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US-Shutdown stoppt Datenflut: Fed tappt im Dunkeln
15.10.25 08:37
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Statistiken sind wichtig für Politiker, Notenbanken und Finanzmärkte aber auch für Unternehmer und Verbraucher, so die Analysten der Helaba.
Insofern stelle der Ausfall an neuen US-Datenveröffentlichungen aufgrund des "government shutdown" ein Problem und ein Risiko dar, insbesondere wenn die Schließung der Behörden länger dauere. Wer wisse, wie es um die US-Wirtschaft stehe, wenn Zahlen zu Wachstum, Beschäftigung und Inflation und viele, viele andere nicht mehr erhoben und veröffentlicht würden? Welche Zinssätze seien angemessen, welche Aktien- und Devisenkurse? Der Bedarf an Informationen sei hoch. Heute hätten eigentlich die US-Verbraucherpreisstatistiken veröffentlicht werden sollen. Das Bureau of Labor Statistics habe die Bekanntgabe auf den 24. Oktober verschoben. Offensichtlich solle mit einer Notbesetzung gewährleistet werden, dass die Sozialausgaben, die an den CPI gekoppelt seien, pünktlich ausgezahlt werden könnten.
Die Sitzung der US-Notenbank sei wenige Tage später. Immerhin könnten die Geldpolitiker dann auf die Preisstatistik zurückgreifen, um ihre Entscheidung zu treffen. Der Arbeitsmarktbericht von September fehle aber weiterhin. Behelfsmäßig würden die Blicke daher wohl auf andere Datenquellen gerichtet. Im Falle der Beschäftigung biete sich der ADP-Report an. Allerdings werde die Schätzung für diesen regelmäßig an den offiziellen Zahlen rekalibriert. Zudem würden regionale Fed-Banken weiterhin Daten wie Umfragen zur Industriestimmung und Nowcast-Schätzungen zur Inflation veröffentlichen. Letztere deute auf eine weiterhin hohe Teuerungsrate hin. Für die Fed sei dieses Agieren unter Unsicherheit eine zusätzliche Belastung, neben den noch immer erratischen Ankündigungen von teilweise absurd hohen Zollsätzen seitens der US-Administration.
Vor diesem Hintergrund würden nicht nur "soft data" wie Umfragen eine höhere Bedeutung gewinnen, sondern auch die Reden von Fed-Vertretern. So stünden heute die "Trump-Vertrauten" im FOMC, Miran und Waller, im Kalender. Sie würden wohl keinen Hehl aus ihrer Präferenz für Zinssenkungen machen. (15.10.2025/alc/a/a)
Insofern stelle der Ausfall an neuen US-Datenveröffentlichungen aufgrund des "government shutdown" ein Problem und ein Risiko dar, insbesondere wenn die Schließung der Behörden länger dauere. Wer wisse, wie es um die US-Wirtschaft stehe, wenn Zahlen zu Wachstum, Beschäftigung und Inflation und viele, viele andere nicht mehr erhoben und veröffentlicht würden? Welche Zinssätze seien angemessen, welche Aktien- und Devisenkurse? Der Bedarf an Informationen sei hoch. Heute hätten eigentlich die US-Verbraucherpreisstatistiken veröffentlicht werden sollen. Das Bureau of Labor Statistics habe die Bekanntgabe auf den 24. Oktober verschoben. Offensichtlich solle mit einer Notbesetzung gewährleistet werden, dass die Sozialausgaben, die an den CPI gekoppelt seien, pünktlich ausgezahlt werden könnten.
Die Sitzung der US-Notenbank sei wenige Tage später. Immerhin könnten die Geldpolitiker dann auf die Preisstatistik zurückgreifen, um ihre Entscheidung zu treffen. Der Arbeitsmarktbericht von September fehle aber weiterhin. Behelfsmäßig würden die Blicke daher wohl auf andere Datenquellen gerichtet. Im Falle der Beschäftigung biete sich der ADP-Report an. Allerdings werde die Schätzung für diesen regelmäßig an den offiziellen Zahlen rekalibriert. Zudem würden regionale Fed-Banken weiterhin Daten wie Umfragen zur Industriestimmung und Nowcast-Schätzungen zur Inflation veröffentlichen. Letztere deute auf eine weiterhin hohe Teuerungsrate hin. Für die Fed sei dieses Agieren unter Unsicherheit eine zusätzliche Belastung, neben den noch immer erratischen Ankündigungen von teilweise absurd hohen Zollsätzen seitens der US-Administration.
Vor diesem Hintergrund würden nicht nur "soft data" wie Umfragen eine höhere Bedeutung gewinnen, sondern auch die Reden von Fed-Vertretern. So stünden heute die "Trump-Vertrauten" im FOMC, Miran und Waller, im Kalender. Sie würden wohl keinen Hehl aus ihrer Präferenz für Zinssenkungen machen. (15.10.2025/alc/a/a)


