zuletzt mit minus 46 Basispunkten und damit 25 Basispunkte tiefer als Ende Juni verzinst. Hieran habe auch der Markt für Euro-Unternehmensanleihen partizipiert. Papiere mit Rating Investment Grade seien auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corporate-Index, ER00) um rund 1,2 Prozent gestiegen. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten sich im Monatsverlauf sukzessive zurückgebildet und ein Jahrestief bei 49 Basispunkten erreicht. Per saldo hätten die Spreads um sechs auf 50 Basispunkte nachgegeben.
Insgesamt sei die Marktbewegung ruhig verlaufen. Sehr erfreuliche Unternehmensergebnisse im zweiten Quartal und das Thema Reopening der Wirtschaft hätten die Entwicklung bestimmt. Die Ausbreitung der Delta-Variante und zuletzt hohe Inflationsdaten aus den USA und im Euroraum hätten der positiven Marktentwicklung nichts anhaben können. Darüber hinaus hätten die fortgesetzten Ankäufe der Europäischen Zentralbank und die Aussicht auf eine im Euroraum noch langanhaltende lockere Geldpolitik unterstützt.
Am Primärmarkt für Unternehmenspapiere habe die Neuemissionstätigkeit vor dem Hintergrund der Sommerpause und der Berichtssaison zuletzt deutlich nachgelassen. Die neuen Papiere, die im Juli platziert worden seien, hätten angesichts der anhaltend hohen Nachfrage weiterhin geringe Zeichnungsprämien für die Anleger aufgewiesen.
Mit Blick auf die Sub-Indices sei aufgefallen, dass High Yield-Papiere im Juli etwas in der Entwicklung zurückgefallen seien. Das dürfte in erster Linie am hohen Neuemissionsangebot hochverzinslicher Titel gelegen haben. Der repräsentative ICE BofA HEAG-Index habe 0,4 Prozent hinzugewonnen, während sich die Spreads um sechs auf 265 Basispunkte ausgeweitet hätten. Finanz- und Industriepapiere aus dem Nachrangsektor (ICE BofA EBSU- und ENSU-Index) hätten mit 0,9 und 1,1 Prozent ebenfalls freundlich tendiert, dort sei eine rückläufige Spreadentwicklung zu beobachten gewesen.
US-Unternehmensanleihen (ICE BofA US-Large Cap Corporate-Index) seien im Rahmen ebenfalls rückläufiger Treasury-Renditen mit einem Plus von 1,2 Prozent aus dem Markt gegangen. Die Risikoprämien hätten sich allerdings leicht auf 98 Basispunkte ausgeweitet. (Ausgabe vom 12.08.2021) (16.08.2021/alc/a/a)
Zehnjährige Bundesanleihen hätten sich zuletzt mit minus 46 Basispunkten und damit 25 Basispunkte tiefer als Ende Juni verzinst. Hieran habe auch der Markt für Euro-Unternehmensanleihen partizipiert. Papiere mit Rating Investment Grade seien auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corporate-Index, ER00) um rund 1,2 Prozent gestiegen. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten sich im Monatsverlauf sukzessive zurückgebildet und ein Jahrestief bei 49 Basispunkten erreicht. Per saldo hätten die Spreads um sechs auf 50 Basispunkte nachgegeben.
Am Primärmarkt für Unternehmenspapiere habe die Neuemissionstätigkeit vor dem Hintergrund der Sommerpause und der Berichtssaison zuletzt deutlich nachgelassen. Die neuen Papiere, die im Juli platziert worden seien, hätten angesichts der anhaltend hohen Nachfrage weiterhin geringe Zeichnungsprämien für die Anleger aufgewiesen.
Mit Blick auf die Sub-Indices sei aufgefallen, dass High Yield-Papiere im Juli etwas in der Entwicklung zurückgefallen seien. Das dürfte in erster Linie am hohen Neuemissionsangebot hochverzinslicher Titel gelegen haben. Der repräsentative ICE BofA HEAG-Index habe 0,4 Prozent hinzugewonnen, während sich die Spreads um sechs auf 265 Basispunkte ausgeweitet hätten. Finanz- und Industriepapiere aus dem Nachrangsektor (ICE BofA EBSU- und ENSU-Index) hätten mit 0,9 und 1,1 Prozent ebenfalls freundlich tendiert, dort sei eine rückläufige Spreadentwicklung zu beobachten gewesen.
US-Unternehmensanleihen (ICE BofA US-Large Cap Corporate-Index) seien im Rahmen ebenfalls rückläufiger Treasury-Renditen mit einem Plus von 1,2 Prozent aus dem Markt gegangen. Die Risikoprämien hätten sich allerdings leicht auf 98 Basispunkte ausgeweitet. (Ausgabe vom 12.08.2021) (16.08.2021/alc/a/a)


