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USA: Zinssenkungsspekulationen rücken in den Vordergrund


22.08.25 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate verharrte im Juli unerwartet bei 2,7 Prozent, die Kerninflation stieg stärker als erwartet von 2,9 auf 3,1 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

Die PCE-Kernrate klettere im Juni von 2,7 auf 2,8 Prozent.

Der sehr schwache Arbeitsmarktreport für Juli schrecke die Märkte, die noch zwei Tage zuvor das Ergebnis der Fed-Sitzung als falkenhaft interpretiert hätten, auf. Der Stellenaufbau liege mit 73.000 unterhalb der Prognosen, die beiden Vormonate seien um 258.000 Stellen abwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote steige auf 4,1 Prozent, die Gehälter erhöhten sich um 3,9 Prozent zum Vorjahr.

Der ISM-Index der Industrie sinke im Juli moderat auf 48,0 Punkte, wobei der Subindex der Beschäftigung jedoch innerhalb des Schrumpfungsbereichs weiter nachgegeben habe. Der Index für Dienstleistungen falle unerwartet von 50,8 auf 50,1 Punkte. Auch hier habe die Beschäftigungskomponente enttäuscht.

Die Indikatoren des Verbrauchervertrauens des Conference Boards und derjenige der Uni of Michigan hätten sich leicht erholt.

Die Fed halte Ende Juli an ihrer abwartenden Politik fest. An den Swapmärkten werde nach den Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten nun eine Leitzinssenkung im September fest eingepreist, bis zum Jahresende kumuliert 60 bp.

Die Märkte würden nun auf die Arbeitsmarktdaten am 5. September warten. Nachdem der US-Dollar am 1. August auf ein 6-Wochenhoch bei EUR/USD 1,1391 gestiegen sei, habe er zuletzt auf EUR/USD 1,17 nachgegeben. Bis zum Jahresende dürfte der EUR/USD-Kurs in Richtung 1,20 steigen. (Ausgabe August 2025) (22.08.2025/alc/a/a)