Erweiterte Funktionen

US-Geldpolitik: Alle Aufmerksamkeit auf Jerome Powell


10.07.19 12:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Sechs Jahre ist es nun her, da erschreckte Ben Bernanke die Märkte mit dem baldigen Ende des Anleiheankaufprogramms und löste eine Währungskrise in den Schwellenländern aus - die "Fragilen Fünf" waren geboren, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Ganz so dramatisch dürfte es heute nicht werden, wenn der aktuelle FED-Chef an gleicher Stelle vor dem Kongress Rechenschaft über die Arbeit der Zentralbank ablege. Der Markt werde aber genau hinhören und versuchen herauszufinden, was in den nächsten Monaten geldpolitisch von der FED zu erwarten sei. Der Handelsstreit und schwache globale Industrie- und Außenhandelszahlen würden für eine Senkung der Leitzinsen in den USA sprechen. Der gute Arbeitsmarktbericht habe zuletzt hingegen Zweifel aufkommen lassen. Zwar werde am Markt basierend auf Terminkontrakten zum Monatsende weiterhin eine Leitzinssenkung eingepreist, die Debatte über die weitere Geldpolitik der FED habe jedoch wieder Fahrt aufgenommen. Würden Überraschungen bei Powells heutiger Rede ausbleiben, sei eine Leitzinssenkung von 0,25 Prozentpunkten am 31. Juli immer noch am wahrscheinlichsten. (10.07.2019/alc/a/a)