Erweiterte Funktionen
Trotz sinkender Zinsen steigende Renditen bei Anleihen
11.04.25 11:27
Bankhaus Carl Spängler & Co
Salzburg (www.anleihencheck.de) - Unsicherheit" ist das Wort, welches derzeit das globale wirtschaftliche Umfeld prägt, so die Experten des Bankhauses Spängler.
Der Zickzack-Kurs von US-Präsident Trump in seiner Zollpolitik sorge an einem Tag für einen Einbruch an den weltweiten Börsen, und am nächsten für ein wahres Kursfeuerwerk. "Es ist wirklich eine schwierige Situation für alle Marktteilnehmer, wenn man am Abend nicht weiß, wie die Nachrichtenlage am nächsten Morgen aussehen wird", zeige sich auch Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler, im Rahmen eines Kapitalmarktausblicks der Salzburger Privatbank besorgt.
Der Experte rate Anlegern gerade jetzt zu Ruhe und Besonnenheit: "Trotz aller Unwägbarkeiten rechnen wir weiterhin mit einem moderaten Wirtschaftswachstum und ebenso moderaten Unternehmensgewinnen. Bei Aktien zeigt insbesondere der Blick auf die Bewertungen Positives. Sowohl in Europa als auch in den USA sind die Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder zurückgekommen und liegen nur noch knapp unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Entscheidend für die nähere Zukunft wird aber natürlich die anstehende Berichtssaison der Unternehmen sein."
Marktteilnehmer würden Zinssenkungen der FED und EZB erwarten
Die Inflation liege im Euroraum weiterhin auf Zielkurs in Richtung zwei Prozent. In den USA seien die Preise zuletzt wieder deutlich gestiegen, und zwar sowohl für Waren als auch für Dienstleistungen. "Und die Verbraucher erwarten hier weitere massive Steigerungen", so Dürnberger. "Laut einer regelmäßigen Umfrage der Universität Michigan schätzen die US-Konsumenten die Inflation langfristig - also in den nächsten fünf bis zehn Jahren - auf 4,1 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 30 Jahren. Die Markterwartungen an die Fed haben sich dadurch massiv verändert - die Marktteilnehmer preisen nun, ebenso wie bei der EZB, für heuer noch drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte ein."
Trotz sinkender Zinsen steigende Renditen bei Anleihen
Sinkende Zinsen würden sich normalerweise positiv auf die Anleihemärkte auswirken. Doch auch hier scheine nichts mehr wie gewohnt. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen unterlägen in diesem Jahr starken Schwankungen - die Renditen seien zwischenzeitlich auf bis zu 2,9 Prozent gestiegen und liägen aktuell bei 2,59 Prozent. Wie sehe die Situation bei US-Unternehmensanleihen aus? "Auch hier sehen wir höhere Spreads als Ausdruck der Unsicherheit, die aber im historischen Vergleich noch verkraftbar sind", so der Asset Manager im Bankhaus Spängler. "Bei Hochzinsanleihen haben sich die Marktteilnehmer bereits vorsichtiger positioniert, hier wird im Falle einer Rezession mit einem höheren Ausfallrisiko gerechnet."
Gold als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten
Es gebe aber auch Anlageklassen, die sich positiv entwickelt hätten, wie etwa Gold, das sich seit jeher als Absicherung gegen globale Risiken bewährt habe. "Gold befindet sich auf Rekordjagd, der Preis ist seit Vorjahresbeginn um mehr als 50 Prozent gestiegen", so Dürnberger. "Neben der allgemeinen Marktunsicherheit spielte hier vor allem im Vorjahr die hohe Nachfrage der Notenbanken eine wichtige Rolle. Seit Jahresbeginn 2025 liegt der Preis des Edelmetalls in Euro gerechnet immer noch um 11 Prozent im Plus."
Positionierung im Spängler Asset Management
Was bedeute das alles für Anleger, wie sei das Spängler Asset Management aktuell positioniert? "Wir haben die Aktienquote auf leicht untergewichtet reduziert und dabei werden Europa und die USA in etwa gleich gewichtet. China bleibt unverändert beigemischt", sage Markus Dürnberger. "Im Anleihebereich liegt unser Schwerpunkt im Segment beste Bonität weiter im mittleren Laufzeitenbereich. Dagegen haben wir bei Unternehmensanleihen und High Yield-Anleihen eine verkürzte Laufzeitenstruktur. Der Anteil an High Yield-Anleihen wurde reduziert." (11.04.2025/alc/a/a)
Der Zickzack-Kurs von US-Präsident Trump in seiner Zollpolitik sorge an einem Tag für einen Einbruch an den weltweiten Börsen, und am nächsten für ein wahres Kursfeuerwerk. "Es ist wirklich eine schwierige Situation für alle Marktteilnehmer, wenn man am Abend nicht weiß, wie die Nachrichtenlage am nächsten Morgen aussehen wird", zeige sich auch Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler, im Rahmen eines Kapitalmarktausblicks der Salzburger Privatbank besorgt.
Der Experte rate Anlegern gerade jetzt zu Ruhe und Besonnenheit: "Trotz aller Unwägbarkeiten rechnen wir weiterhin mit einem moderaten Wirtschaftswachstum und ebenso moderaten Unternehmensgewinnen. Bei Aktien zeigt insbesondere der Blick auf die Bewertungen Positives. Sowohl in Europa als auch in den USA sind die Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder zurückgekommen und liegen nur noch knapp unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Entscheidend für die nähere Zukunft wird aber natürlich die anstehende Berichtssaison der Unternehmen sein."
Marktteilnehmer würden Zinssenkungen der FED und EZB erwarten
Die Inflation liege im Euroraum weiterhin auf Zielkurs in Richtung zwei Prozent. In den USA seien die Preise zuletzt wieder deutlich gestiegen, und zwar sowohl für Waren als auch für Dienstleistungen. "Und die Verbraucher erwarten hier weitere massive Steigerungen", so Dürnberger. "Laut einer regelmäßigen Umfrage der Universität Michigan schätzen die US-Konsumenten die Inflation langfristig - also in den nächsten fünf bis zehn Jahren - auf 4,1 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 30 Jahren. Die Markterwartungen an die Fed haben sich dadurch massiv verändert - die Marktteilnehmer preisen nun, ebenso wie bei der EZB, für heuer noch drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte ein."
Sinkende Zinsen würden sich normalerweise positiv auf die Anleihemärkte auswirken. Doch auch hier scheine nichts mehr wie gewohnt. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen unterlägen in diesem Jahr starken Schwankungen - die Renditen seien zwischenzeitlich auf bis zu 2,9 Prozent gestiegen und liägen aktuell bei 2,59 Prozent. Wie sehe die Situation bei US-Unternehmensanleihen aus? "Auch hier sehen wir höhere Spreads als Ausdruck der Unsicherheit, die aber im historischen Vergleich noch verkraftbar sind", so der Asset Manager im Bankhaus Spängler. "Bei Hochzinsanleihen haben sich die Marktteilnehmer bereits vorsichtiger positioniert, hier wird im Falle einer Rezession mit einem höheren Ausfallrisiko gerechnet."
Gold als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten
Es gebe aber auch Anlageklassen, die sich positiv entwickelt hätten, wie etwa Gold, das sich seit jeher als Absicherung gegen globale Risiken bewährt habe. "Gold befindet sich auf Rekordjagd, der Preis ist seit Vorjahresbeginn um mehr als 50 Prozent gestiegen", so Dürnberger. "Neben der allgemeinen Marktunsicherheit spielte hier vor allem im Vorjahr die hohe Nachfrage der Notenbanken eine wichtige Rolle. Seit Jahresbeginn 2025 liegt der Preis des Edelmetalls in Euro gerechnet immer noch um 11 Prozent im Plus."
Positionierung im Spängler Asset Management
Was bedeute das alles für Anleger, wie sei das Spängler Asset Management aktuell positioniert? "Wir haben die Aktienquote auf leicht untergewichtet reduziert und dabei werden Europa und die USA in etwa gleich gewichtet. China bleibt unverändert beigemischt", sage Markus Dürnberger. "Im Anleihebereich liegt unser Schwerpunkt im Segment beste Bonität weiter im mittleren Laufzeitenbereich. Dagegen haben wir bei Unternehmensanleihen und High Yield-Anleihen eine verkürzte Laufzeitenstruktur. Der Anteil an High Yield-Anleihen wurde reduziert." (11.04.2025/alc/a/a)


