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Ungarn: Außenwert des Forints mitentscheidend für die Geldpolitik
06.01.25 11:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Industrieproduktion in Ungarn stieg im Oktober saison- und arbeitstagbereinigt auf Monatssicht unerwartet stark um 2,0 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.
Auf Jahressicht liege sie zwar um 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau, habe aber damit die Prognosen geschlagen. Es werde sich über die kommenden Monate zeigen müssen, ob dies der Beginn einer anhaltenden Erholung sei. Seit Mitte 2022 weise das Produktionsvolumen der Industrie einen negativen Trend auf.
Die Arbeitslosenquote sei im Oktober mit 4,5 Prozent unverändert geblieben. Allerdings könnte die schwache Entwicklung in der Industrie zukünftig für Gegenwind sorgen. Dennoch seien die durchschnittlichen Bruttolöhne im September mit 12,5 Prozent zum Vorjahresmonat weiterhin robust gestiegen.
Die Einzelhandelsumsätze, die im September wegen der Regenfluten noch eingebrochen gewesen seien, hätten im Oktober mit 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat stärker als erwartet angezogen.
Stimmungsindikatoren wie Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen verharrten weiterhin im negativen Bereich.
Die Inflationsrate sei im November wie erwartet von 3,2 auf 3,7 Prozent gestiegen und habe damit den Druck auf die Notenbank, die Zinsen zu senken, verringert. Die Notenbank dürfte weiterhin mit einem Auge auf den Außenwert des Ungarischen Forint (HUF) achten und deshalb weitere Leitzinssenkungen eher vorsichtig angehen.
Der EUR/HUF-Kurs dürfte in den kommenden Monaten volatil bleiben und Richtung EUR/HUF 420 tendieren. (Ausgabe Währungsbulletin Januar 2025) (06.01.2025/alc/a/a)
Auf Jahressicht liege sie zwar um 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau, habe aber damit die Prognosen geschlagen. Es werde sich über die kommenden Monate zeigen müssen, ob dies der Beginn einer anhaltenden Erholung sei. Seit Mitte 2022 weise das Produktionsvolumen der Industrie einen negativen Trend auf.
Die Arbeitslosenquote sei im Oktober mit 4,5 Prozent unverändert geblieben. Allerdings könnte die schwache Entwicklung in der Industrie zukünftig für Gegenwind sorgen. Dennoch seien die durchschnittlichen Bruttolöhne im September mit 12,5 Prozent zum Vorjahresmonat weiterhin robust gestiegen.
Stimmungsindikatoren wie Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen verharrten weiterhin im negativen Bereich.
Die Inflationsrate sei im November wie erwartet von 3,2 auf 3,7 Prozent gestiegen und habe damit den Druck auf die Notenbank, die Zinsen zu senken, verringert. Die Notenbank dürfte weiterhin mit einem Auge auf den Außenwert des Ungarischen Forint (HUF) achten und deshalb weitere Leitzinssenkungen eher vorsichtig angehen.
Der EUR/HUF-Kurs dürfte in den kommenden Monaten volatil bleiben und Richtung EUR/HUF 420 tendieren. (Ausgabe Währungsbulletin Januar 2025) (06.01.2025/alc/a/a)


