US-Renditevorteil wird kleiner


02.02.22 09:04
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Äußerungen diverser FED-Vertreter haben die Zinserwartungen in den USA etwas gedämpft, so die Analysten der Helaba.

Gleichzeitig würden aufgrund der hohen Inflationszahlen in der Eurozone Zweifel an den Äußerungen von EZB-Präsidentin Lagarde aufkommen, die eine Zinserhöhung in diesem Jahr als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet habe. Die Folge: Der Renditevorteil der USA gegenüber der Eurozone sei zuletzt gesunken und der Euro habe Kursgewinne erzielen können.

Inflationssorgen werde es auch heute geben, denn die Schnellschätzung der EWU-Teuerung dürfte höher ausfallen als ursprünglich gedacht. Ob die EZB darauf reagiere und die geldpolitische Wende schneller voranbringen werde, bleibe im Vorfeld der morgigen EZB-Ratssitzung abzuwarten. Das Umfeld für den Rentenmarkt sei schwierig und so dürfte der Trend steigender Renditen noch nicht beendet sein.

Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit würden im positiven Bereich rentieren und 5-jährige Bunds hätten mit über -0,3% den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren erreicht. Der Abwärtsimpuls des Bund-Futures (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei intakt, nachdem am Montag und Dienstag neue Kontrakttiefs markiert worden seien. Erneute Verluste in Richtung 168,00 seien ins Kalkül zu ziehen. Im fortlaufenden Kontrakt lasse sich eine Unterstützung bei 167,69 lokalisieren. (02.02.2022/alc/a/a)




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