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Ungarische Wirtschaft stark - Notenbank wartet ab


14.06.19 11:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die ungarische Volkswirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres mit 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr überraschend stark gewachsen, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Dazu hätten vor allem die gestiegenen Ausgaben der Haushalte, starke Exportzahlen und die zunehmenden Investitionen in langlebige Kapitalgüter beigetragen. Die Deutsche Bank hob in der Folge ihre Wachstumsprognose für 2019 auf 4,0 Prozent an. Die Inflationsrate sei im April auf ein Sechsmonatshoch in Höhe von 3,9 Prozent gestiegen, wo sie im Mai verharrt habe. Die ungarische Notenbank verweise jedoch darauf, dass die volatilen Komponenten der Teuerungsrate für diese Entwicklung verantwortlich seien, der darunter liegende Trend schwäche sich hingegen ab.

Zudem würden sowohl der Handelsstreit zwischen den USA und China als auch der Brexit die Gefahr einer weiteren Schwächung der Eurozonenkonjunktur trüben, unter der auch die ungarische Wirtschaft leiden würde. Außerdem würden die Effekte der Kurswende der FED und der EZB abzuwarten bleiben. Erste Anzeichen einer lockereren Geldpolitik in der Eurozone hätten im Juni zu einer leichten Stärkung des Forint gegenüber dem Euro geführt. Bei den ungarischen Währungshütern wird wenig Bewegung erwartet, für die kommenden Wochen geht die Deutsche Bank von einer Seitwärtsbewegung des Wechselkurses aus. (14.06.2019/alc/a/a)