US-Inflation im Blick behalten


14.01.20 10:20
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das datenseitige Interesse gilt heute den Verbraucherpreisen in den USA, so die Analysten der Helaba.

Zuletzt sei die Gesamtinflation auf +2,1% VJ gestiegen und die Kern-Verbraucherpreise lägen bei 2,3% VJ und damit oberhalb des Inflationsziels der amerikanischen Notenbank. Preistreibend seien die Energiekosten und auch die Nahrungsmittel hätten sich verteuert. Insofern sollte es auch im Dezember zu einem weiteren Anstieg der Gesamtinflation gekommen sein. Die Kernteuerungsrate dürfte bei 2,3% verharren.

Insgesamt setze die Preisentwicklung die US-Notenbank nicht unter Zugzwang, die Geldpolitik erneut lockern zu müssen. Vielmehr dürften sich die Notenbanker in ihrer abwartenden Haltung bestätigt sehen. Zuletzt seien es Kashkari und Kaplan gewesen, die sich für eine Politik der ruhigen Hand ausgesprochen hätten. Zinssenkungserwartungen sollten tendenziell gedämpft werden.

Heute richte sich die Aufmerksamkeit auch auf das NFIB-Mittelstandsbarometer. Die Stimmung der mittelständischen Wirtschaft habe sich seit dem Hoch im August 2018 bei 108,8 Punkten abgeschwächt, zuletzt aber wieder zulegen können. Zudem befinde sich der Index oberhalb von 100 Punkten und damit auf einem erhöhten Niveau. Nach Ansicht der Unternehmen bestehe das größte Problem darin, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, während Absatzschwierigkeiten als unbedeutend angesehen würden. Zwar könnte es beim NFIB-Index nach dem Vormonatsplus zu einer kleinen Korrektur kommen, mit einer Enttäuschung gegenüber der Konsensschätzung würden die Analysten aber nicht rechnen. (14.01.2020/alc/a/a)