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US-Notenbank bereitet baldigen Bilanzabbau vor
27.07.17 08:56
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Der gestrige Handelstag stand ganz im Zeichen der Erklärung der US-Notenbanker nach Abschluss der Tagung des FOMC, berichten die Analysten der National-Bank AG.
Letztlich habe die Erklärung der Notenbanker kaum etwas Neues zu bieten gehabt. Der Abbau der Notenbankbilanz werde nach dem bereits veröffentlichten Muster bald beginnen. Wahrscheinlich werde Janet Yellen das nach der nächsten Tagung des FOMC in der Pressekonferenz ankündigen, sodass es dann auch im September mit der sukzessiven Reduzierung der Anleihebestände losgehen werde.
Ansonsten wolle die US-Notenbank an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten, was auch die graduellen Leitzinsanhebungen einschließe. Die Investoren hätten jedoch vor allem auf den Hinweis der FED reagiert, wonach die Inflationsdynamik weiterhin gering sei. Das scheinen viele Anleger zum Anlass genommen zu haben, um ihre Leitzinserwartungen zu revidieren, denn der USD hat sich nach der Veröffentlichung der Stellungnahme deutlich abgeschwächt, so die Analysten der National-Bank AG. Das könnte zugleich auf das Schließen von Euro-Shortpositionen sowie dem anhaltenden Vertrauensverlust in die US-Administration geschuldet sein. So bewege sich beispielsweise bei der Ablösung von Obamacare nichts.
Gerade im Hinblick auf den künftigen Leitzinspfad der FED habe sich nämlich nicht geändert. Schließlich werde der Kurs der graduellen Leitzinsanhebungen fortgesetzt. Auch wenn Janet Yellen bei der Darstellung der künftigen Geldpolitik vor dem Kongress jüngst angemerkt habe, dass der neutrale Zins für die US-Wirtschaft derzeit deutlich niedriger anzusetzen sei, als es im historischen Vergleich der Fall sei, bedeute das nicht, dass der Zinserhöhungszyklus bald beendet sein werde. Die FED müsse ihr komplettes geldpolitisches Instrumentarium zurückgewinnen, um gegen eine Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität vorgehen zu können. Und zurzeit stehe sie mit fast leeren Händen da. Geldpolitisch hätte sie kaum Spielraum. Daher sei es viel zu früh, Leitzinsschritte auszupreisen. Mehr Klarheit in die Bedeutung der Erklärung würden die Investoren wahrscheinlich erst in den kommenden Wochen erhalten, denn dazu seien Aussagen der US-Notenbankvertreter notwendig.
Am heutigen Handelstag werde die Analyse und Bewertung der FED-Erklärung weiter gehen. Daneben werde vor allem der Berichtssaison Aufmerksamkeit geschenkt werden. Gerade in den USA zeichne sich mehr und mehr ab, dass die Unternehmen die Erwartungen überwiegend hätten übertreffen können. Daneben sei die Geldmengenentwicklung im Euroraum zu beachten. Am Nachmittag stünden dann die vorläufigen Zahlen zu den US-Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter auf der Agenda. Vielleicht werde ja der Nachweis geführt, dass sich die gute Stimmung in der US-Industrie tatsächlich in größeren Auftragsvolumina niederschlage. Bislang sei dieser Nachweis ja noch nicht erfolgt.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sollte mit leichten Kursgewinnen in den Tag starten. Am Abend dürfte die Auktion der 7-jährigen T-Notes für etwas Druck auf die Notierungen sorgen. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 161,30 und 162,55 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,23% und 2,38% schwanken. (27.07.2017/alc/a/a)
Letztlich habe die Erklärung der Notenbanker kaum etwas Neues zu bieten gehabt. Der Abbau der Notenbankbilanz werde nach dem bereits veröffentlichten Muster bald beginnen. Wahrscheinlich werde Janet Yellen das nach der nächsten Tagung des FOMC in der Pressekonferenz ankündigen, sodass es dann auch im September mit der sukzessiven Reduzierung der Anleihebestände losgehen werde.
Gerade im Hinblick auf den künftigen Leitzinspfad der FED habe sich nämlich nicht geändert. Schließlich werde der Kurs der graduellen Leitzinsanhebungen fortgesetzt. Auch wenn Janet Yellen bei der Darstellung der künftigen Geldpolitik vor dem Kongress jüngst angemerkt habe, dass der neutrale Zins für die US-Wirtschaft derzeit deutlich niedriger anzusetzen sei, als es im historischen Vergleich der Fall sei, bedeute das nicht, dass der Zinserhöhungszyklus bald beendet sein werde. Die FED müsse ihr komplettes geldpolitisches Instrumentarium zurückgewinnen, um gegen eine Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität vorgehen zu können. Und zurzeit stehe sie mit fast leeren Händen da. Geldpolitisch hätte sie kaum Spielraum. Daher sei es viel zu früh, Leitzinsschritte auszupreisen. Mehr Klarheit in die Bedeutung der Erklärung würden die Investoren wahrscheinlich erst in den kommenden Wochen erhalten, denn dazu seien Aussagen der US-Notenbankvertreter notwendig.
Am heutigen Handelstag werde die Analyse und Bewertung der FED-Erklärung weiter gehen. Daneben werde vor allem der Berichtssaison Aufmerksamkeit geschenkt werden. Gerade in den USA zeichne sich mehr und mehr ab, dass die Unternehmen die Erwartungen überwiegend hätten übertreffen können. Daneben sei die Geldmengenentwicklung im Euroraum zu beachten. Am Nachmittag stünden dann die vorläufigen Zahlen zu den US-Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter auf der Agenda. Vielleicht werde ja der Nachweis geführt, dass sich die gute Stimmung in der US-Industrie tatsächlich in größeren Auftragsvolumina niederschlage. Bislang sei dieser Nachweis ja noch nicht erfolgt.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sollte mit leichten Kursgewinnen in den Tag starten. Am Abend dürfte die Auktion der 7-jährigen T-Notes für etwas Druck auf die Notierungen sorgen. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 161,30 und 162,55 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,23% und 2,38% schwanken. (27.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


