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ThyssenKrupp-Anleihe: Trotz Kurserholung immer noch lukrativ
27.06.12 15:35
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN DE000A1MA9H4 / WKN A1MA9H) des Industriekonzerns ThyssenKrupp weiterhin für ein interessantes Investment für den europäischen Corporate Bonds-Markt.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,375% ausgestattet, laufe noch bis zum 28.02.2017 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,75% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 4,24%. Das Rating für die Anleihe und den Emittenten durch die Agentur Moody's laute "Baa3". Damit liege die Einstufung im unteren Investment-Grade-Bereich.
ThyssenKrupp vollziehe gerade den Wandel von einem klassischen Stahlunternehmen hin zu einem diversifizierten Industriekonzern. Im Rahmen dieser Portfoliobereinigung wolle sich ThyssenKrupp u.a. von seiner Edelstahlsparte Inoxum trennen, die an den finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu veräußert werden solle. Das Management möchte künftig noch mehr an den Trends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Globalisierung partizipieren und die Präsenz des Konzerns in Wachstumsmärkten stärken.
Im Rahmen der Portfoliobereinigung stehe auch Steel Americas auf dem Prüfstand. Die Tochter habe ThyssenKrupp zuletzt Milliardenverluste beschert und entwickle sich mehr und mehr zu einem "Klotz am Bein" des ThyssenKrupp-Konzerns. Daher schließe der Vorstand mittlerweile einen Verkauf der Werke in Süd- und Nordamerika nicht mehr aus und habe die beiden US-Investmentbanken Goldman Sachs sowie Morgan Stanley mit der Prüfung der strategischen Optionen von Steel Americas mandatiert. Zuletzt seien Gerüchte aufgekommen, wonach Stahlhersteller aus Brasilien und China Interesse an Steel Americas bekundet hätten.
Ein Verkauf von Steel Americas dürfte für ThyssenKrupp die bevorzugte Option sein, da somit am besten die relativ hohe Verschuldung von 6,5 Mrd. Euro reduziert und die margen- sowie wachstumsstarke Technologie-Sparte gestärkt werden könnte. Vor dem Hintergrund der angespannten Lage an den Finanzmärkten könnte es aber schwer werden, einen zufriedenstellenden Kaufpreis zu erzielen.
Der Stahlmarkt in Europa entwickle sich weiterhin schwach. So habe jüngst Salzgitter eine Gewinnwarnung für seine Stahl-Sparte veröffentlicht. Noch sehe der Ausblick von ThyssenKrupp für das zweite Halbjahr eine moderate Verbesserung und damit für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBIT im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich vor. Vor dem Hintergrund der aktuell schwachen Entwicklung in Europa und den Problemen bei Steel Americas sei es fraglich, ob die Zielvorgaben erfüllt würden.
Das Management von ThyssenKrupp sei bemüht, die Portfoliobereinigung voranzutreiben und setze verstärkt auf die margen- und wachstumsstarke Technologie-Sparte. Jedoch dürfte die Konjunkturentwicklung in der Eurozone in diesem Jahr schwach verlaufen, zumal zuletzt die Verunsicherung deutlich gestiegen sei. Daher rechnen die Analysten von Anleihencheck Research frühestens ab Herbst mit einer besseren Entwicklung des europäischen Stahlmarktes. Sollten dann auch die Anlaufverluste für Steel Americas nicht mehr so hoch ausfallen bzw. eine Lösung für die Sparte gefunden sein, erscheine für das kommende Geschäftsjahr eine stärkere Ergebnisentwicklung möglich.
Es sei mittelfristig wichtig, die gestiegene Verschuldung von aktuell 6,5 Mrd. Euro abzubauen und zudem in neue Wachstumsmärkte zu investieren. Man halte nach wie vor eine positive Trendwende bei ThyssenKrupp für wahrscheinlich.
Zuletzt habe sich der Anleihe-Kurs wieder auf Pari erholen können. Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research ist das aktuelle Kursniveau aber immer noch ein interessantes Einstiegsniveau in die o.a. Unternehmensanleihe von ThyssenKrupp. (Analyse vom 27.06.2012) (27.06.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,375% ausgestattet, laufe noch bis zum 28.02.2017 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,75% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 4,24%. Das Rating für die Anleihe und den Emittenten durch die Agentur Moody's laute "Baa3". Damit liege die Einstufung im unteren Investment-Grade-Bereich.
ThyssenKrupp vollziehe gerade den Wandel von einem klassischen Stahlunternehmen hin zu einem diversifizierten Industriekonzern. Im Rahmen dieser Portfoliobereinigung wolle sich ThyssenKrupp u.a. von seiner Edelstahlsparte Inoxum trennen, die an den finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu veräußert werden solle. Das Management möchte künftig noch mehr an den Trends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Globalisierung partizipieren und die Präsenz des Konzerns in Wachstumsmärkten stärken.
Im Rahmen der Portfoliobereinigung stehe auch Steel Americas auf dem Prüfstand. Die Tochter habe ThyssenKrupp zuletzt Milliardenverluste beschert und entwickle sich mehr und mehr zu einem "Klotz am Bein" des ThyssenKrupp-Konzerns. Daher schließe der Vorstand mittlerweile einen Verkauf der Werke in Süd- und Nordamerika nicht mehr aus und habe die beiden US-Investmentbanken Goldman Sachs sowie Morgan Stanley mit der Prüfung der strategischen Optionen von Steel Americas mandatiert. Zuletzt seien Gerüchte aufgekommen, wonach Stahlhersteller aus Brasilien und China Interesse an Steel Americas bekundet hätten.
Ein Verkauf von Steel Americas dürfte für ThyssenKrupp die bevorzugte Option sein, da somit am besten die relativ hohe Verschuldung von 6,5 Mrd. Euro reduziert und die margen- sowie wachstumsstarke Technologie-Sparte gestärkt werden könnte. Vor dem Hintergrund der angespannten Lage an den Finanzmärkten könnte es aber schwer werden, einen zufriedenstellenden Kaufpreis zu erzielen.
Das Management von ThyssenKrupp sei bemüht, die Portfoliobereinigung voranzutreiben und setze verstärkt auf die margen- und wachstumsstarke Technologie-Sparte. Jedoch dürfte die Konjunkturentwicklung in der Eurozone in diesem Jahr schwach verlaufen, zumal zuletzt die Verunsicherung deutlich gestiegen sei. Daher rechnen die Analysten von Anleihencheck Research frühestens ab Herbst mit einer besseren Entwicklung des europäischen Stahlmarktes. Sollten dann auch die Anlaufverluste für Steel Americas nicht mehr so hoch ausfallen bzw. eine Lösung für die Sparte gefunden sein, erscheine für das kommende Geschäftsjahr eine stärkere Ergebnisentwicklung möglich.
Es sei mittelfristig wichtig, die gestiegene Verschuldung von aktuell 6,5 Mrd. Euro abzubauen und zudem in neue Wachstumsmärkte zu investieren. Man halte nach wie vor eine positive Trendwende bei ThyssenKrupp für wahrscheinlich.
Zuletzt habe sich der Anleihe-Kurs wieder auf Pari erholen können. Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research ist das aktuelle Kursniveau aber immer noch ein interessantes Einstiegsniveau in die o.a. Unternehmensanleihe von ThyssenKrupp. (Analyse vom 27.06.2012) (27.06.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
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