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US-Notenbank zieht die Zügel an
18.06.21 17:06
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Es ist so weit: Am Mittwoch vermeldete die US-Notenbank FED eine vorsichtige Abkehr von der expansiven Geldpolitik, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Bis Ende 2023 könnten zwei Zinsschritte nach oben erfolgen. Auch hätten die Notenbanker über Tapering, also das langsame Auslaufen der Aufkaufprogramme für Anleihen, gesprochen. Dass der Euro unmittelbar nach Bekanntgabe der Details der neuen Marschrichtung der US-Geldpolitik im Vergleich zum Dollar abgewertet habe, sei keine allzu große Überraschung. Schließlich würden US-Anleihen im Zuge steigender Zinsen wieder deutlich an Attraktivität gewinnen.
Doch die Kursreaktion stütze sich nicht nur auf die reine Geldpolitik. Die Währungshüter hätten der US-Wirtschaft auch ein stärkeres Wachstum als zuvor angenommen attestiert. Sollte die US-Wirtschaft in diesem Jahr wirklich um 7 Prozent zulegen, dürfte die Krise schon bald nachhaltig überwunden werden. In so einem Marktumfeld schrecke auch die Aussicht auf zwei Zinserhöhungen in zwei Jahren nicht ab. In Europa sei die Lage noch eine andere: Zwar erhöhe der Wirtschaftsmotor auch in der Eurozone seine Drehzahl, doch zeige sich die Wirtschaft dort heterogener. Es sei gut möglich, dass die Europäische Zentralbank noch deutlich länger an ihrer extrem expansiven Geldpolitik festhalte als die US-Notenbank. Auch das spreche mittelfristig eher für den Dollar als für die Gemeinschaftswährung. (18.06.2021/alc/a/a)
Bis Ende 2023 könnten zwei Zinsschritte nach oben erfolgen. Auch hätten die Notenbanker über Tapering, also das langsame Auslaufen der Aufkaufprogramme für Anleihen, gesprochen. Dass der Euro unmittelbar nach Bekanntgabe der Details der neuen Marschrichtung der US-Geldpolitik im Vergleich zum Dollar abgewertet habe, sei keine allzu große Überraschung. Schließlich würden US-Anleihen im Zuge steigender Zinsen wieder deutlich an Attraktivität gewinnen.
Doch die Kursreaktion stütze sich nicht nur auf die reine Geldpolitik. Die Währungshüter hätten der US-Wirtschaft auch ein stärkeres Wachstum als zuvor angenommen attestiert. Sollte die US-Wirtschaft in diesem Jahr wirklich um 7 Prozent zulegen, dürfte die Krise schon bald nachhaltig überwunden werden. In so einem Marktumfeld schrecke auch die Aussicht auf zwei Zinserhöhungen in zwei Jahren nicht ab. In Europa sei die Lage noch eine andere: Zwar erhöhe der Wirtschaftsmotor auch in der Eurozone seine Drehzahl, doch zeige sich die Wirtschaft dort heterogener. Es sei gut möglich, dass die Europäische Zentralbank noch deutlich länger an ihrer extrem expansiven Geldpolitik festhalte als die US-Notenbank. Auch das spreche mittelfristig eher für den Dollar als für die Gemeinschaftswährung. (18.06.2021/alc/a/a)


