Erweiterte Funktionen
USA: Zinswende in Trippelschritten
20.07.15 12:05
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Während in Europa die Griechenland-Krise die Schlagzeilen bestimmt, hat sich die wirtschaftliche Lage in den USA beruhigt, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Stabile Wirtschaftsdaten würden nun auf eine Zinsanhebung durch die FED im September hinweisen.
Die Rendite der zehnjährigen Treasuries habe sich von 1,75 Prozent p.a. Anfang Februar auf inzwischen circa 2,40 Prozent p.a. gesteigert. Der Hauptgrund hierfür liege in der florierenden US-Konjunktur: Starke Einzelhandelsumsätze, das stark beachtete Konsumbarometer und die sinkenden Arbeitslosenzahlen würden eine stabile US-Wirtschaft signalisieren. Nach Jahren der Rezession befänden sich die USA wieder auf Wachstumskurs.
Diese positiven Zahlen würden den Stimmen Gehör verleihen, die von einer bevorstehenden Zinsanhebung sprechen würden. "Die Nullzinspolitik der FED seit der Finanzkrise könnte bereits im September ein Ende haben", sage Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger. Voraussichtlich werde es zunächst nur einen oder zwei kleine Zinsschritte von je 0,25 Prozent geben, um die US-Wirtschaft nicht nachhaltig zu belasten und eine weitere Aufwertung des US-Dollars gegenüber anderen wichtigen Währungen zu vermeiden.
Die US-Notenbank FED habe im Zuge der Finanzkrise aktiv in das Marktgeschehen eingegriffen, die Zinsen massiv gesenkt und insgesamt drei Liquiditätsprogramme (Quantitative Easing 1 bis 3) gestartet. Durch diese Maßnahmen sei ihre Bilanzsumme bis auf rund 4,5 Billionen US-Dollar (davon circa 2,4 Billionen US-Dollar an US-amerikanischen Staatsanleihen) an Vermögenswerten aufgeblasen worden. Erst Mitte Juni 2013 sei ein Kurswechsel erfolgt, als der damalige US-Notenbankchef Ben Bernanke das Signal zu einem langsamen Zurückfahren der Liquiditätshilfen ("Tapering") gegeben habe. (20.07.2015/alc/a/a)
Stabile Wirtschaftsdaten würden nun auf eine Zinsanhebung durch die FED im September hinweisen.
Diese positiven Zahlen würden den Stimmen Gehör verleihen, die von einer bevorstehenden Zinsanhebung sprechen würden. "Die Nullzinspolitik der FED seit der Finanzkrise könnte bereits im September ein Ende haben", sage Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger. Voraussichtlich werde es zunächst nur einen oder zwei kleine Zinsschritte von je 0,25 Prozent geben, um die US-Wirtschaft nicht nachhaltig zu belasten und eine weitere Aufwertung des US-Dollars gegenüber anderen wichtigen Währungen zu vermeiden.
Die US-Notenbank FED habe im Zuge der Finanzkrise aktiv in das Marktgeschehen eingegriffen, die Zinsen massiv gesenkt und insgesamt drei Liquiditätsprogramme (Quantitative Easing 1 bis 3) gestartet. Durch diese Maßnahmen sei ihre Bilanzsumme bis auf rund 4,5 Billionen US-Dollar (davon circa 2,4 Billionen US-Dollar an US-amerikanischen Staatsanleihen) an Vermögenswerten aufgeblasen worden. Erst Mitte Juni 2013 sei ein Kurswechsel erfolgt, als der damalige US-Notenbankchef Ben Bernanke das Signal zu einem langsamen Zurückfahren der Liquiditätshilfen ("Tapering") gegeben habe. (20.07.2015/alc/a/a)


