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Türkische Notenbank hält die Füße still - Noch
17.06.19 12:45
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Keine große Überraschung: Wie erwartet hat die türkische Notenbank auf ihrer Sitzung am Mittwoch nicht an der Zinsschraube gedreht, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Der Leitzins verharre somit auf einem Stand von 24 Prozent. Es sei daher auch keine Überraschung, dass die Türkische Lira kaum auf diese Meldung reagiert habe. Vor allem das schwache Wirtschaftswachstum, die ausufernde Inflation, die angespannte politische Beziehung zu den USA sowie die Einflussnahme der Politik auf die Geldpolitik der Notenbank und das damit einhergehende schwindende Vertrauen der Investoren hätten der Lira in den vergangenen Monaten schwer zu schaffen gemacht. Auch im Vergleich zum Euro habe die Lira in den vergangenen Monaten kräftig abgewertet.
Zuletzt habe die Lira aber wieder ein wenig Höhenluft schnuppern können. Die Inflation sei mit aktuell rund 19 Prozent zwar immer noch viel zu hoch, aber deutlich niedriger als im Oktober 2018 (25 Prozent). Dass die US-Notenbank FED einen weniger restriktiven Kurs fahre als noch vor einigen Wochen erwartet, dürfte die Lira zusätzlich gestützt haben. Mittlerweile würden sogar schon wieder die Stimmen lauter, die eine Leitzinssenkung fordern würden. Sollte die Notenbank tatsächlich zeitnah die Zinsen senken, könnte das die schwächelnde Wirtschaft durchaus - zumindest kurzfristig - beflügeln. Eine anhaltende Erholung der angeschlagenen Lira wäre in diesem Fall aber eher unwahrscheinlich. (Ausgabe vom 14.06.2019) (17.06.2019/alc/a/a)
Der Leitzins verharre somit auf einem Stand von 24 Prozent. Es sei daher auch keine Überraschung, dass die Türkische Lira kaum auf diese Meldung reagiert habe. Vor allem das schwache Wirtschaftswachstum, die ausufernde Inflation, die angespannte politische Beziehung zu den USA sowie die Einflussnahme der Politik auf die Geldpolitik der Notenbank und das damit einhergehende schwindende Vertrauen der Investoren hätten der Lira in den vergangenen Monaten schwer zu schaffen gemacht. Auch im Vergleich zum Euro habe die Lira in den vergangenen Monaten kräftig abgewertet.
Zuletzt habe die Lira aber wieder ein wenig Höhenluft schnuppern können. Die Inflation sei mit aktuell rund 19 Prozent zwar immer noch viel zu hoch, aber deutlich niedriger als im Oktober 2018 (25 Prozent). Dass die US-Notenbank FED einen weniger restriktiven Kurs fahre als noch vor einigen Wochen erwartet, dürfte die Lira zusätzlich gestützt haben. Mittlerweile würden sogar schon wieder die Stimmen lauter, die eine Leitzinssenkung fordern würden. Sollte die Notenbank tatsächlich zeitnah die Zinsen senken, könnte das die schwächelnde Wirtschaft durchaus - zumindest kurzfristig - beflügeln. Eine anhaltende Erholung der angeschlagenen Lira wäre in diesem Fall aber eher unwahrscheinlich. (Ausgabe vom 14.06.2019) (17.06.2019/alc/a/a)


