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US-Konsumausgaben: Zinspause dürfte auf sich warten lassen


27.02.23 10:37
Janus Henderson Investors

London (www.anleihencheck.de) - Das US-Handelsministerium meldete am 24. Februar, dass der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Januar um 0,6% und im Jahresvergleich um 4,7% gestiegen ist, so Greg Wilensky, Head of US Fixed Income von Janus Henderson Investors.

Die Schätzungen der Wall Street hätten bei 0,5% bzw. 4,4% gelegen. Unter Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie sei der PCE-Index um 0,6% bzw. 5,4% gestiegen.

Die Bekanntgabe habe keine guten Nachrichten zur Inflation gebracht. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Annäherung der Inflation an das 2%-Ziel der Federal Reserve (FED) holpriger - und langsamer - verlaufen dürfte, als die Märkte erwarten würden. Nach drei Monaten sinkender Inflation seien die Anleger eigentlich von einer Fortsetzung des Abwärtstrends ausgegangen.

Darauf hätten weder die FED noch die Anleger gehofft und die Experten von Janus Henderson Investors würden davon ausgehen, dass sich die Märkte auf eine höhere und längere Zinserhöhung der FED einstellen würden, als sie zuvor eingepreist hätten. Die gestiegenen Inflationsdaten in Verbindung mit der anhaltenden Stärke des Arbeitsmarktes und der Verbraucherausgaben würden darauf hindeuten, dass die FED in Sachen Inflation noch einiges zu tun habe.

Nach dieser Meldung würden die Experten von Janus Henderson Investors eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der nächsten FED-Sitzung für sehr wahrscheinlich halten. Abhängig von den Daten, die in den kommenden Monaten veröffentlicht würden, könnte es auf den folgenden Sitzungen noch eine oder zwei weitere Zinserhöhungen geben. So oder so würden die Anleger wohl noch ein wenig länger auf die lang erwartete Zinspause der FED warten müssen. (Ausgabe vom 24.02.2023) (27.02.2023/alc/a/a)