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USA: Niedrigere Inflationsrate lässt Zinssenkungsspekulationen wachsen
23.07.24 11:25
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate in den USA sank im Juni stärker als im Marktkonsens erwartet von 3,4 auf 3,3 Prozent, die Kernrate von 3,4 auf 3,3 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.
Die PCE-Kerninflation sei im Mai auf 2,6 Prozent gefallen.
Der Arbeitsmarkt habe im Juni leichte Bremsspuren gezeigt: Der Stellenaufbau habe mit 206 Tsd. leicht oberhalb der Erwartungen gelegen, die beiden Vormonate seien jedoch um 111 Tsd. abwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei von 4,0 auf 4,1 Prozent gestiegen, die Gehälter mit 3,9 Prozent zum Vorjahr geringer als im Vormonat (+4,1 Prozent). Im Mai habe es gemäß dem JOLTS Report jedoch mit 8,140 Millionen offenen Stellen einige mehr als erwartet gegeben.
Der ISM-Index der Industrie sei im Juni mit 48,5 Punkte unerwartet tiefer in die Schrumpfungszone gefallen. Der Index für Dienstleistungen sei völlig entgegen dem Marktkonsens von 53,8 auf 48,8 Punkte zurück gestürzt - ein Drei-Jahrestief.
Aufgrund des geringeren Preisdrucks und der etwas mauen Konjunkturdaten sei an den Swap-Märkten eine Zinssenkung der FED im September fest eingepreist worden. Bis zum Dezember 2024 würden nun gut zwei Zinssenkungen a 25 BP eingepreist, obwohl die FED selbst nur eine einzige im Dot Plot projiziert habe.
Dies habe die Renditen der US-Treasuries unter Druck gesetzt. Der US-Dollar habe deshalb seit Anfang Juli rund 2,5 Prozent zum Euro abgegeben. Im Umfeld der Unsicherheiten rund um die US-Wahlen Anfang November und die darauf folgenden fiskalischen Entscheidungen dürfte der US-Dollar aber gefragt sein und deshalb in sechs Monaten etwas fester bei EUR/USD 1,05 notieren. (Ausgabe Währungsbulletin August 2024) (23.07.2024/alc/a/a)
Die PCE-Kerninflation sei im Mai auf 2,6 Prozent gefallen.
Der ISM-Index der Industrie sei im Juni mit 48,5 Punkte unerwartet tiefer in die Schrumpfungszone gefallen. Der Index für Dienstleistungen sei völlig entgegen dem Marktkonsens von 53,8 auf 48,8 Punkte zurück gestürzt - ein Drei-Jahrestief.
Aufgrund des geringeren Preisdrucks und der etwas mauen Konjunkturdaten sei an den Swap-Märkten eine Zinssenkung der FED im September fest eingepreist worden. Bis zum Dezember 2024 würden nun gut zwei Zinssenkungen a 25 BP eingepreist, obwohl die FED selbst nur eine einzige im Dot Plot projiziert habe.
Dies habe die Renditen der US-Treasuries unter Druck gesetzt. Der US-Dollar habe deshalb seit Anfang Juli rund 2,5 Prozent zum Euro abgegeben. Im Umfeld der Unsicherheiten rund um die US-Wahlen Anfang November und die darauf folgenden fiskalischen Entscheidungen dürfte der US-Dollar aber gefragt sein und deshalb in sechs Monaten etwas fester bei EUR/USD 1,05 notieren. (Ausgabe Währungsbulletin August 2024) (23.07.2024/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


