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Südafrika: Mögliche Zinssenkung lastet auf dem Rand


24.05.19 11:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In Südafrika fiel die Inflationsrate im April mit 4,4 Prozent etwas niedriger aus als erwartet, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Lage liege die Arbeitslosigkeit derzeit bei 27 Prozent. Dadurch könnten nur geringe Lohnzuwächse verzeichnet werden, was zu einem sinkenden Inflationsdruck führe. Bei der gestrigen Sitzung der Währungshüter sei der Leitzins zwar unverändert geblieben, eine Absenkung im Sommer erscheine aber immer wahrscheinlicher.

Der Südafrikanische Rand habe gegenüber dem Euro gestern um etwa ein halbes Prozent abgewertet. Die Deutsche Bank rechnet mit einer Senkung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 6,5 Prozent im Juli. Morgen werde der amtierende Präsident Cyril Ramaphosa nach seinem Sieg bei den Wahlen vor zwei Wochen für eine zweite Amtszeit vereidigt. Voraussichtlich am Sonntag werde er seinen Stellvertreter und das Kabinett ernennen. Einige ältere ANC-Mitglieder hätten in den vergangenen Tagen ihren Rückzug angekündigt. Es scheine, als ob für Ramaphosa die Chance bestehe, eine neue, unbelastete Regierungsmannschaft zusammenzustellen, um dringend benötigte Reformen auf den Weg zu bringen. Der Rand würde hiervon voraussichtlich profitieren. (24.05.2019/alc/a/a)