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Trump könnte die Marktteilnehmer überraschen
17.01.25 12:48
RBC BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Die US-Staatsanleiherenditen sanken in der vergangenen Woche, nachdem der Verbraucherpreisindex einen leichten Rückgang der Kerninflationsrate auf 3,2 Prozent im Dezember zeigte, so Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Allerdings habe sich der Wert in den vergangenen sechs Monaten weitgehend stabil um dieses Niveau herumbewegt. Nach Ansicht von RBC BlueBay Asset Management sei ein erneuter Abwärtstrend bei der Inflation nötig, damit die US-Notenbank Federal Reserve (FED) in den kommenden Monaten ihren geldpolitischen Lockerungskurs wieder aufnehme.
RBC BlueBay Asset Management vertraue nicht allzu sehr darauf, dass ein solcher Abwärtstrend zeitnah wieder eintreten werde. Die Währungshüter dürften daher im ersten Halbjahr dieses Jahres eine Pause einlegen. Angesichts der anhaltend starken Wirtschaftsdynamik und der Aufwärtsrisiken für die Preise durch die Handels-, Einwanderungs- und Steuerpolitik der neuen Trump-Administration bestünden aus Sicht von RBC BlueBay Asset Management Inflationsrisiken in beide Richtungen.
Aufgrund der Einschätzung von FED-Chef Jerome Powell, dass die Geldpolitik nach wie vor relativ restriktiv sei, sehe RBC BlueBay Asset Management den Offenmarktausschuss in den kommenden Monaten jedoch eher zu Zinssenkungen als -erhöhungen geneigt. Damit die FED in den kommenden Monaten zu einer Straffung der Geldpolitik zurückkehre, müsste die Kerninflation im Verbraucherpreisindex 4 Prozent und bei den privaten Konsumausgaben 3,5 Prozent erreichen.
Nach Meinung von RBC BlueBay Asset Management sei dies nicht allzu wahrscheinlich. Angesichts des erstarkenden US-Dollars dürften die Zölle in naher Zukunft keinen wesentlichen inflationären Einfluss haben. Ebenso sei RBC BlueBay Asset Management der Meinung, dass es im Jahr 2025 netto zu einer gewissen fiskalpolitischen Lockerung kommen könnte. Diese werde jedoch nicht besonders groß ausfallen, solange Wirtschaft und Steuereinnahmen stabil bleiben würden.
Vor diesem Hintergrund sei RBC BlueBay Asset Management nach wie vor der Meinung, dass die zweijährigen Renditen bei 4,25 Prozent auf einem fairen Niveau lägen. Die Renditekurve sei in den vergangenen beiden Monaten steiler geworden. Die Renditen langlaufender Anleihen hätten Anfang dieser Woche die Marke von 5,00 Prozent überschritten. Nach dem Erreichen dieses Niveaus dürfte die Bewegung jedoch vorerst zum Stillstand kommen. Mittelfristig sei eine weitere Versteilerung der Kurve wahrscheinlich, weil die kurzfristigen Renditen sinken würden.
An den Devisenmärkten habe das Pfund Sterling auch in der vergangenen Woche unterdurchschnittlich abgeschnitten. RBC BlueBay Asset Management rechne mit einer weiteren Abwärtsbewegung. Der Yen habe sich zuletzt im Vorfeld der Sitzung der Bank of Japan am kommenden Freitag positiv entwickelt.
Was den US-Dollar betreffe, würden die Marktteilnehmer auf die Amtseinführung von Donald Trump in der nächsten Woche und seine Äußerungen in Bezug auf Zölle warten. Ausgehend von den Kommentaren des neuen Finanzministers Scott Bessent unterstütze das Trump-Team weiterhin einen starken US-Dollar, der seine Rolle als Weltreservewährung beibehalten solle.
Trump wolle sofort loslegen und könnte nächste Woche um diese Zeit bereits mehrere Exekutivanordnungen verkünden. Alles in allem neigen wir zu der Annahme, dass der neue US-Präsident die Märkte überraschen könnte, indem er sich durchsetzungsfähiger gebe als derzeit angenommen.
Die nächste Woche sei in den USA eine verkürzte Feiertagswoche. RBC BlueBay Asset Management erwarte aber nicht, dass sie ruhig sein werde. In den kommenden Tagen werde es viel Lärm aus Washington geben - und es werde interessant sein, wie sich dies auf die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks auswirke. (17.01.2025/alc/a/a)
Allerdings habe sich der Wert in den vergangenen sechs Monaten weitgehend stabil um dieses Niveau herumbewegt. Nach Ansicht von RBC BlueBay Asset Management sei ein erneuter Abwärtstrend bei der Inflation nötig, damit die US-Notenbank Federal Reserve (FED) in den kommenden Monaten ihren geldpolitischen Lockerungskurs wieder aufnehme.
RBC BlueBay Asset Management vertraue nicht allzu sehr darauf, dass ein solcher Abwärtstrend zeitnah wieder eintreten werde. Die Währungshüter dürften daher im ersten Halbjahr dieses Jahres eine Pause einlegen. Angesichts der anhaltend starken Wirtschaftsdynamik und der Aufwärtsrisiken für die Preise durch die Handels-, Einwanderungs- und Steuerpolitik der neuen Trump-Administration bestünden aus Sicht von RBC BlueBay Asset Management Inflationsrisiken in beide Richtungen.
Aufgrund der Einschätzung von FED-Chef Jerome Powell, dass die Geldpolitik nach wie vor relativ restriktiv sei, sehe RBC BlueBay Asset Management den Offenmarktausschuss in den kommenden Monaten jedoch eher zu Zinssenkungen als -erhöhungen geneigt. Damit die FED in den kommenden Monaten zu einer Straffung der Geldpolitik zurückkehre, müsste die Kerninflation im Verbraucherpreisindex 4 Prozent und bei den privaten Konsumausgaben 3,5 Prozent erreichen.
Vor diesem Hintergrund sei RBC BlueBay Asset Management nach wie vor der Meinung, dass die zweijährigen Renditen bei 4,25 Prozent auf einem fairen Niveau lägen. Die Renditekurve sei in den vergangenen beiden Monaten steiler geworden. Die Renditen langlaufender Anleihen hätten Anfang dieser Woche die Marke von 5,00 Prozent überschritten. Nach dem Erreichen dieses Niveaus dürfte die Bewegung jedoch vorerst zum Stillstand kommen. Mittelfristig sei eine weitere Versteilerung der Kurve wahrscheinlich, weil die kurzfristigen Renditen sinken würden.
An den Devisenmärkten habe das Pfund Sterling auch in der vergangenen Woche unterdurchschnittlich abgeschnitten. RBC BlueBay Asset Management rechne mit einer weiteren Abwärtsbewegung. Der Yen habe sich zuletzt im Vorfeld der Sitzung der Bank of Japan am kommenden Freitag positiv entwickelt.
Was den US-Dollar betreffe, würden die Marktteilnehmer auf die Amtseinführung von Donald Trump in der nächsten Woche und seine Äußerungen in Bezug auf Zölle warten. Ausgehend von den Kommentaren des neuen Finanzministers Scott Bessent unterstütze das Trump-Team weiterhin einen starken US-Dollar, der seine Rolle als Weltreservewährung beibehalten solle.
Trump wolle sofort loslegen und könnte nächste Woche um diese Zeit bereits mehrere Exekutivanordnungen verkünden. Alles in allem neigen wir zu der Annahme, dass der neue US-Präsident die Märkte überraschen könnte, indem er sich durchsetzungsfähiger gebe als derzeit angenommen.
Die nächste Woche sei in den USA eine verkürzte Feiertagswoche. RBC BlueBay Asset Management erwarte aber nicht, dass sie ruhig sein werde. In den kommenden Tagen werde es viel Lärm aus Washington geben - und es werde interessant sein, wie sich dies auf die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks auswirke. (17.01.2025/alc/a/a)


