Erweiterte Funktionen

UK: Die Daten deuten auf eine Zinssenkung im Februar hin


21.01.25 08:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Kombination aus enttäuschendem Wirtschaftswachstum (+0,1% im November ggü. erwarteten +0,2%) und einer Verlangsamung der Verbraucherpreisinflation im Dezember (2,5% ggü. 2,6% im November) hat den starken Aufwärtstrend, der die Renditen von Staatsanleihen auf ein 17-Jahres-Hoch trieb, zumindest vorläufig gestoppt, so die Analysten von Postbank Research.

Diese Woche beginne mit Hauspreisdaten für Januar, gefolgt von Arbeitsmarktdaten (Wochenverdienst, Beschäftigungsindex und Arbeitslosigkeit). Am Mittwoch würden die Daten zu den Staatsfinanzen für Dezember veröffentlicht. Es sei unwahrscheinlich, dass die Auswirkungen des Haushalts vom Oktober, in dem Schatzkanzlerin Rachel Reeves Steuererhöhungen in Höhe von 40 Mrd. GBP angekündigt habe, bereits sichtbar seien. Am Donnerstag würden die Daten der CBI-Umfrage zu Aufträgen, Preisen und Geschäftsklima und am Freitag die S&P-Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Diese Daten würden einen ersten Eindruck davon vermitteln, wie das Jahr 2025 begonnen habe. Die Daten dürften die Bank of England (BoE) im schrittweisen geldpolitischen Ansatz bestärken. Die implizite Marktwahrscheinlichkeit deute auf eine Leitzinssenkung im Februar.

Das langsame Wachstum und immer noch hohe Inflationsraten würden Sorgen um eine mögliche Stagflation verstärken. Die Bank of England dürfte ihren schrittweisen Ansatz beibehalten. (Ausgabe vom 20.01.2025) (21.01.2025/alc/a/a)