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US-Notenbank bleibt locker


29.07.21 11:00
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) lässt sich - noch - nicht von ihrem Kurs abbringen, so die Experten "FONDS professionell".

Trotz steigender Inflationsraten in den USA und einem deutlichen Aufschwung der Wirtschaft belasse sie die Anleihekäufe im Rahmen des Hilfsprogramms PEPP auf hohem Niveau, berichte das "Handelsblatt". Aber: Notenbankchef Jerome Powell habe diese Woche zumindest signalisiert, dass die FED künftig bei den Anleihekäufen auf die Bremse treten könnte. In einer Sitzung habe man vor allem über "Timing, Geschwindigkeit und Ausgestaltung" diskutiert.

Die Anleihekäufe in Höhe von insgesamt 120 Milliarden US-Dollar pro Monat sollten so lange beibehalten werden, bis "erhebliche Fortschritte" bei Preisstabilität und Arbeitslosigkeit erreicht seien. Dieses Ziel sei zwar in greifbare Nähe gerückt, betone die FED, jedoch noch nicht erreicht. In den kommenden Sitzungen würden Powell und Kollegen den "Fortschritt weiter evaluieren" wollen. Den starken Anstieg der Inflation halte der Notenbankchef für ein vorübergehendes Phänomen.

Ökonomen hätten sich in Gesprächen mit der "Tagesschau" wenig überrascht über den FED-Entscheid gezeigt. "Die US-Notenbanker haben heute keine wesentlichen neuen geldpolitischen Pflöcke eingerammt, aber sie signalisieren, dass ein Zurückfahren des Anleihekaufprogramms langsam, aber sicher näher rückt", habe LBBW-Ökonom Elmar Völker dem Nachrichtensender gesagt. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, habe kommentiert: "Das aktuelle Umfeld war den US-Währungshütern heute zu heiß, um mit konkreten Maßnahmen die geldpolitische Wende einzuleiten." (29.07.2021/alc/a/a)