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US High Yield Bonds: Starkes erstes Halbjahr erwartet
21.02.19 11:00
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Allen Marktturbulenzen und politischen Unsicherheiten zum Trotz - die Aussichten für die Anlageklasse High Yield sind gut. Dieser Ansicht ist zumindest Carl 'Pepper' Whitbeck, Global Head of High Yield and US Active Fixed Income bei AXA Investment Managers.
"Die Erholung in ersten Januarwochen wird sich zumindest in der ersten Jahreshälfte fortsetzen, und Fortschritte an der Handelsfront mit China sowie eine weniger aggressive Geldpolitik dürften zur Stabilisierung der Märkte beitragen, sodass wir zunächst einen starken High-Yield-Markt erwarten. Zwar wird die Volatilität anhalten, wir gehen aber dennoch von einer kuponähnlichen Rendite zwischen 6 und 8 Prozent aus", so Carl 'Pepper' Whitbeck.
Noch im vierten Quartal 2018 habe der US High-Yield-Bonds-Markt alle seine zuvor erreichten Gewinne abgegeben und eine Gesamtrendite von -4,67 Prozent erzielt. Das sei die schlechteste Quartalsperformance seit 2015 gewesen. Dass die Anleger 2019 zunächst mit Zurückhaltung begegnet seien, verwundere daher wenig. "Die signifikante Preisanpassung in den letzten Wochen des vergangenen Jahres hat aus unserer Sicht jedoch neue Chancen eröffnet und das Potenzial für gute Ergebnisse im Jahr 2019 erhöht", sage Whitbeck. Obwohl die Risiken nach wie vor hoch seien, gebe es mehrere Gründe, vorsichtig optimistisch in Bezug auf die US-Hochzinsanleihen zu sein.
Im Vergleich zu 2018 werde sich das US-Wirtschaftswachstum zwar etwas verlangsamen, ein negatives Wachstum sei jedoch nicht in Sicht. "Ein langsameres Wirtschaftswachstum könnte US-High-Yield-Anleihen Rückenwind verschaffen, da es Unternehmen erlaubt, ihren Schuldverpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die FED von einem aggressiven geldpolitischen Kurs abhält", sage Pepper. Die Stimmung der Anleger deute darauf hin, dass das Ende des Konjunkturzyklus und damit auch das Ende des sogenannten Goldilocks-Szenario der vergangenen Jahre, also des beinahe idealen Umfelds, gekommen sei. "Die Risikoaversion der Anleger könnte entsprechend hoch bleiben. Wir erwarten, dass schlecht performende Kredite zunehmend abgestraft werden, während der Großteil der High-Yield-Anlagen im schwachen Wachstumsumfeld 2019 noch gut abschneiden könnte", so der Experte weiter.
Darüber hinaus seien die Fundamentaldaten für Hochzinsanleihen positiv. Im aktuellen Konjunkturzyklus werde der US-High-Yield-Markt im Gegensatz zu Investmentgrade-Anleihen und Leveraged Loans noch nicht von der hohen Risikobereitschaft beeinflusst, so wie es in der Vergangenheit zum Ende von Zyklen üblich gewesen sei. "Wir nehmen die Verluste aus dem vergangenen Jahr sehr ernst und behalten die Entwicklung im Auge, um herauszufinden, ob eine größere makroökonomische Sorge bezüglich steigender Kosten und der Verringerung der Margen gerechtfertigt ist. Für einen Großteil unserer Portfoliobestände erwarten wir für 2019 ein potenziell positives Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr", so Pepper weiter. Die Ausfallquoten schätze er zwischen 1,5 und 2 Prozent ein und damit auf ein unterdurchschnittliches Niveau.
Die FED werde die Zinsen voraussichtlich ruhen lassen, bis wieder Stabilität einkehre. Wann und ob die Zinserhöhungen wieder aufgenommen würden, hänge von Wirtschaftsdaten und politischen Entwicklungen wie dem US-Handelskonflikt mit China ab. Pepper gehe aktuell davon aus, dass die FED die Zinsen 2019 nur einmal anheben werde. Die Bandbreite der möglichen Szenarios sei allerdings größer, als dies in den letzten Jahren der Fall gewesen sei. "Eine sorgfältige Auswahl der Wertpapiere bleibt daher nach wie vor entscheidend", so Pepper. (21.02.2019/alc/a/a)
"Die Erholung in ersten Januarwochen wird sich zumindest in der ersten Jahreshälfte fortsetzen, und Fortschritte an der Handelsfront mit China sowie eine weniger aggressive Geldpolitik dürften zur Stabilisierung der Märkte beitragen, sodass wir zunächst einen starken High-Yield-Markt erwarten. Zwar wird die Volatilität anhalten, wir gehen aber dennoch von einer kuponähnlichen Rendite zwischen 6 und 8 Prozent aus", so Carl 'Pepper' Whitbeck.
Im Vergleich zu 2018 werde sich das US-Wirtschaftswachstum zwar etwas verlangsamen, ein negatives Wachstum sei jedoch nicht in Sicht. "Ein langsameres Wirtschaftswachstum könnte US-High-Yield-Anleihen Rückenwind verschaffen, da es Unternehmen erlaubt, ihren Schuldverpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die FED von einem aggressiven geldpolitischen Kurs abhält", sage Pepper. Die Stimmung der Anleger deute darauf hin, dass das Ende des Konjunkturzyklus und damit auch das Ende des sogenannten Goldilocks-Szenario der vergangenen Jahre, also des beinahe idealen Umfelds, gekommen sei. "Die Risikoaversion der Anleger könnte entsprechend hoch bleiben. Wir erwarten, dass schlecht performende Kredite zunehmend abgestraft werden, während der Großteil der High-Yield-Anlagen im schwachen Wachstumsumfeld 2019 noch gut abschneiden könnte", so der Experte weiter.
Darüber hinaus seien die Fundamentaldaten für Hochzinsanleihen positiv. Im aktuellen Konjunkturzyklus werde der US-High-Yield-Markt im Gegensatz zu Investmentgrade-Anleihen und Leveraged Loans noch nicht von der hohen Risikobereitschaft beeinflusst, so wie es in der Vergangenheit zum Ende von Zyklen üblich gewesen sei. "Wir nehmen die Verluste aus dem vergangenen Jahr sehr ernst und behalten die Entwicklung im Auge, um herauszufinden, ob eine größere makroökonomische Sorge bezüglich steigender Kosten und der Verringerung der Margen gerechtfertigt ist. Für einen Großteil unserer Portfoliobestände erwarten wir für 2019 ein potenziell positives Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr", so Pepper weiter. Die Ausfallquoten schätze er zwischen 1,5 und 2 Prozent ein und damit auf ein unterdurchschnittliches Niveau.
Die FED werde die Zinsen voraussichtlich ruhen lassen, bis wieder Stabilität einkehre. Wann und ob die Zinserhöhungen wieder aufgenommen würden, hänge von Wirtschaftsdaten und politischen Entwicklungen wie dem US-Handelskonflikt mit China ab. Pepper gehe aktuell davon aus, dass die FED die Zinsen 2019 nur einmal anheben werde. Die Bandbreite der möglichen Szenarios sei allerdings größer, als dies in den letzten Jahren der Fall gewesen sei. "Eine sorgfältige Auswahl der Wertpapiere bleibt daher nach wie vor entscheidend", so Pepper. (21.02.2019/alc/a/a)


