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UK: Stagflationsrisken bleiben von hoher Relevanz
27.02.25 16:30
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Dezember legte das BIP zum Vormonat mit 0,4 Prozent unerwartet kräftig zu, im Marktkonsens wurde lediglich ein Zuwachs um 0,1 Prozent erwartet, so die Analysten von Postbank Research.
Dies habe zur Folge gehabt, dass das BIP in Q4 nicht wie erwartet um 0,1 Prozent gesunken sei, sondern zugelegt habe. Eine Rezession sei somit vermieden worden.
Unangenehm sei hingegen, dass die Inflationsrate im Januar von 2,5 auf 3,0 Prozent stärker als erwartet angestiegen sei, die Kernrate sei von 3,2 auf 3,7 Prozent gesprungen und die von der BoE ebenfalls genau beobachtete Dienstleistungsinflation von 4,4 auf 5,0 Prozent zurück - letztere habe immerhin etwas geringer als der Marktkonsens zugelegt. Damit bleibe der absolute Preisauftrieb zu hoch, um robust an der Zinsschraube abwärts zu drehen.
Im Rahmen der Februar Sitzung der BoE sei der Leitzins wie von nahezu allen Analysten erwartet von 4,75 auf 4,5 Prozent gesenkt. Bis Ende 2025 würden zwei weitere Zinsschritte bzw. kumulierte Zinssenkungen in Höhe von 50 Basispunkten erwartet. Zwar sei der Zinsentscheid im Februar einhelliger ausgefallen als erwartet, die Stagflationsrisiken seien jedoch für die Bank of England nicht zu vernachlässigen.
Zu Jahresbeginn hätten zunehmende Sorgen um die Staatsverschuldung Großbritanniens das Pfund belastet, dieses Thema sei aber zuletzt in den Hintergrund getreten. Würden sich die aktuellen Markterwartungen bestätigen und senke die EZB 2025 die Leitzinsen zurückhaltender als noch vor kurzem erwartet, könnte das Pfund leicht in Richtung EUR/GBP 0,85 abwerten. (Währungsbulletin März 2025) (27.02.2025/alc/a/a)
Dies habe zur Folge gehabt, dass das BIP in Q4 nicht wie erwartet um 0,1 Prozent gesunken sei, sondern zugelegt habe. Eine Rezession sei somit vermieden worden.
Im Rahmen der Februar Sitzung der BoE sei der Leitzins wie von nahezu allen Analysten erwartet von 4,75 auf 4,5 Prozent gesenkt. Bis Ende 2025 würden zwei weitere Zinsschritte bzw. kumulierte Zinssenkungen in Höhe von 50 Basispunkten erwartet. Zwar sei der Zinsentscheid im Februar einhelliger ausgefallen als erwartet, die Stagflationsrisiken seien jedoch für die Bank of England nicht zu vernachlässigen.
Zu Jahresbeginn hätten zunehmende Sorgen um die Staatsverschuldung Großbritanniens das Pfund belastet, dieses Thema sei aber zuletzt in den Hintergrund getreten. Würden sich die aktuellen Markterwartungen bestätigen und senke die EZB 2025 die Leitzinsen zurückhaltender als noch vor kurzem erwartet, könnte das Pfund leicht in Richtung EUR/GBP 0,85 abwerten. (Währungsbulletin März 2025) (27.02.2025/alc/a/a)


