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US-Notenbank drückt aufs Tempo
27.01.22 14:30
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Bei ihrer jüngsten Sitzung kündigte die US-Notenbank FED die Einleitung der Zinswende im März an, so die Experten von "FONDS professionell".
Vier Mal oder mehr wolle Notenbankchef Jerome Powell die Zinsen im laufenden Jahr anheben.
Es sei offiziell: Im März wolle die US-Notenbank Federal Reserve (FED) voraussichtlich ihre Leitzinsen erstmals anheben und diese dann im Laufe des Jahres mehrfach weiter erhöhen. Das habe FED-Präsident Jerome Powell am Mittwoch (26.01.) bei einer Sitzung der Zentralbank angekündigt, berichte das "Handelsblatt". Damit gehe auch das Ende des Wertpapierrückkaufprogramms einher, das die Notenbank in der Pandemie begonnen habe: Seit Mitte Januar reduziere die FED ihre Käufe bereits um 30 Milliarden US-Dollar pro Monat. Im November seien noch Papiere im Wert von 105 Milliarden US-Dollar angekauft worden. Im März solle das Tapering dann zu seinem Abschluss kommen.
Grund für die Zinswende sei die seit Monaten unaufhaltsam steigende Verbraucherpreisinflation. Allein im Dezember hätten sich die Preise in den USA um sieben Prozent erhöht - so stark wie seit 1982 nicht mehr. Powell habe bekanntgegeben, dass die FED die Zinsen im laufenden Jahr auch mehr als vier Mal anheben könnte, zwei Mal um 0,5 Prozentpunkte. "Es gibt ziemlich viel Raum für Zinserhöhungen, ohne dass der Arbeitsmarkt darunter leidet", zitiere ihn das "Handelsblatt". Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent sei der US-Arbeitsmarkt derzeit nahe der Vollbeschäftigung. Auch rechne der Notenbankchef trotz Omikron langfristig mit starken Wirtschaftsdaten. Bis März würden die Zinsen aber weiterhin bei 0 bis 0,25 Prozent bleiben.
Märkte seien vorbereitet gewesen
Für die Börsen seien Powells Ankündigungen wenig überraschend gekommen. Zwar seien die Notierungen Anfang der Woche abgesackt, doch nach der FED-Sitzung seien S&P 500 und Co. Stabil geblieben, was darauf schließen lasse, dass die Zinswende bereits eingepreist gewesen sei. Laut "Tagesspiegel" sei das typisch für den Stil Powells - er lasse eine Maßnahme erst breit in der Öffentlichkeit debattieren, bevor er sie treffe, sodass die Märkte bereits auf die Veränderung eingestimmt seien. Nach der Zinserhöhung wolle die Notenbank auch mit dem Bilanzabbau beginnen und dem Markt somit noch mehr Liquidität entziehen. Dabei wolle die FED aber abhängig von der Wirtschaftsentwicklung flexibel bleiben. (27.01.2022/alc/a/a)
Vier Mal oder mehr wolle Notenbankchef Jerome Powell die Zinsen im laufenden Jahr anheben.
Grund für die Zinswende sei die seit Monaten unaufhaltsam steigende Verbraucherpreisinflation. Allein im Dezember hätten sich die Preise in den USA um sieben Prozent erhöht - so stark wie seit 1982 nicht mehr. Powell habe bekanntgegeben, dass die FED die Zinsen im laufenden Jahr auch mehr als vier Mal anheben könnte, zwei Mal um 0,5 Prozentpunkte. "Es gibt ziemlich viel Raum für Zinserhöhungen, ohne dass der Arbeitsmarkt darunter leidet", zitiere ihn das "Handelsblatt". Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent sei der US-Arbeitsmarkt derzeit nahe der Vollbeschäftigung. Auch rechne der Notenbankchef trotz Omikron langfristig mit starken Wirtschaftsdaten. Bis März würden die Zinsen aber weiterhin bei 0 bis 0,25 Prozent bleiben.
Märkte seien vorbereitet gewesen
Für die Börsen seien Powells Ankündigungen wenig überraschend gekommen. Zwar seien die Notierungen Anfang der Woche abgesackt, doch nach der FED-Sitzung seien S&P 500 und Co. Stabil geblieben, was darauf schließen lasse, dass die Zinswende bereits eingepreist gewesen sei. Laut "Tagesspiegel" sei das typisch für den Stil Powells - er lasse eine Maßnahme erst breit in der Öffentlichkeit debattieren, bevor er sie treffe, sodass die Märkte bereits auf die Veränderung eingestimmt seien. Nach der Zinserhöhung wolle die Notenbank auch mit dem Bilanzabbau beginnen und dem Markt somit noch mehr Liquidität entziehen. Dabei wolle die FED aber abhängig von der Wirtschaftsentwicklung flexibel bleiben. (27.01.2022/alc/a/a)


