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Ungarn: Erneute moderate Straffung der Geldpolitik nicht auszuschließen
11.04.19 12:36
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bis zur letzten Zentralbanksitzung Ende März konnte der Ungarische Forint (HUF) gegen den Euro seit Jahresbeginn noch eine Aufwertung von 2,5 Prozent vorweisen, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Seither habe er jedoch bereits wieder rund 2 Prozent verloren. Und das, obwohl die ungarische Nationalbank den Einlagenzinssatz um 10 Basispunkte auf -0,05 Prozent erhöht habe. Dabei hätten die Währungshüter jedoch auch deutlich klargemacht, dass die Erhöhung lediglich eine einmalige Maßnahme sei. Damit hätten sie die Hoffnungen des Marktes enttäuscht, der weitere Zinsanhebungen erwartet habe. Die Schwäche des Forint erscheine inzwischen jedoch übertrieben. Die am Dienstag veröffentlichten Inflationszahlen für März hätten erneut einen starken Anstieg des Preisniveaus gezeigt und deutlich die Erwartungen übertroffen. Gleichzeitig habe auch das von der Zentralbank präferierte Inflationsmaß, das Steuereffekte unberücksichtigt lasse, mit 3,5 Prozent weiterhin über dem Zielwert von 3,0 Prozent gelegen.
Aufgrund des anhaltenden Inflationsdrucks sei eine erneute moderate Straffung der Geldpolitik nicht auszuschließen. Auch sei es wegen des starken Wachstums in Ungarn zu einem Nettozufluss an ausländischen Direktinvestitionen in Höhe von zuletzt 3 Prozent des BIP gekommen, einem der höchsten Werte unter den Schwellenländern. Da bereits neue Investitionsprojekte und Kapazitätsausweitungen angekündigt worden seien, dürfte der starke Kapitalzufluss anhalten. Zusammen mit einer strafferen Geldpolitik sei daher von einer Aufwertung des Forint auszugehen. (11.04.2019/alc/a/a)
Seither habe er jedoch bereits wieder rund 2 Prozent verloren. Und das, obwohl die ungarische Nationalbank den Einlagenzinssatz um 10 Basispunkte auf -0,05 Prozent erhöht habe. Dabei hätten die Währungshüter jedoch auch deutlich klargemacht, dass die Erhöhung lediglich eine einmalige Maßnahme sei. Damit hätten sie die Hoffnungen des Marktes enttäuscht, der weitere Zinsanhebungen erwartet habe. Die Schwäche des Forint erscheine inzwischen jedoch übertrieben. Die am Dienstag veröffentlichten Inflationszahlen für März hätten erneut einen starken Anstieg des Preisniveaus gezeigt und deutlich die Erwartungen übertroffen. Gleichzeitig habe auch das von der Zentralbank präferierte Inflationsmaß, das Steuereffekte unberücksichtigt lasse, mit 3,5 Prozent weiterhin über dem Zielwert von 3,0 Prozent gelegen.
Aufgrund des anhaltenden Inflationsdrucks sei eine erneute moderate Straffung der Geldpolitik nicht auszuschließen. Auch sei es wegen des starken Wachstums in Ungarn zu einem Nettozufluss an ausländischen Direktinvestitionen in Höhe von zuletzt 3 Prozent des BIP gekommen, einem der höchsten Werte unter den Schwellenländern. Da bereits neue Investitionsprojekte und Kapazitätsausweitungen angekündigt worden seien, dürfte der starke Kapitalzufluss anhalten. Zusammen mit einer strafferen Geldpolitik sei daher von einer Aufwertung des Forint auszugehen. (11.04.2019/alc/a/a)


