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Transocean-Anleihe: Digging for Gold
21.03.12 12:33
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN US893830AS85 / WKN A0TNLT) von Transocean aktuell noch für risikofreudige Anleger für interessant.
Die Anleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 6,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 15.03.2018 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 USD auf. Bei einem aktuellen Kurs von 108,18 USD biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 4,40%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "Baa3", was gerade noch im Investment-Grade-Bereich liege.
Transocean sei der weltweit größte Dienstleister und Anbieter für Offshore- und Drilling-Lösungen für die Öl- und Gasindustrie. Transocean sei auch die Betreiberfirma der Bohrinsel "Deepwater Horizon" gewesen, die im Frühjahr 2010 explodiert sei. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko habe zuletzt zu Abschreibungen in Milliardenhöhe bei Transocean geführt, doch inzwischen dürfte das Schlimmste überstanden sein.
Ende Februar 2012 habe Transocean seine Zahlen für das Schlussquartal 2011 bekannt gegeben. Nach Unternehmensangaben sei es zu einem Umsatzanstieg von 2,13 Mrd. USD auf 2,42 Mrd. USD gekommen. Wie oben schon erwähnt sei es auf der Ergebnisseite zu massiven Wertberichtigungen in Höhe von 5,2 Mrd. USD auf den Bereich Contract Drilling gekommen. So sei ein Nettoergebnis von -6,12 Mrd. USD ausgewiesen worden, nach einem Verlust von 799 Mio. USD im Vorjahr. Außerdem seien Einmalbelastungen in Höhe von 1 Mrd. USD in Zusammenhang mit einem Unglück mit der Macondo Well verbucht worden. Transocean habe schon im Vorfeld der Veröffentlichung vor milliardenschweren Ergebnisbelastungen im Zuge der durchgeführten Impairment-Tests gewarnt. Aufgrund der Sonderbelastungen werde Transocean für 2011 keine Dividende ausschütten. Eine konkrete Guidance für das laufende Geschäftsjahr 2012 sei noch nicht gegeben worden
Im Zuge der Deepwater Horizon-Katastrophe sei die Verschuldung des Konzerns per Ende 2011 auf etwa 13,5 Mrd. USD angestiegen. Zudem drohe ein Downgrade durch die großen Ratingagenturen auf Non-Investment-Grade-Status. Somit sei Transocean, was u.a. seinen finanziellen Spielraum betreffe, derzeit massiv eingeschränkt, zumal noch unklar sei, wie hoch Schadenersatzforderungen ausfallen würden.
Hier könnten die Forderungen aber geringer als erwartet ausfallen, denn immerhin habe sich der Partner BP Anfang März mit dem Plaintiffs' Steering Committee auf eine wesentlich geringere Entschädigung einigen können als befürchtet. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass mit den US-Bundesbehörden ebenfalls eine einvernehmliche Einigung getroffen werde.
Zwar gebe es für Transocean noch einige Unsicherheitsfaktoren, doch scheine sich die Nachrichtenlage allmählich aufzuhellen. Auch der Markt zeige sich für den Konzern zuversichtlich, denn die o.a. Anleihe notiere mit 108,18 USD deutlich über Pari. Die Analysten von Anleihencheck Research halten es für wahrscheinlich, dass Transocean erfolgreich durch diesen Sturm kommen werde. Danach sollte das operative Geschäft wieder verstärkt in den Vordergrund treten, welches aufgrund des hohen Ölpreises auch Zukunft sehr gut verlaufen sollte.
Insgesamt halte man die Transocean-Aktie für günstig bewertet. Für Anleger, denen aber ein Direktinvestment aktuell zu spekulativ erscheine, könnte die o.a. Währungsanleihe von Transocean interessant sein. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Währungsanleihe steigern, sollte der USD gegenüber dem Euro weiter aufwerten. (Analyse vom 21.03.2012) (21.03.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 6,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 15.03.2018 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 USD auf. Bei einem aktuellen Kurs von 108,18 USD biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 4,40%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "Baa3", was gerade noch im Investment-Grade-Bereich liege.
Transocean sei der weltweit größte Dienstleister und Anbieter für Offshore- und Drilling-Lösungen für die Öl- und Gasindustrie. Transocean sei auch die Betreiberfirma der Bohrinsel "Deepwater Horizon" gewesen, die im Frühjahr 2010 explodiert sei. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko habe zuletzt zu Abschreibungen in Milliardenhöhe bei Transocean geführt, doch inzwischen dürfte das Schlimmste überstanden sein.
Ende Februar 2012 habe Transocean seine Zahlen für das Schlussquartal 2011 bekannt gegeben. Nach Unternehmensangaben sei es zu einem Umsatzanstieg von 2,13 Mrd. USD auf 2,42 Mrd. USD gekommen. Wie oben schon erwähnt sei es auf der Ergebnisseite zu massiven Wertberichtigungen in Höhe von 5,2 Mrd. USD auf den Bereich Contract Drilling gekommen. So sei ein Nettoergebnis von -6,12 Mrd. USD ausgewiesen worden, nach einem Verlust von 799 Mio. USD im Vorjahr. Außerdem seien Einmalbelastungen in Höhe von 1 Mrd. USD in Zusammenhang mit einem Unglück mit der Macondo Well verbucht worden. Transocean habe schon im Vorfeld der Veröffentlichung vor milliardenschweren Ergebnisbelastungen im Zuge der durchgeführten Impairment-Tests gewarnt. Aufgrund der Sonderbelastungen werde Transocean für 2011 keine Dividende ausschütten. Eine konkrete Guidance für das laufende Geschäftsjahr 2012 sei noch nicht gegeben worden
Hier könnten die Forderungen aber geringer als erwartet ausfallen, denn immerhin habe sich der Partner BP Anfang März mit dem Plaintiffs' Steering Committee auf eine wesentlich geringere Entschädigung einigen können als befürchtet. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass mit den US-Bundesbehörden ebenfalls eine einvernehmliche Einigung getroffen werde.
Zwar gebe es für Transocean noch einige Unsicherheitsfaktoren, doch scheine sich die Nachrichtenlage allmählich aufzuhellen. Auch der Markt zeige sich für den Konzern zuversichtlich, denn die o.a. Anleihe notiere mit 108,18 USD deutlich über Pari. Die Analysten von Anleihencheck Research halten es für wahrscheinlich, dass Transocean erfolgreich durch diesen Sturm kommen werde. Danach sollte das operative Geschäft wieder verstärkt in den Vordergrund treten, welches aufgrund des hohen Ölpreises auch Zukunft sehr gut verlaufen sollte.
Insgesamt halte man die Transocean-Aktie für günstig bewertet. Für Anleger, denen aber ein Direktinvestment aktuell zu spekulativ erscheine, könnte die o.a. Währungsanleihe von Transocean interessant sein. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Währungsanleihe steigern, sollte der USD gegenüber dem Euro weiter aufwerten. (Analyse vom 21.03.2012) (21.03.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
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