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USA: Staatsanleiherenditen nach Bekanntgabe des Arbeitsmarktberichts gefallen


08.04.19 12:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Über den letzten Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht für März dürfte sich die FED gefreut haben, bestätigte er doch ihre Einschätzung der US-Wirtschaft, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Nicht nur habe ein stärker als erwarteter Zuwachs neu geschaffener Stellen für eine weiterhin robuste wirtschaftliche Entwicklung gesprochen und die Rezessionssorgen der Marktteilnehmer besänftigt. Darüber hinaus habe der schwächer als erwartete Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne den von der FED diagnostizierten schwachen Inflationsdruck bestätigt. Damit scheine der Bericht ein "Goldilocks-Szenario" zu beschreiben, also eine Situation, in der die US-Konjunktur nicht heiß laufe, sich aber auch nicht zu stark abkühle. In den Details zeige sich jedoch bereits ein etwas negativeres Bild. Nicht nur sei die Partizipationsrate zurückgegangen, während die durchschnittliche Länge der Arbeitslosigkeit zugenommen habe, auch sei zum ersten Mal seit Mitte 2017 die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe gesunken.

Die Märkte hätten die Zahlen ohne große Euphorie zur Kenntnis genommen. Während sich der Aktienmarkt gefreut habe, seien die Renditen von Staatsanleihen gefallen. Der Dollar habe kurz ausgeschlagen, notiere dann aber fast unverändert. (08.04.2019/alc/a/a)