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US-Schuldengrenze wieder in Kraft
19.07.19 10:00
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Seitdem die Obergrenze für die US-Staatsschulden im März dieses Jahres wieder in Kraft getreten ist, hält sich die Regierung nur mittels Sondermaßnahmen zahlungsfähig, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Finanzminister Mnuchin habe bereits gewarnt, dass die derzeit noch verfügbaren Bargeldreserven von 210 Milliarden US-Dollar schon Anfang September verbraucht sein könnten. Während die Republikaner eine kurzfristige Lösung fordern würden, die lediglich eine erneute Anhebung der Schuldengrenze vorsehe, würden die oppositionellen Demokraten einen umfassenderen Deal schließen wollen. Dieser solle auch eine Einigung auf den Haushalt für 2020 beinhalten, denn sonst drohe Anfang Oktober der nächste Regierungsstillstand in den USA. Zwar sei zweifelhaft, ob man sich vor Beginn der Sommerpause Ende nächster Woche noch einigen könne.
Da jedoch keine Partei eine Zahlungsunfähigkeit der Regierung provozieren wolle, gehe die Deutsche Bank von einem Kompromiss aus. Je später dieser allerdings geschlossen werde, desto stärker dürfte die Unsicherheit auf dem US-Dollar lasten. Ganz unmittelbar belastet worden sei hingegen gestern der Euro. Verantwortlich für die Schwäche seien neben einem überraschend starken Anstieg des US-Philadelphia-FED-Unternehmensvertrauensindex und erneuten Spekulationen über mögliche Neuwahlen in Italien auch Gerüchte in Bezug auf eine mögliche Anpassung des EZB-Inflationsziels von knapp zwei Prozent. Diese könnte für den Zielwert zukünftig einen symmetrischen Ansatz favorisieren, wodurch eine insgesamt expansivere Geldpolitik in Schwächephasen möglich wäre. (19.07.2019/alc/a/a)
Finanzminister Mnuchin habe bereits gewarnt, dass die derzeit noch verfügbaren Bargeldreserven von 210 Milliarden US-Dollar schon Anfang September verbraucht sein könnten. Während die Republikaner eine kurzfristige Lösung fordern würden, die lediglich eine erneute Anhebung der Schuldengrenze vorsehe, würden die oppositionellen Demokraten einen umfassenderen Deal schließen wollen. Dieser solle auch eine Einigung auf den Haushalt für 2020 beinhalten, denn sonst drohe Anfang Oktober der nächste Regierungsstillstand in den USA. Zwar sei zweifelhaft, ob man sich vor Beginn der Sommerpause Ende nächster Woche noch einigen könne.
Da jedoch keine Partei eine Zahlungsunfähigkeit der Regierung provozieren wolle, gehe die Deutsche Bank von einem Kompromiss aus. Je später dieser allerdings geschlossen werde, desto stärker dürfte die Unsicherheit auf dem US-Dollar lasten. Ganz unmittelbar belastet worden sei hingegen gestern der Euro. Verantwortlich für die Schwäche seien neben einem überraschend starken Anstieg des US-Philadelphia-FED-Unternehmensvertrauensindex und erneuten Spekulationen über mögliche Neuwahlen in Italien auch Gerüchte in Bezug auf eine mögliche Anpassung des EZB-Inflationsziels von knapp zwei Prozent. Diese könnte für den Zielwert zukünftig einen symmetrischen Ansatz favorisieren, wodurch eine insgesamt expansivere Geldpolitik in Schwächephasen möglich wäre. (19.07.2019/alc/a/a)


