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US-Treasuries 2/10J-Spread wird sich auf 200 bis 240 BP ausweiten
29.03.12 10:32
BayernLB
München (www.anleihencheck.de) - Die Serie positiverer US-Konjunkturdaten hat sich bis zuletzt fortgesetzt: die Arbeitslosenquote fällt im Trend weiter, das Wachstum dürfte sich bei rund 2% stabilisieren, so die Analysten der BayernLB.
Die schlechte Verfassung des Immobilienmarktes und der notwendige Schuldenabbau würden jedoch weiterhin den privaten Verbrauch belasten. Gegenüber dem enttäuschend schwachen zweiten Halbjahr würden die wieder steigenden ISM-Indices eine (leichte) Belebung der Konjunktur im ersten Halbjahr anzeigen. Insgesamt bleibe der Aufschwung langsam und anfällig für Rücksetzer; eine Rezession sei aber unwahrscheinlich. (BIP Prognose 2012: +2,1%; 2013: +2,0%).
Wegen der Unterauslastung der Kapazitäten und der immer noch hohen Arbeitslosigkeit seien die längerfristigen Inflationsgefahren gering. Die Gesamtinflation habe ihren Höhepunkt im Herbst überschritten und sollte sukzessive fallen - verzögert durch den starken Ölpreisanstieg (+12% seit Jahresbeginn), die Kernrate aber moderat steigen. Deflationsrisiken seien derzeit nicht in Sicht. (Prognose 2011: +2,0%; 2012: +2,2%).
Konjunkturrisiken, die hohe US-Staatsverschuldung und die Sorge um die Stabilität des Finanzsektors hätten zwar zuletzt an Markteinfluss verloren, würden aber längerfristig die bestimmenden Marktthemen bleiben. Die FED könnte bei einer erneuten Konjunkturabschwächung auch nach "Operation Twist" weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen beschließen. Die Analysten würden nicht mit Leitzinsanhebungen vor Ende 2013 rechnen.
Die sich nur graduell beruhigende europäische Staatsschuldenkrise stütze weiterhin den Treasurymarkt als sicheren Hafen gegen einen stärkeren Renditeanstieg. Erst mit Blick auf das zweite Halbjahr 2012 erwarte man einen Anstieg der zehnjährigen Renditen in Richtung der Marke 2,6%. Ein über mehrere Jahre niedriges US-Wachstum, das Risiko, in ein Japan-Szenario zu gleiten, und eine weiterhin sehr expansive FED stünden einem starken Renditeanstieg entgegen.
Bei fixiertem Leitzins werde die US-Kurvensteilheit von der Renditeentwicklung am langen Ende getrieben. Der 2/10J-Spread werde sich daher in den kommenden drei bis zwölf Monaten auf 200 bis 240 BP ausweiten. (29.03.2012/alc/a/a)
Die schlechte Verfassung des Immobilienmarktes und der notwendige Schuldenabbau würden jedoch weiterhin den privaten Verbrauch belasten. Gegenüber dem enttäuschend schwachen zweiten Halbjahr würden die wieder steigenden ISM-Indices eine (leichte) Belebung der Konjunktur im ersten Halbjahr anzeigen. Insgesamt bleibe der Aufschwung langsam und anfällig für Rücksetzer; eine Rezession sei aber unwahrscheinlich. (BIP Prognose 2012: +2,1%; 2013: +2,0%).
Konjunkturrisiken, die hohe US-Staatsverschuldung und die Sorge um die Stabilität des Finanzsektors hätten zwar zuletzt an Markteinfluss verloren, würden aber längerfristig die bestimmenden Marktthemen bleiben. Die FED könnte bei einer erneuten Konjunkturabschwächung auch nach "Operation Twist" weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen beschließen. Die Analysten würden nicht mit Leitzinsanhebungen vor Ende 2013 rechnen.
Die sich nur graduell beruhigende europäische Staatsschuldenkrise stütze weiterhin den Treasurymarkt als sicheren Hafen gegen einen stärkeren Renditeanstieg. Erst mit Blick auf das zweite Halbjahr 2012 erwarte man einen Anstieg der zehnjährigen Renditen in Richtung der Marke 2,6%. Ein über mehrere Jahre niedriges US-Wachstum, das Risiko, in ein Japan-Szenario zu gleiten, und eine weiterhin sehr expansive FED stünden einem starken Renditeanstieg entgegen.
Bei fixiertem Leitzins werde die US-Kurvensteilheit von der Renditeentwicklung am langen Ende getrieben. Der 2/10J-Spread werde sich daher in den kommenden drei bis zwölf Monaten auf 200 bis 240 BP ausweiten. (29.03.2012/alc/a/a)


