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USA: Verbrauchervertrauen sinkt weiter - Fed wartet ab


26.05.25 08:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In den USA sank die Inflationsrate im April unerwartet von 2,4 auf 2,3 Prozent, die Kerninflation verharrte bei 2,8 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

Die PCE-Kernrate sei im März von 3,0 auf 2,6 Prozent gefallen.

Der Arbeitsmarktreport für April sei etwas besser ausgefallen als im Marktkonsens erwartet. Der Stellenaufbau habe mit 177.000 oberhalb der Prognosen gelegen. Die Arbeitslosenquote sei bei 4,2 Prozent geblieben, die Gehälter hätten sich um 3,8 Prozent zum Vorjahr erhöht.

Der ISM-Index der Industrie sei im April leicht auf 48,7 Punkte gefallen, wobei sich die Subindizes der Neuaufträge und der Beschäftigungen innerhalb des Schrumpfungsbereichs stabilisiert hätten, während die Preise weiter angestiegen seien. Der Index für Dienstleistungen sei unerwartet von 50,8 auf 51,6 Punkte gestiegen.

Kräftige Rücksetzer habe es erneut beim Verbrauchervertrauen gegeben, sowohl vom Conference Board als auch der Uni von Michigan. Dennoch halte die Fed an ihrer abwartenden Politik fest. An den Swapmärkten werde eine nächste Leitzinssenkung frühestens im September erwartet, bis zum Jahresende kumuliert 50 Basispunkte.

Die Märkte würden sich aktuell primär auf die US-Zollpolitik und zuletzt auch wieder auf die Frage der langfristigen Entwicklung der US-Staatsschulden fokussieren. Nach der Deeskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China habe sich der US-Dollar von seinem 3 ½-Jahrestief bei EUR/USD 1,1573 bis auf 1,1065 erholt. Die Unsicherheiten hinsichtlich der US-Zölle und der US-Verschuldung dürften den US-Dollar mittelfristig jedoch weiter in Richtung 1,20 abwerten lassen. (Währungsbulletin Juni 2025) (26.05.2025/alc/a/a)